Ausstellung "Residenzpflicht – Invisible Borders"

Ausstellung Residenzpflicht - Invisible Borders"

Die Ausstellung dokumentiert anhand von Modellen, Plänen, Texten, Fotografien und einem Film die Einsperrung und Ausgrenzung von Flüchtlingen in Deutschland. Sie zeigt auf, dass viele Flüchtlinge in Deutschland keinen Anspruch auf die Wahrung ihrer Menschenrechte wie z. B. das Recht auf Bewegungsfreiheit und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit haben.

In einer begehbaren Installation aus Infowänden, Architekturmodellen, Audio- und Videoinstallationen vermittelt die Ausstellung einen Eindruck vom beklemmenden Alltag von Flüchtlingen in Deutschland. Die Ausstellung beschreibt die abstrakten Techniken zur Überwachung von Raum und Bewegung, wie etwa der Beschränkung des Aufenthalts für Flüchtlinge im Asylverfahren oder mit Duldung auf den jeweiligen Landkreis oder das Bundesland – die so genannte Residenzpflicht.

Ausführlich kommen auch die Betroffenen selbst zu Wort. Sie berichten nicht nur, was es bedeutet, der deutschen Ausländerpolitik ausgesetzt zu sein, sondern zeigen darüber hinaus auf, wo im Alltag Widerstand geleistet werden kann und muss. Dieser doppelte Zugang ermöglicht es auch Menschen, die nicht selbst von der Residenzpflicht betroffen sind, deren Auswirkungen nachzuvollziehen und das Ausmaß der Ausgrenzung zu begreifen.

Die Ausstellung konnte nach ihrer Zerstörung durch einen Brandanschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen im Januar diesen Jahres durch tatkräftige Unterstützung erneut aufgebaut werden. Im Sommer wurde sie im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin wiedereröffnet.

Dauer der Ausstellung: 8. November 2010 - 21. November 2010

 

 

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