Fertigungsgerechtes Design mit strukturierten Halbzeugen – „DESTRUKT“
als Teil des Forschungsschwerpunktes „Leichtbau mit strukturierten Halbzeugen“
Aufgrund der bekannten Vorteile weisen strukturierte Halbzeuge ein großes Potenzial auf, um Bauteile insbesondere in der Fahrzeugindustrie, Schienenverkehrstechnik sowie Luft- und Raumfahrt mit hochwertigeren funktionalen Eigenschaften bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung herzustellen. Voraussetzung für eine breite wirtschaftliche Nutzung strukturierter Bleche ist der Aufbau einer umfassenden Wissensbasis zu den technologischen Eigenschaften, Verarbeitungsmöglichkeiten, zu der konstruktiven Auslegung von Funktionsbauteilen und Beherrschung von Produktions- und Logistikprozessen, die derzeit in den Unternehmen aufgrund in diesem Themenfeld nicht ausgebildeter Ingenieure fehlt.
Im Jahr 2008 konnte mit der wirtschaftsnahen InnoProfile - Nachwuchsforschergruppe „InnoStructure“ im Rahmen des Förderprogramms „Unternehmen Region“ des BMBF die Einrichtung des Forschungsschwerpunktes „Leichtbau mit strukturierten Halbzeugen“ begonnen werden. Die Nachwuchsgruppe, bestehend aus 7 Mitarbeitern, schafft mit der Erforschung der Weiterverarbeitungskette von strukturierten Blechen die ersten Grundlagen, um die bestehende Basistechnologie zu einer regionalen und nationalen Technologieplattform für die Entwicklung von hochwertigen Leichtbauprodukten zu erweitern. Der Informationsaustausch mit den begleitenden Industrieunternehmen zeigte frühzeitig, dass es für eine wirtschaftliche Bauteilgestaltung aus strukturierten Halbzeugen noch weitere forschungsintensive Untersuchungen im Designbereich unter Berücksichtigung der Fertigung und Anwendung bedarf. Diese Lücke soll mit der neuen Graduiertenklasse (GK) „DESTRUKT“ geschlossen werden.

- Schwerpunkt "Leichtbau mit strukturierten Halbzeugen"
