Pressemitteilung 100/06 der BTU Cottbus vom 14. September 2006

Workshop zur Zukunft von Schloss Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg (Berlin)

Lehrstuhl Denkmalpflege der Uni Cottbus initiierte für das Deutsche Nationalkomitee Denkmalschutz diesen Workshop mit 20 Studierenden aus ganz Deutschland.

 

In dieser Woche findet ein vom Lehrstuhl Denkmalpflege der BTU Cottbus initiierter Workshop in Berlin Lichtenberg statt, der sich mit der Zukunft von Schloss Friedrichsfelde beschäftigt. In diesem Workshop beschäftigen sich 20 Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte und der Architektur - u.a. von den Unis München, Freiburg, Dresden, Münster - unter fachkundiger Beteiligung von Experten aus der Denkmalpflege damit, wie das Schloss Friedrichsfelde mit seinen schönen barocken Gartenanlagen und seinen von der Stiftung Stadtmuseum Berlin betreuten Sammlungen für die Öffentlichkeit besser nutzbar gemacht werden kann. Denn obwohl das Land Berlin Schloss und Garten mit jährlich einer halben Million € unterhält, können die 250.000 Einwohner des Bezirks Lichtenberg dieses historische Kleinod im Herzen des Bezirkes gar nicht direkt erreichen: Schloss Friedrichsfelde steht auf dem heutigen Gelände des Berliner Tierparks und ist somit nur zugänglich, wenn man zuerst den Tierparkeintritt (11€) bezahlt. Bei einer ersten Umfrage der Studierenden im Bezirk stellten sie fest, dass das Schloss überhaupt nicht im Bewusstsein der Lichtenberger verankert ist, was angesichts der besonderen Lage nicht weiter verwundert.


Fragen der Zugänglichkeit und der denkmalgerechten Nutzung des Schlosses
stehen daher im Mittelpunkt des Workshops. Schloss und Park könnten ein attraktiver Mittelpunkt des Bezirks Lichtenberg werden, dessen 250.000 Einwohner überwiegend in Plattenbauten wohnen.


Hintergrund für diesen einwöchigen Workshop ist der Wunsch des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Studenten der Architektur und der Kunstgeschichte so früh wie möglich für die Aufgaben und Ziele der Denkmalerhaltung zu sensibilisieren. Die teilnehmenden Studierenden mussten sich beim Nationalkomitee bewerben und eine Teilnehmergebühr von 100 € entrichten. Dennoch hatten sich so viele Studierende beim Deutschen Nationalkomitee beworben, dass dessen Expertengruppe die Qual der Wahl hatte.


Für die Betreuung konnten renommierte Experten gewonnen werden, insbesondere der Denkmalpfleger Georg Mörsch und die Stadtplanerin Benita von Perbandt. Die Betreuung erfolgt überdies durch Jörg Haspel und Markus Jager vom Landesdenkmalamt Berlin sowie durch Leo Schmidt und Henriette von Preuschen von der BTU Cottbus.
Am Samstag, den 16. September 2006, endet die einwöchige Veranstaltung, die das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Berlin veranstaltet hat, mit einer Präsentation der Ergebnisse vor Experten und Entscheidungsträgern im Festsaal des Schlosses Friedrichsfelde (Beginn 10:00 Uhr).

 

Weitere Informationen: Prof. Leo Schmidt, Lehrstuhl Denkmalpflege, BTU Cottbus, Tel.: 0177 270 4102