Rollagglomeration und Wickelverfahren - Durchbruch in der Langfaseraufbereitung nachwachsener Rohstoffe

Sven Hildebrandt, Peter Ay

Lehrstuhl Aufbereitungstechnik

 

Seit einigen Jahren wird verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, Glasfasern als Verstärkung für Polymerwerkstoffe durch organische Fasern zu ersetzen. Solche Naturverbundwerkstoffe haben unter anderem den Vorteil, dass das Splitterrisiko geringer und eine Gewichtseinsparung möglich ist. Zudem kann eine problemlose thermische Verwertung der ausgedienten Produkte erfolgen. Mit den derzeit verwendeten Pressverfahren lassen sich nur Produkte mit geringer Strukturierung erzeugen. Vorteil verspricht hier hingegen das Spritzgießverfahren. Als Problem stellt sich hier jedoch die Fasereinbringung in die Kunststoffmatrix dar. Mit den derzeitigen Compoundierverfahren können meist nur Kurzfasergranulate hergestellt werden.

Mit den innovativen Verfahren (Rollagglomeration und Wickelverfahren), die am LS Aufbereitungstechnik entwickelt wurden, lassen sich Fasern jeglicher Art und Länge agglomerieren. Die Eigenschaften – wie z.B. Faserlänge, Abmessungen und Porosität – der Rollagglomerate und der Wickelgranulate können den weiteren Verwendungszwecken angepasst werden. So ist es möglich, sie auch zur Fluidaufbereitung und für Isolierzwecke einzusetzen.

 

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