Durchführung von Anbahnungsmaßnahmen in der Zusammenarbeit mit Russland in Wissenschaft, Forschung und technischen Entwicklung

Durchführung von Anbahnungsmaßnahmen in der Zusammenarbeit mit Russland
in Wissenschaft, Forschung und technischen Entwicklung

1 Ziele und Hintergrund


Deutschland und Russland schauen auf eine über zwanzig Jahre dauernde
fruchtbare Zusammenarbeit in Forschung und Technologie zurück. Seit fast
drei Jahren steht die Zusammenarbeit unter dem Dach der
"Deutsch-Russischen Strategischen Partnerschaft auf dem Gebiet der
Bildung, Forschung und Innovation"
( www.deutsch-russische-partnerschaft.de (
 http://www.deutsch-russische-partnerschaft.de/ )).
Traditionell verläuft die deutsch-russische Zusammenarbeit gerade in
der (naturwissenschaftlich-mathematischen) Grundlagenforschung sehr gut
bis exzellent. Mit dieser Ausschreibung soll dagegen vor allem das Ziel
erreicht werden, innovative anwendungsbezogene Forschungsergebnisse in
Kooperationen hervorzubringen. "Innovation" ist eine der drei Säulen der
Strategischen Partnerschaft, die gegenseitige Verzahnung der Säulen
"Bildung", "Forschung" und "Innovation" ist beabsichtigt. Die einzelnen
thematischen Schwerpunkte (s. Punkt 2 "Was wird gefördert?") richten
sich nach den sechs bilateralen Fachvereinbarungen, die zwischen dem
BMBF und dem russischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft
geschlossen wurden, aber auch nach weiteren Themengebieten, die beide
Länder für prioritär halten, etwa Forschung und Entwicklung im
Bereich der Nanotechnologien oder de Gesundheitsforschung.
Ziele der Fördermaßnahmen sind Exploration und Anbahnung von
Kooperationen im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung.
Vorzugsweise werden anwendungsnahe Projekte sowie Projekte mit
Industriebeteiligung (vor allem Kleiner und Mittlerer Unternehmen)
unterstützt. Hiermit soll auch eine Grundlage für weiterführende
Projektanträge in aktuellen Förderprogrammen des BMBF ebenso wie in den
thematischen Prioritäten des 7. Forschungsrahmenprogramms der
Europäischen Union sowie in anderen forschungsrelevanten
EU-Programmen (sowie darüber hinaus in Beteiligungen an Projekten
russischer Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen, die
thematisch dem russischen Föderalen Zielprogramm zuzuordnen sind )
gelegt werden.

2 Was wird gefördert?

Schwerpunkte der Förderung sind
Maßnahmen zur Anbahnung projektbezogener oder institutioneller
Kooperationen
Maßnahmen zur Konzeption und Planung von Projekten und Kooperationen,
deren Förderung unter einem BMBF-Fachprogramm oder einem Programm der EU
beantragt werden soll.

Es werden insbesondere Anträge in folgenden thematischen Schwerpunkten
berücksichtigt:
Laserforschung und Lasertechnik
Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK)
Biologische Forschung und Biotechnologien; Lebenswissenschaften und
Gesundheitswissenschaften
Meeres- und Polarforschung
Gewässerforschung und Umwelttechnologien; Nachhaltigkeitsforschung
Nanotechnologien.

Darüber hinaus können auch in begründeten Ausnahmefällen von
besonderer forschungspolitischer Relevanz - Anträge zu anderen
thematischen Schwerpunkten der BMBF-Fachprogramme und der
EU-Forschungsprogramme unterstützt werden.

Förderfähig sind Ausgaben für Anbahnungsreisen, für den
projektbezogenen wissenschaftlichen Expertenaustausch und für
Expertentreffen sowie thematische Projektplanungsworkshops. In
begründeten Einzelfällen können auch Ausgaben für weitere Sachkosten
(z. B. Veranstaltungskosten, besondere Kleingeräte für
Machbarkeitsstudien, die nicht der Grundausstattung der Labors
zuzurechnen sind) erstattet sowie Zuschüsse zu Personalkosten gewährt
werden.

