Klasse "Angewandte Ökosystemforschung und Landschaftsentwicklung"
Mit Blick auf die Profilbildung der BTU und auf eine Stärkung der Themenfelder „Ökosystementwicklung“, „Rekultivierung“ und „Landschaftswandel / alternative Landnutzung“ sowie bei gleichzeitigen Streben nach Exzellenz in Forschung und Lehre ist die Graduiertenklasse „Angewandte Ökosystemforschung und Landschaftswandel“ ein strukturbildendes und fachlich verbindendes Element, das sowohl den Ansprüchen grundlagenorientierter als auch auf die Anwendung gerichteter Forschung genügt.
Das übergreifende Forschungsthema ist eine integrative Betrachtung des Landschaftswandels und ökosystemarer Zusammenhänge sowie der Funktionen und Dienstleistungen von Ökosystemen (ecosystem services) in Hinblick auf die Optimierung angepasster und nachhaltiger Landnutzungsstrategien, die den vorhergesagten Klimawandel berücksichtigen. Dabei stehen die Wechselwirkungen im System Boden-Wasser-Pflanze im Mittelpunkt des Interesses. Entsprechend bilden die Module „Klima“, „Boden“, „Wasser“ und „Organismen/Lebensgemeinschaften“ die naturwissenschaftliche Grundlage des Ansatzes.
Aus den abiotischen und biotischen Faktoren und Prozessen sind die maßgeblichen Steuergrößen zu identifizieren, die für die Planung der Landnutzung und Landschaftsentwicklung von Bedeutung sind. Dazu sind Parameter abzuleiten, die eine Generalisierung und damit eine Übertragung auf verschiedene Nutzungssysteme sowie Ökosysteme in anderen Klimaregionen ermöglichen. Die internationale Ausrichtung, in Form der Kooperation mit der Universität Alberta, Kanada, bietet dafür hervorragende Ansätze. Bei der Ableitung generalisierungsfähiger Modelle für ein nachhaltiges Landschaftsmanagements sind auch Aspekte des historischen und prähistorischen Landschaftswandels zu betrachten (Kulturlandschaftsentwicklung).
