Lehrveranstaltungen (nach Semester sortiert)
Seminar Anleitung zum Wissenschaftlichen Arbeiten (150113)
Prof. Dr. phil. habil. Karsten Weber
apl. Prof. Dr. phil. habil. Hans Friesen
apl. Prof. Dr.phil.habil. Thomas Zoglauer
Di 17:30 - 19:00, A/B Woche, 03.04.2012 bis 10.07.2012, ZHG / Seminarraum 2, ZHG
Vorlesung Philosophie der Aufklärung (150121)
apl. Prof. Dr.phil.habil. Thomas Zoglauer
Mi 09:00 - 11:00, Einzel, am 18.07.2012, LG 1A / Hörsaal 1, LG 1A
Mi 09:15 - 10:45, A/B Woche, 23.05.2012 bis 11.07.2012, LG 1A / Raum 304 (Hörsaal), LG1A
Mi 09:15 - 10:45, Einzel, am 16.05.2012, ZHG / Seminarraum 4, ZHG
Mi 09:15 - 10:45, A/B Woche, 04.04.2012 bis 09.05.2012, LG 1A / Raum 304 (Hörsaal), LG1A
Die Aufklärung ist eine Schlüsselepoche der europäischen Kulturgeschichte. Neue philosophische und politische Ideen (z.B. Menschenrechte, Gewaltenteilung, Trennung von Staat und Kirche) führten zu einer Revolution der Gesellschaft und des Geistes und wirkten bis heute prägend. Diese Vorlesung behandelt systematisch die Entwicklung auf verschiedenen Gebieten der Philosophie in dieser Epoche, z.B. in der Erkenntnistheorie, Naturphilosophie, Ethik, politischen Philosophie, Kultur-, Geschichts- und Religionsphilosophie und zeigt auch die wechselseitigen Einflüsse zwischen Philosophie, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft auf. Themen sind u.a.: der Prozess der Säkularisierung, das mechanistische Weltbild, Naturrechtsethik, neue Formen der Wissensorganisation und die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen.
Seminar Die sprachpragmatische Wende in der Philosophie des 20. Jahrhunderts (150122)
apl. Prof. Dr.phil.habil. Thomas Zoglauer
Di 09:15 - 10:45, A/B Woche, 03.04.2012 bis 10.07.2012, ZB VI / ZB VI.01
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt sich die Sprachphilosophie als neue Grundlagendisziplin der Philosophie durchzusetzen. Dieser „linguistic turn“ strahlt weit über die Philosophie hinaus und beeinflusst auch andere Disziplinen wie die Linguistik, Kommunikationstheorie und Kulturwissenschaften. Ausgehend von den „Philosophischen Untersuchungen“ Ludwig Wittgensteins wollen wir ausgewählte Texte der „Ordinary Language Philosophy“ behandeln, insbesondere aus dem Bereich der Ethik (Hare), Metaphysik (Strawson), Philosophie des Geistes (Ryle) und Erkenntnistheorie (Quine).
Seminar Verantwortung für zukünftige Generationen (150123)
apl. Prof. Dr.phil.habil. Thomas Zoglauer
Di 13:45 - 15:15, A/B Woche, 03.04.2012 bis 10.07.2012, ZB VI / ZB VI.04
Die Folgen technischen Handelns reichen über den gegenwärtigen Zeithorizont hinaus und erstrecken sich weit in die Zukunft. Viele Betroffene sind heute noch gar nicht geboren. Für die Philosophie und Ethik ergeben sich daraus fundamentale Fragen und Probleme wie z.B.: Haben wir gegenüber potenziellen Personen, d.h. noch nicht geborenen Menschen und zukünftigen Generationen, die gleiche Verantwortung wie gegenüber heute lebenden Menschen? Sind die zeitlichen Nah-Folgen unseres Handelns stärker zu berücksichtigen als die langreichweitigen Fern-Folgen? Nimmt die Folgen-Verantwortung im Zeithorizont der Zukunft zeitlich ab? Dürfen wir künftigen Generationen höhere Lasten aufbürden, um unseren gegenwärtigen Lebensstandard zu sichern oder zu steigern? Wir werden uns in diesem Seminar sowohl mit diesen theoretischen Fragen als auch mit deren praktischen Konsequenzen beschäftigen: z.B. in Bezug auf die Endlagerung radioaktiven Mülls, die Bewältigung des Klimawandels, die Nutzung und Ausbeutung von natürlichen Ressourcen und die soziale Generationengerechtigkeit (Stichwort: Staatsverschuldung).
