Dörthe Blume, "Die Baugeschichte der Domus Flavia auf dem Palatin in Rom"
D. Blume: Rom, Domus Flavia
Stefan Giese, "Die Michaelskirche von Germia in Galatien. Rekonstruktion und Bedeutung eines byzantinischen Kirchenbaus"
S. Giese: Germia, Michaelskirche
Mohamed Elfateh, "Creating Colonial Cities. Architecture of the Ottoman Empire in the Red Sea Region"
M. Elfateh: Rotmeerhafen Suakin
Judith Berger, "Eastnor Castle: Denkmalpflege im 21. Jahrhundert"
J. Berger: Eastnor Castle
Alexandra Lotz, "Haupt- und Landgestüt Marbach. Untersuchungen zu Baugeschichte und Kulturlandschaft"
J. Berger: Eastnor Castle
Uta K. Mense, "Sperrgebiet Peenemünde – Denkmal zwischen Glorifizierung und Grauen"
A. Lotz: Gestüt Marbach
Sebastian Reipsch, "Schützenhäuser des 19. Jahrhunderts in Thüringen – Untersuchungen zur historischen Entwicklung einer Gebäudegattung"
U. Mense: Sperrgebiet Peenemünde
Josefine Kaiser, "Querhaus und Querhausportale der Kathedrale von Santiago de Compostela"
S. Reipsch: Thüringer Schützenhäuser
Marina Budnitskaya, "The Making of Walter Gropius"
J. Kaiser: Santiago de Compostela
M. Budnitskaya: The Making of Gropius

Forschungsprogramm und Dissertationsthemen

 

 

  • In allen hier angeführten Themenkomplexen spielt als Forschungsidee die Frage der Baukultur eine Rolle. Damit ist insbesondere die kulturelle Beeinflussung von Architektur und Stadtplanung gemeint, außerdem die Wirkung, die das Planungs– oder Bauergebnis in seinem jeweiligen historischen und kulturellen Rahmen hat. Die inhaltlich abgegrenzten Themenkomplexe stellen ein Grundpotenzial dar, aus dem heraus konkrete Dissertationsthemen für eine Bewerbung als Doktorand(in) der Fachklasse entwickelt werden können. Eine Bewerbung ist auch mit anderen Themen möglich, sofern diese zur Forschungsidee passen.

     

    Entwicklungsgeschichte antiker Stadtanlagen und Großbauten von ihren Anfängen bis in nachantike Zeit: Kernthema der Forschungen ist die Untersuchung von Übergangsphasen von Bauwerken und Städten im Zusammenhang mit historisch-kulturellen Umbrüchen und der hierin sichtbar werdenden Akkulturationsprozesse. Die Forschungen werden von K. Rheidt und A. Hoffmann betrieben.

    Dörthe Blume,  »Die Baugeschichte der Domus Flavia auf dem Palatin in Rom«

    Stefan Giese,  »Die Michaelskirche von Germia in Galatien. Rekonstruktion und Bedeutung eines byzantinischen Kirchenbaus«

    Historische Baukultur im Nahen und Fernen Osten. Untersucht werden Städte, Bauweisen, Typologie und Gestaltung sowie soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen von historischer Architektur und von Stadtanlagen. Die Forschungen werden von K. Rheidt mit Kooperationspartnern durchgeführt.

  • Mohamed Elfateh,  »Creating Colonial Cities. Architecture of the Ottoman Empire in the Red Sea Region«

    Britische Landhäuser: Planungsprozesse, Gestaltung, Ausführung, gesellschaftliche und politische Aussage: Es gibt kaum eine Baugattung von so immenser sozial- und kulturgeschichtlicher Wirkung, wie das britische Landhaus, dessen Errichtung und Ausstattung eng mit der politischen Stellung oder den politischen Absichten seines Bauherrn verknüpft ist. Die Forschungen an ausgewählten britischen Landhäusern werden von L. Schmidt und K. Rheidt durchgeführt.

