Risikomanagement im Wirtschaftsrecht, Prof. Dr. Eike Albrecht
Ziel der Lehrveranstaltung soll sein, die Studierenden mit den grundlegenden rechtlichen Vorschriften und Normenkomplexen vertraut zu machen, die Auswirkungen auf die Risikosituation im Unternehmen haben. Neben haftungsbegründenden Regelungen gehören insbesondere Organisationsregelungen und Risikomanagement durch Vertragsgestaltung zu den rechtlichen Grundlagen im Risikomanage-ment.
- Abgrenzung der verschiedenen Risikobereiche (öffentlich-rechtliches, haftungsrechtliches und strafrechtliches Risiko) am Fallbeispiel
- Rechtsgrundlagen der Organisationsvorschriften
- Produkthaftung und Produktsicherheit
- Grundzüge der Betriebsorganisation aus rechtlicher Sicht
- Managementsysteme als Hilfsinstrument der Betriebsorganisation
- rechtliche Möglichkeiten des Risikomanagements (Versicherung, Vertragsgestaltung)
Risikomanagement im Chemikalienrecht, Dipl.-Wirtschaftsj. Lars Krause
Ziel der Lehrveranstaltung ist die Vermittlung neuer Anforderungen an das betriebliche Risikomana-gement vieler Unternehmen, verursacht durch das neue europäische Chemikalienrecht (REACh). Ferner werden die verwaltungsrechtlichen Pflichten für Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender von Chemikalien vorgestellt. Diese verändern bei den Betroffenen die rechtlichen Risiken. Den Teilnehmern werden neben den Veränderungen im Chemikalienrecht auch der juristische Risiko-begriff sowie die Anforderungen von REACh an das Risikomanagement der Akteure des Chemika-lienmarktes vermittelt.
Risikomanagement, Dipl.-Kffr. Sana Mehicic-Eberhardt
Besonders für Technologieunternehmen ist ein effektives Risikomanagement von zentraler Bedeu-tung. Eigenes Tun und Anforderungen von Investoren sind unter unsicheren Gegebenheiten und zeit-lichem Druck zu hinterfragen. Wie können in solchen Situationen sinnvolle Entscheidungen getroffen werden? Wie können Risiken identifiziert, analysiert und bewertet werden? Welche Instrumente kön-nen diesen Prozess unterstützen? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Risikomanagement und Ratingverfahren? Ziel der Veranstaltung ist es, einen Einstieg in diese Fragestellungen zu geben und weiterführende Gesichtspunkte anzusprechen.
Einführung in die Altlastenbearbeitung, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Spyra
Erkundung von Altlasten und Fallbeispiele, Dipl.-Ing. Robert Hotzan
Sanierung von Altlasten, Dipl.-Ing. Heiko Pilz
In der Vorlesungsreihe werden verschiedene anthropologische Einflüsse auf unterschiedliche Stand-orte beschrieben und ihre Charakteristika erklärt. Die Teilnehmer der Vorlesungsreihe erfahren, wel-che Risiken von solchen Standorten ausgehen können, wie sie bewertet und welche Methoden bei der Altlastenbearbeitung unter Beachtung wirtschaftlicher Aspekte angewendet werden können. Die Rela-tionen zwischen Notwendigkeit und geeigneten Erkundungs-, Sicherungs- und Sanierungsschritten wird erarbeitet, die Eckwerte einer Risikoanalyse beschrieben und die Planung der Wiederbewirt-schaftung solcher Flächen erläutert. In diesem Zusammenhang werden die wichtigsten gesetzlichen Regelungen und die Sicherheitsvorschriften im Rahmen des Arbeitsschutzes erklärt und vorgeschrie-bene Grenzwerte benannt. Anschließend werden die theoretischen Kenntnisse anhand von Fallbei-spielen praktisch erklärt.
Risikomanagement in Produktentwicklungsprojekten, Prof. Dr.-Ing. Ralf Woll
Die Entwicklung neuer Produkte birgt wirtschaftliche und technische Risiken, die im gesamten Pro-jektablauf von der ersten Idee bis zum Verkaufsstart behandelt werden müssen. Es wird ein Überblick über diese Aufgabe gegeben und es werden Methoden an Beispielen vorgestellt, wie technische Risi-ken präventiv gesenkt werden können. Offene Fragen bezüglich einer integrativen Behandlung tech-nischer und wirtschaftlicher Risiken und zukünftige Forschungsaufgaben werden identifiziert.
Entsorgungslogistik/Endablagerung von Abfällen, Dr.-Ing. Guntram Pötzsch
Risikomanagement in der Abfallwirtschaft, Prof. Dr.-Ing. habil. Günter Busch
Die Entsorgungssicherheit für Abfälle jeglicher Art gehört nicht nur zu den wichtigsten Vorraussetzun-gen von industriellen Standorten, deren Kosten bestimmen auch im wachsenden Maße die Wirtschaft-lichkeit der Unternehmen. Abfallminimierung und -verwertung wandeln sich aufgrund der Entwicklung der Rohstoffmärkte stärker als je zuvor vom politischen Aushängeschild zum Wirtschaftsfaktor für Unternehmen. Der Rechtsrahmen der Entsorgung wie auch der Verwertung von Abfällen ist zudem in den letzten Jahren, insbesondere durch die Wirkung des EU-Rechtes, ständig erweitert worden, so-dass rechtskonformes Handeln nur durch Kompetenzerhöhung der Unternehmen gesichert werden kann. Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick über mögliche Risiken, die im Zusammenhang mit abfallwirtschaftlichen Fragestellungen und Aufgaben verbunden sind und machen mit jüngeren und auch für die nächste Zukunft prognostizierbaren Entwicklungen der Strategien und Technologien be-kannt.
Bauliches Recycling – Produkt- und Materialrecycling am Beispiel industriell errichteter Bau-substanz, Dr.-Ing. Angelika Mettke
Das Bewusstsein für die Umwelt und ihre Veränderung führt zu einer weiteren intensiven Nutzung von Gebäuden einschließlich deren Managements. Die Wertschätzung und Erhaltung von Gebäuden und Liegenschaften sowie der Kreislauf von Baumaterialien und -produkten liegen im Blickpunkt der Lehr-veranstaltung. Beispielhaft werden Möglichkeiten und Lösungen aufgezeigt, wie materialgebundene Energie erhalten oder optimal genutzt werden kann. Vom Standpunkt der Nachhaltigkeit und der gleichzeitigen Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten werden in-novative Entwicklungen bezüglich der Rekonstruktion, der Modernisierung, des Wechsels, des Ab- und Rückbaus von Gebäuden und der Entsorgung von Bauabfällen dargestellt, diskutiert und bewer-tet. Dabei werden die vielschichtigen und speziellen Verteilungskriterien, die das zukünftige Handeln einer modernen Gesellschaft bestimmen, berücksichtigt.
Stadt- und Infrastrukturplanung, Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol/Dipl.-Ing. Jörg Walther
Die Bedeutung technischer Infrastrukturen nimmt bei der Erschließung und Revitalisierung von Sied-lungsflächen im erheblichen Maße zu. Es werden die Möglichkeiten der Nachnutzung von vorhande-nen Infrastrukturen thematisiert, ebenso wie die Anpassung an neue Standorterfordernisse bei der Reaktivierung bzw. Konversion von innerstädtischen Brachflächen sowie allgemein die Anpassung an schrumpfende und wachsende Nachfrage an Infrastrukturleistungen. Es werden in diesem Sinne alle Versorgungsbereiche der stadttechnischen Infrastruktur wie Wasser, Abwasser, Fernwärme, Strom und Gas angesprochen.