Forschungsschwerpunkte am Institut für Physik und Chemie
Die Forschung im Institut für Physik und Chemie konzentriert sich vor allem auf den Schwerpunkt
Funktionsmaterialien und Leichtbau. Dies umfasst Materialien für die Halbleiterelektronik, für die
Nutzung von Solarenergie und erneuerbaren Energien, für eine intelligente Sensorik bis hin zu
nichtmetallischen Werkstoffen für den Leichtbau und die Energietechnik. Eine wichtige Rolle spielen
Nanostrukturen und hochkorrelierte Systeme. Die Arbeiten umfassen alle Facetten: Herstellung
dieser Materialien, Charakterisierung, Modellierung, Simulation und Optimierung und reichen
damit in weitere Schwerpunktbereiche der BTU und der Fakultät.
Im Bereich der Halbleitermaterialien genießt das JointLab mit dem IHP inzwischen internationale
Anerkennung auf dem Gebiet der Silicium-Materialforschung (Photovoltaik, "Leuchtendes Silicium",
Materialcharakterisierung, Nanostrukturierung) . Neben dem Institut für Physik und Chemie
sind Lehrstühle aus der Informatik, Elektrotechnik und von der FHL beteiligt. Im Sommer
2007 wurde auf dieser Basis das Cottbus JointLab gegründet, das den Kreis der beteiligten Institutionen
unter anderem auf das Fraunhofer-IPMS (Dresden), das Hahn-Meitner-Institut (Berlin)
und den Industriepartner AMD (Dresden) ausweitet.
Weitere erfolgreiche Arbeitsfelder im Bereich der funktionalen und strukturellen Materialien befassen
sich mit Leichtbau- (Polymere, Keramiken) und mit Strukturmaterialien (Hochleistungskeramiken,
Nanostrukturen). Auf dem Gebiet der Polymere und Leichtbauwerkstoffe bestehen enge
Kooperationsbeziehungen zwischen mehreren Lehrstühlen des Instituts und der Fakultät 3 sowie
dem FhG-PYCO.
Die Aktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien werden zukünftig weiter ausgebaut.
Dazu soll vor allem der (in Wieder-Besetzung befindliche) Lehrstuhl Thermophysik mit seiner
spezifischen Ausrichtung auf Energiespeicher und passive Nutzung der Solarenergie beitragen.
Dazu kommen die vorhandenen Aktivitäten auf dem Gebiet der Materialien für die Photovoltaik
sowie die Helmholtz-Hochschul-Nachwuchs-Forschergruppe "Improving Thin Film Solar Cells by
Deliberate Interface Tailoring" an HMI/BTU, die in Verbindung mit einer Juniorprofessur von 2008
bis 2014 bewilligt wurde. Diese Aktivitäten erlauben eine Integration in die Universitätsschwerpunkte
Energie und Material und eine mittel- und langfristige Erschließung relevanter Schlüsselthemen
wie Energiesicherheit.