3 Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt im Verbund mit Einrichtungen aus Russland sind
deutsche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,
forschungsaktive medizinische Kliniken sowie Unternehmen der
gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland. Anträge mit Beteiligung
von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) werden bei gleicher Qualität
bevorzugt.
 

4 Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt auf deutscher Seite durch nicht rückzahlbare
Zuschüsse z. B. zu
Reisekosten deutscher Expertinnen und Experten in die Partnerländer (i.
W. Bereitstellung von Flugtickets inklusive Erstattung von Ausgaben im
Zusammenhang mit der Erteilung von notwendigen Visa)
Kosten für Gastaufenthalte ausländischer Experten/innen in Deutschland
(derzeit: 82 Euro pro Tag, Monatspauschale ab dem 23. Tag 1.840 Euro,
Tagespauschale für einzelne Tage eines Folgemonats 61 Euro)

sowie in besonders begründeten Fällen zu
Veranstaltungskosten (z. B. Miete, Logistik)
Sachmitteln, die nicht der Grundausstattung der Labors zuzurechnen sind
(keine Ausstattung mit PCs, keine üblichen Verbrauchsmittel)
Personal (nur in besonders begründeten Fällen) auf deutscher Seite z.B.
für die Durchführung von Veranstaltungen und Antragsvorbereitung.

Projekte können in der Regel mit höchstens 25.000 Euro unterstützt
werden.
 

5 Antragsverfahren

Anträge werden nach Nutzung der elektronischen Antragstellung unter
 http://www.ewa.internationales-buero.de/?project_cat=3 vom
Internationalen Büro des BMBF entgegen genommen. Die Anträge sollen die
Ziele und die erforderlichen Maßnahmen zur Projektvorbereitung möglichst
konkret und fachlich datailliert beschreiben und die folgende
Strukturierung aufweisen:
Thema
Koordinator
Beteiligte Partner
Zusammenfassung (sowie mit Angabe des BMBF-Fachprogramms oder ggf. des
EU-Förderprogramms, auf das die Maßnahme bzw. die Projektvorbereitung
abzielt)
Strukturierter Finanzierungsplan mit Angaben zu eingesetzten
Eigenmitteln und weiteren Drittmitteln sowie Angaben zu Gesamtvolumen
und Fördervolumen des beabsichtigten Projekts
Projektbeschreibung
Beschreibung der wissenschaftlichen Zielsetzung (sowie mit Darstellung
des Bezugs zum BMBF-Fachprogramm oder ggf. zum EU-Förderprogramm, auf
das die Projektvorbereitung abzielt)
Art und Umfang der geplanten Zusammenarbeit
Arbeitsplan
Geplante Vorbereitungsmaßnahmen und vorgesehene Arbeitsschritte
Aufteilung der Arbeitspakete auf die Partner
Zeitplanung
Gründe für die Kooperation
Vorangegangene Zusammenarbeit
Qualität der angestrebten Zusammenarbeit und erkennbarer Mehrwert der
Zusammenarbeit für beide Partner
Verwertbarkeit der angestrebten Projektergebnisse
Qualifikation des Projektkoordinators sowie der Projektpartner
Schwerpunkte der bisherigen einschlägigen Arbeiten
Wichtigste einschlägige Publikationen bzw. Patente
Beteiligung jüngerer Nachwuchswissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler.

6 Entscheidungsverfahren

Aus der Vorlage eines Antrags können keine Rechtsansprüche auf
Unterstützung abgeleitet werden. Eingegangene Förderanträge werden
auf formale Korrektheit geprüft sowie fachlich begutachtet. Das
Internationale Büro des BMBF trifft eine Förderentscheidung.

6.1 Auswahlkriterien

Die Anträge werden anhand der folgenden Kriterien beurteilt:
Relevanz des Forschungsthemas aus der Perspektive forschungspolitischer
Ziele des BMBF - hier v.a. Beitrag zur Umsetzung der Fachprogramme und
ggf. der EU-Förderprogramme
Qualität und Originalität des angestrebten Forschungsansatzes
Qualifikation der Projektpartner
Qualität der angestrebten Zusammenarbeit und erkennbarer Mehrwert für
die deutsche(n) Partnereinrichtung(en)
Erfolgsaussichten und Nachhaltigkeit der Projektanbahnungen bzw.
Pilotmaßnahmen
Verwertbarkeit der angestrebten Projektergebnisse
Beteiligung von Nachwuchswissenschaftlern
Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Maßnahme.

