Zur Bedeutung regionaler Schrumpfungs- und Abwanderungsprozesse für das umweltbezogene Handeln der Bevölkerung
Sabine Gensior, Lothar Lappe, Roald Steiner
Lehrstuhl Wirtschafts- und Industriesoziologie, Zentrum für Technik und Gesellschaft
Die Niederlausitz als periphere Region ist in ökologischer und sozioökologischer Hinsicht durch über das "Normalmaß" des Strukturwandels hinausgehende Wandlungsprozesse gesprägt: Mit dem Bedeutungsverlust des Braunkohletagebaus verlor die Region das strukturbildende Element ihrer ökonomischen Basis. De-Industriealisierung, Arbeitslosigkeit und Abwanderung vor allem junger und qualifizierter Arbeitskräfte konstituieren eine durch vielfältige Schrumpfungsprozesse gekennzeichnete Abwärtsspirale regionaler Entwicklung, die auch für die Entwicklung des Umweltbewußtseins und -handelns der regionalen Bevölkerung von Bedeutung ist. Für diese Umwelteinstellungen sind zudem die umfangreichen Maßnahmen zur Sanierung und Rekultivierung der ehemaligen Tagebauflächen von Bedeutung. Der Beitrag thematisiert diese Zusammenhänge in theoretischer und empirischer Hinsicht.
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