02.12.2009 um 18:00

Stéphane Hanrot

Trilogie: Praxis, Forschung, Pädagogik

Die „Architektur der Mobilität“, wie sie S. Hanrot definiert, kann Ausgangspunkt sein, urbane oder ländliche Raumkonzepte zu entwickeln: öffentliche Transportmittel, Individualverkehr wie Auto und Fahrrad und Fußgängerkonzepte. Interessant ist dabei sowohl die Geographie als Entwurfs-Ausgangspunkt – sie ist vom linearen Charakter der Infrastruktur geprägt –, wie auch verschiedene Aspekte der Bebauung, des öffentliche Raums oder von Mikro-Landschaften, die dieser Infrastruktur an den Schnittstellen ihre Wirkung verleihen. In Frankreich wird die architektonische Herangehensweise sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum heute hinterfragt. Die Bürger lehnen Optimierungen im Brücken- und Straßenbau ab, die sich ausschließlich an technischen und ökonomischen Kriterien orientieren. S. Hanrot zeigt Beispiele auf, in denen Architektur mit neu gedachten Raum-Konzepten zu Lösungen beitragen kann. Stéphane Hanrot, Professor für Architektur an der École Nationale Supérieure d’Architecture de Marseille-Luminy, wird sich insbesondere auf das Gebiet um Marseille beziehen – in der Praxis, Forschung und Pädagogik. Die Architektenschule Marseilles stellt sich im Bereich der Architektur der Mobilität als besonders innovativ heraus. Herr Prof. Hanrot wird darüber hinaus erläutern wie sich die Situation in Deutschland darstellt.