6.2 Antragsfristen

Anträge werden laufend entgegengenommen und bearbeitet.7 Fachliche
Information und Beratung
Ansprechpartner im Internationalen Büro des BMBF
Internationales Büro des BMBF
beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
 http://www.internationales-buero.de (
 http://www.internationales-buero.de/ )
Ansprechpartner für die Themen Biologische Forschung und
Biotechnologien/ Lebenswissenschaften und Gesundheitswissenschaften;
Meeres- und Polarforschung; Gewässer- und Umweltforschung/
Nachhaltigkeitsforschung; Nanotechnologien:
Dr. Martin Sandhop
Tel.: +49-228-3821 469
Fax: +49-228-3821 444
E-Mail:  martin.sandhop[at]dlr.de

Ansprechpartner für die Themen Laserforschung und Lasertechnik;
Informations und Kommunikationstechnologien (IuK):
Stefan Klumpp
Tel.: +49-228-3821 457
Fax: +49-228-3821 444
E-Mail:  stefan.klumpp[at]dlr.de
Für Beratungen zu den Förderprogrammen des BMBF geben auch die
Projektträger Auskunft. Information, Adressen und Ansprechpartner:
Förderberatung des BMBF
Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich (PtJ)
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
E-Mail:  foerderinfo[at]bmbf.bund.de
Internet:  http://www.foerderinfo.bmbf.de (
 http://www.foerderinfo.bmbf.de/ )

Gebührenfreie Hotlines:
Forschungsförderung: 0800-2623 008
KMU-Förderung: 0800-2623 009
Über die EU-Förderprogramme informieren und beraten die Nationalen
Kontaktstellen der Bundesregierung. Das deutsche Portal zum 7. FRP unter
 http://www.forschungsrahmenprogramm.de (
 http://www.forschungsrahmenprogramm.de/ ) bietet Erstinformationen,
Adressen und Ansprechpartner der Nationalen Kontaktstellen. Vor
Antragstellung beim Internationalen Büro empfiehlt sich in jedem Fall
eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Nationalen Kontaktstelle.Links

Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:easy - Das Antrags-
/Angebotsverfahren ( www.kp.dlr.de/profi/easy/ )
(  http://www.kp.dlr.de/profi/easy/ )
Das elektronische Antrags-/Angebotssystem erleichtert die Beantragung
einer Projektförderung durch die Möglichkeit, Anträge am PC unter
Nutzung integrierter Hilfefunktionen zu erstellen und auszudrucken.
(URL:  http://www.kp.dlr.de/profi/easy/)

Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:Der BMBF-Formularschrank (
 http://www.kp.dlr.de/profi/easy/formular.html )
(  http://www.kp.dlr.de/profi/easy/formular.html )
Im BMBF-Formularschrank finden Sie weitere Informationen, wie
Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen (URL:
 http://www.kp.dlr.de/profi/easy/formular.html)

Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:Förderdatenbank (
 http://db.bmwa.bund.de/ )
(  http://db.bmwa.bund.de/ )
Die Förderdatenbank des Bundes beim BMWi gibt einen aktuellen Überblick
über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU für die
gewerbliche Wirtschaft. Sie enthält die vollständigen Richtlinientexte
sowie zusätzliche, vertiefende Informationen. (URL:
 http://db.bmwa.bund.de/)
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Hannoversche Straße 28 - 30
D - 10115 Berlin
Telefon: (030) 18 57 - 0
Fax: (030) 18 57 - 55 03
E-Mail:  information[at]bmbf.bund.de
URL:  http://www.bmbf.de (  http://www.bmbf.de/ )
Dies ist keine amtliche Bekanntmachung, sondern dient nur zu Ihrer
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Katharina Mardek
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Forschung und Kultur
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Referat 25
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T.: 0049-331-8664822
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