Virtuelle große Kraftwerke – eine Möglichkeit zur netzverträglichen Einbindung dezentraler Erzeugungen

Rainer Bitsch, Georg Gjardy, Thomas Woldt

Lehrstuhl Dezentrale Energiesysteme und Speichertechnik

 

Als Folge von Deregulierung und Liberalisierung des Energiemarktes sowie dem Streben nach Umwelt- und Ressourcenschonung sind bereits Tausende regenerativer/dezentraler Energieeinspeisungen in Deutschland installiert worden, weitere werden aufgrund der erneut gesetzlich festgeschriebenen Förderung in noch größerem Umfang folgen. Denn neben weiteren Windkraftanlagen im MW-Bereich wird zukünftig auch mit zig-Tausenden verteilter kleiner Kraft-Wärme-Kopplungen und PV-Anlagen im kW-Bereich in städtischen Verteilnetzen zu rechen sein. Eine völlig unkoordinierte Einspeisung dieser zu erwartenden Vielzahl von Erzeugern würde die vorhandenen Netze schnell zusammenbrechen lassen, bzw. die Zahl der Einspeiser müsste drastisch begrenzt werden. Eine Lösung dieses Problems besteht  in einer intelligenten Aggregation und aufwand-/nutzengerechten kommunikativen Einbindung, um eine Betriebsführung in Form eines virtuellen großen Kraftwerks koordiniert mit dem zentralen Netz vornehmen zu können.