3. Ergebnisse

Im Folgenden sind einige ausgewählte Ergebnisse der Befragung zu den Aspekten

  • Studienverlauf
  • Übergang in den Beruf oder ein weiteres Studium
  • Berufliche Situation

dargestellt.

3.1 Studienverlauf

Die Absolventinnen und Absolventen wurden um eine rückblickende Beurteilung der Studienangebote und -bedingungen in ihrem Fach gebeten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Zugang zu Lehrveranstaltungen, die Kontakte zu Lehrenden und Mitstudierenden und die fachliche Qualität der Lehre in allen Fächergruppen positiv bewertet werden. Andere Kriterien werden in den Fächern durchaus unterschiedlich beurteilt, was auch mit der jeweiligen Studienstruktur zusammenhängen kann. Verbessern können sich die Studiengänge in der Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen wie Fremdsprachenerwerb und wissenschaftlichen Arbeitsweisen. 

 

 

Frage: Wie beurteilen Sie die folgenden Studienangebote und -bedingungen in Ihrem Fach? Antwortskala von 1='sehr gut' bis 5='sehr schlecht, dargestellt ist die Häufigkeit (%), mit der die Antwortkategorien 1 und 2 angekreuzt wurden (ohne Promovierte).

 

Befragt nach ihrer Zufriedenheit mit dem Studium insgesamt, antworteten 71% der Teilnehmenden, dass sie zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Differenziert nach Fächergruppen bzw. Abschlussarten stellt sich das Ergebnis folgendermaßen dar:

nach Fächergruppen:

 

nach Abschlussarten:

 

73% aller Befragten würden denselben Studiengang wieder wählen und 63% wieder die BTU Cottbus.

3.2 Übergang in den Beruf oder ein weiteres Studium


Der überwiegende Teil der Bachelorabsolventinnen und –absolventen (77%), die an der Befragung teilgenommen haben, hat nach dem Abschluss ein weiteres Studium, in der Regel zum Masterabschluss, aufgenommen. Im Durchschnitt aller Absolventinnen und Absolventen trifft dies nur für 30% zu. Von den Diplom- und Masterabsolventinnen und –absolventen haben 19 bzw. 36% eine Promotion begonnen.
Da nur etwa 20% der Bachelorabsolventinnen und –absolventen gleich nach Studienabschluss eine Beschäftigung aufgenommen haben, sind verallgemeinernde Aussagen über die Beschäftigungsprognosen der BTU - Bachelorabsolventinnen und –absolventen bisher noch mit großer Unsicherheit behaftet. Durch Folgeuntersuchungen nachfolgender Jahrgänge wird hier ein klareres Bild entstehen. Wichtige Ergebnisse zur Beschäftigungssituation vom Bachelorabsolventinnen und -absolventen insgesamt liefert die bundesweite Studie des Kooperationsprojektes am INCHER Kassel, in dessen Rahmen auch die Daten der BTU erhoben wurden. Erkennbar ist aber bereits aus der vorliegenden Untersuchung, dass Master-absolventinnen und –absolventen mindestens ebenso gute Beschäftigungschancen wie Absolventinnen und Absolventen eines Diplomstudiengangs haben.
Etwa 75% der berufstätigen Absolventinnen und Absolventen arbeiteten zum Zeitpunkt der Befragung in Deutschland, davon 35% in Brandenburg (unter den Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften sind es sogar 47%) und 11% in Berlin. 13% haben in Bayern und jeweils 8% in Baden-Württemberg und Sachsen eine Beschäftigung gefunden. Von den berufstätigen ausländischen Absolventinnen und Absolventen arbeitet die Hälfte im Ausland.

 

Anm.: MNat aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht dargestellt.

3.3 Berufliche Situation


Die Absolventinnen und Absolventen, die nach dem Abschluss eine Berufstätigkeit aufgenommen haben, wurden nach Merkmalen ihres ersten Beschäftigungsverhältnisses nach Studienabschluss und des zum Zeitpunkt der Befragung aktuellen Beschäftigungsverhältnisses befragt. Im Vergleich ist festzustellen, dass die Zahl der unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse leicht zunimmt. Gravierende Unterschiede sind jedoch nicht erkennbar, weshalb im Folgenden nur auf die Beschäftigungssituation zum Zeitpunkt der Befragung eingegangen wird.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften und Informatik nur sehr wenige Absolventinnen und Absolventen die im Studium erworbenen Qualifikationen kaum oder nicht in ihrem Beschäftigungsverhältnis anwenden können. In der Fächergruppe Architektur ist dieser Anteil deutlich höher, wenn auch nicht dramatisch. Dabei geben mehr als 80% an, dass sie in Architektur- und Ingenieurbüros bzw. im Baugewerbe tätig sind. Dies könnte damit zusammenhängen, dass in diesen Fächern die Einsatzmöglichkeiten vielfältig sind, und die Absolventinnen und Absolventen daher nicht zwangsläufig bzw. sofort in eine Position kommen, in der sie die entwurfsorientierte Ausbildung, die die Architektur und auch die Stadt- und Regionalplanung in Cottbus kennzeichnet, anwenden können.

 

Anm.: MNat aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht dargestellt.

Ein Vergleich zwischen den Abschlussarten bei dieser Frage zeigt, dass Masterabsolventin-nen und -absolventen häufiger als Diplomabsolventinnen und -absolventen der Meinung sind, dass ihre im Studium erworbenen Qualifikationen in hohem bis sehr hohem Maße verwendbar sind. Bei diesem Ergebnis könnte eine Rolle spielen, dass im Prüfungsjahr 2007 noch wenig Masterabsolventinnen und –absolventen aus den klassischen (umgestellten) konsekutiven Fächern dabei waren, und der Anteil von Absolventinnen und Absolventen aus Programmen, die als Masterstudiengänge neu konzipiert wurden, recht hoch ist.
Befragt nach ihrer Gesamteinschätzung, ob sie - unter Berücksichtigung aller Aspekte der Beschäftigung (z.B. Einkommen, Status, Position, Aufgabenbereich) - diese für der Ausbildung angemessen ansehen, bejahten dies mehr 60% der Diplom- und Masterabsolventinnen und  -absolventen und über 90% der Promovierten. Aufgeschlüsselt nach Fächergruppen ergibt sich ein vergleichbares Bild wie bei der Frage nach der Verwendbarkeit der Qualifikationen (s. Tabelle unten).

 

Es wird interessant sein zu erfahren, wie sich diese Situation im weiteren beruflichen Werdegang entwickelt. Um dies zu erfahren, wird mit denjenigen Teilnehmenden der Befragung, die sich dazu bereit erklärt haben, 2011 eine Folgebefragung durchgeführt werden, auf deren Ergebnisse man bereits jetzt gespannt sein kann.
Ebenfalls interessant wird ein Vergleich mit den Ergebnissen der Befragung des Prüfungsjahrgangs 2008, die derzeit ausgewertet werden.

© BTU Cottbus, Juli 2010