Modul Organismen
| Xiaoying Gu BSc Environmental Engineering, Liao Ning Technical University, China MSc Environmental and Resource Management, BTU Cottbus Raum 3.16 Tel.: 0355-69-2414
„Erhaltung und Wiederherstellung einer artenreichen Fauna von Wirbellosen, insbesondere Großinsekten“ Betreuer: Prof. Dr. Wiegleb / Dr. Krawczynski, Lehrstuhl Allgemeine Ökologie
Das Necros Project begann im November 2008 am Lehrstuhl für Allgemeine Ökologie. Es konzentriert sich auf die systematische Erforschung der Aas Ökologie in Bezug auf Naturschutz, Biodiversität und hygienisch / medizinischen Problemen. Meine Forschung konzentriert sich auf die Biodiversität der Insekten an großen Tierkadavern, die Wiederherstellung der Nahrungskette ausgehend von Tierkadavern und die Beziehung zwischen Tierkadavern und Käfern. |
Photo: Alexander Kinzelt | Daniel Puppe Diplom-Biologe, TU Braunschweig
Lehrgebäude 4A Raum 3.16 Tel.: 0355- 69-2414
"Der protozoische Si-Pool in initialen und maturen Ökosystemen – Quantifizierung und Einflussfaktoren" Betreuer: Prof. Dr. Wanner, Lehrstuhl Allgemeine Ökologie;
Silizium (Si) ist das zweithäufigste Element in der Erdkruste und der globale Si-Stoffkreislauf ist über Verwitterungsprozesse und Si-Stoffflüsse in die Ozeane mit dem Kohlenstoff (C)-Kreislauf verbunden. Bei den Verwitterungsprozessen wird CO2 in Form von Hydrogencarbonat (HCO3-) fixiert und als Carbonat im Sediment gespeichert. Die Si-Stoffflüsse in die Ozeane führen zu einem gesteigerten Diatomeen-Wachstum, da diese Si zum Aufbau ihrer Zellwände benötigen. Diese einzelligen Algen machen bis zu 50 % der Gesamtbiomasse in den Ozeanen aus, weshalb sie atmosphärisches CO2 durch Photosynthese im großen Stil zu binden vermögen. Die Si-Stoffflüsse werden durch die in Böden vorkommenden mineralischen und biogenen Si-Pools beeinflusst. Der biogene Si-Pool lässt sich in phytogene, mikrobielle und protozoische Pools unterteilen. Während der Focus vieler Untersuchungen auf dem phytogenen Si-Pool liegt, ist über den protozoischen Si-Pool wenig bekannt. Dieser wird durch Thekamöben repräsentiert, einzellige beschalte Eukaryoten, die ihre SiO2-haltigen Schalen aus agglutinierten mineralischen Materialien (Xenosomen) oder synthetisierten endogenen Materialien (Idiosomen) aufbauen. Um die Bedeutung der beschalten Amöben als biogener Si-Pool in Böden zu erfassen, werden initiale und mature Standorte bewaldeter Ökosysteme untersucht. Dabei sollen der protozoische Si-Pool quantifiziert und biotische und abiotische Faktoren analysiert werden, die die Amöben-Gemeinschaften und somit die Pool-Größe beeinflussen. Die Si-Gehalte der Schalen verschiedener Thekamöben-Spezies sollen durch Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmen in Kombination mit EDX (Energiedispersive Röntgenspektroskopie) abgeschätzt werden. Durch die multitemporale Beprobung von initialen Standorten kann außerdem die Entwicklung der Thekamöben-Gemeinschaften und somit des Si Pools über einen größeren Zeitraum aufgeklärt werden. |
