ToleranceZone
Die Entwicklung von drahtlosen Sensornetzen muss die enge Verzahnung des Netzes mit der Umwelt, die knappen Ressourcen und die unzuverlässige drahtlose Kommunikation berücksichtigen. Diese Randbedingungen führen häufig zu transienten Störungen, wodurch die Realisierung eines langandauernden, wartungsfreien Betriebs zu einer enormen Herausforderung wird.
Das Projekt ToleranceZone hat das Ziel, grundlegende Operationen drahtloser Sensornetze mit Fehlertoleranz auf der Basis selbststabiliserender Algorithmen auszustatten und so die Grundlagen für einen Dauerbetrieb zu legen. Die geplanten Arbeiten basieren auf zwei fundamentalen Annahmen. Erstens kann Fehlertoleranz nicht durch einfaches Hinzufügen von Komponenten erreicht werden, sondern muss inhärenter Bestandteil aller Komponenten sein. Zweitens muss Fehlertoleranz eine selbstorganisierende Eigenschaft sein.
Das Projekt will den Nachweis erbringen, dass der Einsatz der Selbststabilisierung mindestens den gleichen Grad an Fehlertoleranz erbringen kann, der mit den zurzeit verfügbaren Middleware-Plattformen erreicht wird. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Bedarf an Ressourcen geringer ist und dass die Anpassung an neue Fehlerklassen inhärent gegeben ist. Der quantitative Nachweis erfolgt durch einen Vergleich von existierender Middleware-Ansätzen und einer prototypischen Implementierung der neuen Vorgehensweise.
Die erwarteten Resultate werden entscheidend das Feld der Fehlertoleranz in drahtlosen Sensornetzen vorantreiben. Am Ende des Projektes werden Algorithmen und Methoden zur Verfügung stehen, die diese Netze wesentlich näher hin zu realen Anwendungen bringen.
Laufzeit
Oktober 2011 bis Oktober 2012
Finanzierung
DFG Projekt ToleranceZone, DFG NO 625/6-1
Projektpartner
Prof. Thurau, Institut für Telematik, TU Hamburg-Harburg

