Denkmallandschaft „Berliner Mauer“
Das Projekt dokumentiert und analysiert die noch erhaltenen Reste und Spuren der 112 km langen Umlandmauer, die den Grenzbereich zwischen Westberlin und dem ehemaligen Bezirk Potsdam bildete. Grundlage dieser Dokumentation ist eine GPS-gestützte Bestandsaufnahme. Sämtliche Befunde werden über Objekt-, Bild- und Textdatenbanken mit den Ergebnissen der Archivrecherchen verknüpft, so dass alle objektrelevanten Informationen einfach abrufbar sind. Anhand von Luftbildern und Karten der Grenztruppen werden Verlauf und Struktur des ehemaligen Grenzstreifens nachgezeichnet. Ein Geographisches Informationssystem (GIS) ermöglicht die Verbindung von Karten- und Befundinformationen. An markanten Grenzabschnitten wird eine Gegenüberstellung aktueller und historischer Fotos erfolgen, so dass hier - ergänzt durch Textinformationen - auch die damaligen Funktionen und Nutzungen wieder nachvollziehbar werden. Es geht darum, die Aussagekraft der "Berliner Mauer" und damit ihre vielschichtige Bedeutung als Denkmal herauszuarbeiten. Dazu gehört, die häufig nur noch isoliert erhaltenen Teile der ehemaligen Grenzanlage im Kontext darzustellen, damit diese Originale – deren unmittelbarer Zeugniswert durch keine Publikation ersetzt werden kann – auch weiterhin als Teil des Systems „Grenze“ verstanden werden können.
Die webbasierte Dokumentation „Denkmallandschaft Berliner Mauer“ entsteht am Lehrstuhl Denkmalpflege der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus im Rahmen des Projektes „Die „Berliner Mauer“ als Symbol des Kalten Krieges: vom Instrument der SED-Innenpolitik zum Baudenkmal von internationalem Rang“, das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert wird.
Weitere Informationen zum Projekt:Projektleiter: Prof. Dr. Leo Schmidt, Lehrstuhl Denkmalpflege
Mitarbeiter: Dr. Axel Klausmeier, Dr. Anke Kuhrmann, Dr. Antje Mues
Fragen zur Datenbank: Antje.Mues@tu-cottbus.de