15.07.2015 um 18:00

Eva Cancik-Krischbaum

Mythos Babylon - Ein Megaprojekt und seine Geschichte

Eva Cancik-Kirschbaum studierte Altorientalistik, Klassische Archäologie, Vorderasiatische Altertumskunde und Semitistik in Tübingen, Rom und Berlin und wurde 1994 mit der Arbeit „Die mittelassyrischen Briefe aus Dur-Katlimmu/Tall Schech Hamad“ an der Eberhard Karls Universität in Tübingen promoviert. Von 1996 bis 2001 war sie Assistentin am Institut für Altorientalistik der Freien Universität Berlin, 2001 bis 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Bild, Schrift und Zahl im Kalender“ am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin. Während dieser Zeit habilitierte sie sich mit der Arbeit „Der König von Assur. Zur Organisation politischer Herrschaft in Assyrien vom 14. – 7. Jh. v. Chr.“ für Altorientalistik und ist seit 2003 Professorin für Altorientalische Philologie und Geschichte am Seminar für Altorientalistik der Freien Universität Berlin. Die Forschungsschwerpunkte von Eva Cancik-Kirschbaum sind neben der Sprache, Geschichte und Kultur der Assyrer sowie der Edition von Keilschrifttexten die Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie die politische Geschichte des Alten Orients. 2001/2002 weilte sie zu einem Forschungsaufenthalt an der École pratique des hautes études in Paris und war im darauffolgenden Jahr Gastprofessorin für Assyriologie am Collège de France. Sie ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Orient-Gesellschaft und wurde 2013 in die Berlin-Brandenburgischen Akademie für Wissenschaften aufgenommen. In ihrem Vortrag geht sie der Bedeutung des Baus von Babylon als Megastadt, Weltwunder und Ort menschlicher Hybris nach und verfolgt die historischen Spuren des Mythos Babylon zurück in das 6. Jahrhundert v. Chr.