  • Judith Berger,  »Eastnor Castle. Denkmalpflege im 21. Jahrhundert«

    Historische Bauten und Kulturlandschaft: Bauwerke sind in ihrer Gestaltung, Konstruktion, Anordnung und Funktion Bestandteile von Kulturlandschaften. Sie stehen als industrielle, landwirtschaftliche oder militärische Anlagen unterschiedlicher Art und Dimension in Wechselbeziehung mit ihrer näheren und weiteren Umgebung. Zu diesem Themenbereich forschen K. Rheidt und L. Schmidt.

  • Josefine Kaiser,  »Querhaus und Querhausportale der Kathedrale von Santiago de Compostela«

    Konstruktionswissen in der frühen Neuzeit: Seit Jahren erforscht W. Lorenz Eisenkonstruktionen des 19. Jahrhunderts in unterschiedlichem kulturellem Umfeld. Um ein Kompendium des Konstruktionswissens im 19. Jh. und seines Beitrags zur Baukultur zu erarbeiten, sind weitere Fallbeispiele zu erforschen.

  • Architektur der frühen Moderne: Die Architektur der frühen Moderne, insbesondere des Bauhauses hat immense Wirkung auf die internationale Baukultur und wird seit Jahren von M. Droste erforscht.

    Ute Ackermann,  »Schüler-Netzwerke am Staatlichen Bauhaus Weimar 1919–1925. Eine Institutionsgeschichte«

    Marina Budnitskaya,  »The Making of Walter Gropius«

    Architektur, Stadtplanung und militärische Baustrukturen der DDR: Als abgeschlossene geschichtliche Epoche bietet die Baukultur der DDR und das umfangreiche Archivmaterial im IRS und anderen Archiven ausgezeichnete Forschungsmöglichkeiten für die Frage, welchen gesellschaftlichen Stellenwert das Bauen und die Baukultur hatte. Darüber hinaus lässt sich mit der Berliner Mauer ein wesentlicher militärischer Komplex dieser Bautätigkeit erfassen und bewerten. Die Forschungen werden von L. Schmidt und H. Kilper durchgeführt.

  • Lena Prents,  »Rezeption der Architektur der sozialistischen Moderne in der Gegenwartskunst«

    Katja Wüllner,  »Im Dienst des kulturellen Erbes. Denkmalpflege in Erfurt, Weimar und Eisenach (1945–1989)«

    Das Thema der Graduiertenschule „Historische Baukultur“ wurde aus der Fachklasse B der laufenden International Graduate School Cottbus „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“ heraus entwickelt. Im Rahmen der weitgehend abgeschlossenen Projekte der Mitglieder der Fachklasse wurden immer wieder die Fragen diskutiert, welchen Beitrag das Bauen zur Kultur einer Gesellschaft zu leisten vermag, ob und in welchem Maße die spezifische Gestaltung und technische Durchführung von Bauprojekten Ausdruck gesellschaftlicher Bedingungen ist und welchen Stellenwert das Bauen für die kulturelle Entwicklung einer Gesellschaft hat. Die Ergebnisse der Fachklasse haben deutlich gemacht, dass es notwendig ist, den Begriff „Baukultur“, der in der aktuellen Diskussion um Architektur und Städtebau einen hohen Stellenwert hat, durch die historische Perspektive aus unterschiedlichen Blickwinkeln (unterschiedliche Disziplinen, unterschiedliche historische Epochen, unterschiedliche naturräumliche und gesellschaftliche Voraussetzungen) zu hinterfragen und zu definieren.

    Die beteiligten Hochschullehrer sind in zahlreiche nationale und inter-nationale Forschungsprojekte eingebunden und beschäftigen sich innerhalb dieser Kooperationen in vielschichtiger Weise mit Themen der historischen Baukultur. Die Initiatoren der Graduiertenschule und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter/Doktoranden sind mit jeweils mehreren Forschungsprojekten an folgenden übergreifenden Themenkomplexen zu Fragen zur historischen Baukultur besonders interessiert und in ihrer Erforschung teils seit vielen Jahren besonders ausgewiesen.