16.11.2016 um 18:00

Jens Casper

Bestand

Der gebürtige Kölner Jens Casper studierte Architektur an der RWTH Aachen und arbeitete zunächst in verschiedenen Büros in Aachen, Köln und Berlin, wo er 2003 das Büro Realarchitektur mitbegründete. Dort leitete er unter Anderem den Umbau eines Luftschutzbunkers aus dem zweiten Weltkrieg zu einem Wohnhaus mit Ausstellungsräumen für die Sammlung Boros. „Casper machte Ernst mit der Dekonstruktion: Er nahm auseinander, baute ab, zerlegte, öffnete, spielte und erfand ein System, durch Wegnehmen neue Räume zu schaffen. Das Ergebnis ist verblüffend: rund dreitausend Quadratmeter Ausstellungsfläche, ein Raumgebilde, das sicherlich zu den spannendsten Kunstbauten der letzten Zeit gehört...“ Niklas Maak, FAZ 2008 verließ er das Büro, um neue Partnerschaften zu finden und eigene Wege zu gehen, so zum Beispiel mit dem Wohnhaus HHGO und dem Umbau des Pumpwerks Radialsystem III in Berlin. 2010 gründete er mit Marianne Müller und Olaf Kneer Casper Müller Kneer Architects, mit dem er 2011 die Galerie White Cube Bermondsey fertigstellte. Sein Werk wurde national wie international vielfach veröffentlicht und mit Architekturpreisen ausgezeichnet. Jens Casper lehrte an der TU Berlin, am AA Berlin Laboratory der Architectural Associacion und war Gastprofessor am Lehrstuhl für Bauen im Bestand an der BTU Cottbus, wo er auch den Master Studiengang Architektur.Studium.Generale leitete und derzeit mit einem Lehrauftrag am Institut für Bau- und Kunstgeschichte tätig ist. Gemeinsam mit Luise Rellensmann schrieb er für die Baunetzwoche über Experimentelle Denkmalpflege. mehr Informationen unter jenscasper.com