Investitionen in klimafreundliche Stromerzeugung

Durch die Stilllegung alter und die Modernisierung bestehender Kraftwerksanlagen leistet Vattenfall einen erheblichen Anteil zur Vermeidung von CO2-Emissionen. Durch den Bau neuer Kraftwerke mit hohem Wirkungsgrad liegen die spezifischen Kohlendioxidemissionen heute rund 25 Prozent niedriger als 1990. 

Insgesamt haben Vattenfall Europe Mining & Generation und seine Vorgängerunternehmen rund zehn Milliarden Euro in den Neubau von Kraftwerken und die Modernisierung bestehender Anlagen in Kraftwerken und Tagebauen investiert – den Großteil davon in der Lausitz. 

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, den CO2-Ausstoß der gesamten Vattenfall-Gruppe – bezogen auf den Energieeinsatz – bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Wichtiges Element ist hierbei, neben der Nutzung erneuerbarer Energiequellen, die Entwicklung klimafreundlicher Stromerzeugung aus Braunkohle.

CO2-emissionsarmes Kohlekraftwerk

Vattenfall als Technologieführer investiert rund 70 Mio. Euro in den Bau der weltweit ersten Pilotanlage für ein CO2-emissionsarmes Kraftwerk auf Braunkohlebasis am Standort Schwarze Pumpe in der Lausitz. Im Sommer 2008 soll die Pilotanlage im Betrieb genommen werden. Geplant ist eine thermische Leistung von 30 Megawatt. 

Mit den Ergebnissen aus der drei- bis vierjährigen Forschungsphase sollte bis 2015 ein Demonstrationskraftwerk die großtechnische Realisierung zeigen. Hierfür sollte ein 300-Megawatt-Block im brandenburgischen Kraftwerk Jänschwalde sowohl mit der neuen Oxyfuel-Technik als auch einer CO2-Rauchgaswäsche ausgerüstet werden. Durch die unklare Rechtslage zur Speicherung von CO2 wurde die Realisierung des Demonstrationskraftwerks von Vatenfall verschoben.  

Der Oxyfuel-Prozess

Beim Oxyfuel-Prozess wird das während der Braunkohleverbrennung anfallende Kohlendioxid nicht in die Atmosphäre entlassen, sondern im Kraftwerksprozess weitgehend (über 90 Prozent) abgeschieden und verflüssigt. Dabei wird die Kohle nicht mit Umgebungsluft, sondern in einer Atmosphäre aus rückgeführtem Rauchgas und reinem Sauerstoff verbrannt. Durch Auskondensieren kann das Kohlendioxid aus dem Rauchgasstrom getrennt und mittels Druck verflüssigt werden. In diesem Zustand lässt es sich transportieren und kann dann tief unter der Erdoberfläche oder dem Meeresgrund dauerhaft gespeichert werden. 

Erneuerbare Energien in der Lausitz

Auch die erneuerbaren Energien gewinnen in der Lausitz an Bedeutung. Vattenfall beispielsweise plant den Bau weiterer Windkraftanlagen sowie eine Biogas-Anlage. Ein Heizkraftwerk auf Biomasse-Basis produziert bereits seit Jahren verlässlich „grünen Strom“.

Das Heizkraftwerk befindet sich in Sellessen, einem Ortsteil der Stadt Spremberg. In der Anlage wird unter anderem die zuvor ungenutzte Biomasse aus dem Tagebauvorfeld zur Erzeugung von Strom und Nahwärme genutzt. Darüber hinaus laufen Versuche zum Anbau von schnellwachsenden Hölzern auf Tagebauflächen zur Nutzung als Biomasse. Das Kraftwerk mit einer installierten Gesamtleistung von 2,57 Mega­watt  produziert rund 20.000 Mega­wattstunden Strom und rund 5.600 Megawattstunden Wärme im Jahr.