Seminar Aktuelle Probleme der Technikphilosophie (150124)
apl. Prof. Dr.phil.habil. Thomas Zoglauer
In diesem Seminar werden wir ausgewählte aktuelle Texte zur Technikphilosophie lesen und diskutieren. Themen: Technische Artefakte, Funktion und Design, Konstruktions- und Entwurfsprozesse in der Technik (Designing), Technisches Wissen, Soziotechnische Systeme, soziale Einflüsse auf die technische Entwicklung, Risikoforschung.
Das Seminar wird als Blockseminar veranstaltet. Die Zeiten werden in einer Vorbesprechung am Freitag, den 13.04.2012, 14.00-15.30 Uhr, im LG 10, Raum 113 (Lehrstuhlbibliothek) vereinbart.
Seminar Ausgewählte Probleme der Rechtsphilosophie (150125)
apl. Prof. Dr.phil.habil. Thomas Zoglauer
Markus Wolf
Mi 13:45 - 15:15, A/B Woche, 04.04.2012 bis 11.07.2012, LG 1A / Raum 304 (Hörsaal), LG1A
In komplexen pluralistischen Gesellschaften werden die naturwüchsigen moralischen Überzeugungen der Individuen ("Sittlichkeit") durch die formal regulierten und legitimierten Normen des Rechts ergänzt bzw. ersetzt. Das Recht besitzt für die normative Selbstregulation und Konfliktlösung in modernen Gesellschaften zentrale Bedeutung. Im Medium des Rechts findet eine "Rationalisierung" sozialer, politischer und moralischer Konflikte statt, die für die Technikakzeptanz- und Technikfolgenforschung sowie die Technikethik ebenso wie für die Kulturphilosophie und Kulturkritik relevant ist.
Das Seminar wird sich auf die Spuren dieser Rationalisierung begeben, indem es in grundlegende Begriffe, Theorien und aktuelle Probleme der Rechtsphilosophie und Rechtstheorie einführt. Zudem werden aktuelle Diskussionen beispielsweise um das "Feindstrafrecht", das Folterverbot und den Menschenwürdegrundsatz thematisiert. Mögliche Themen des Seminars sind darüber hinaus der komplexe Zusammenhang von Recht und Moral, die Frage nach dem Verhältnis von Recht und Gewalt, Straftheorien, der Streit um die naturrechtliche vs. die positivistische Grundlegung des Rechts sowie Probleme der Rechtsinterpretation und der Abwägbarkeit von Menschenwürde. Das Seminar setzt die Bereitschaft zur Einarbeitung in die Thematik und die Lektüre der bereitgestellten Texte aber keine rechtsphilosophischen Vorkenntnisse voraus.
Literatur zur Einführung
Winfried Brugger, Stephan Kirste und Ulfrid Neumann (Hrsg.): Rechtsphilosophie im 21. Jahrhundert. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2008
Jules Coleman und Scott Shapiro (Hrsg.): The Oxford Handbook of Jurisprudence and Philosophy of Law. Oxford: Oxford University Press 2004.
Arthur Kaufmann, Winfried Hassemer und Ulfried Neumann. (Hrsg.): Einführung in die Rechtstheorie der Gegenwart. Heidelberg: Müller 2011 (8. Aufl.)
Mathias Kaufmann: Rechtsphilosophie. Freiburg i. Br.: Alber 1996
Norbert Hoerster: Was ist Recht? Grundfragen der Rechtsphilosophie. München: Beck 2006
Norbert Hoerster (Hrsg.): Recht und Moral: Texte zur Rechtsphilosophie. Stuttgart: Reclam 1986.
Gustav Radbruch: Rechtsphilosophie, hrsg. v. Ralf Dreier und Stanley Paulson, Heidelberg: Müller 2003 (2. Aufl.)
Kurt Seelmann: Rechtsphilosophie. München: Beck 2010.
Vorlesung Ökonomik und Philosophie (150131)
PD Dr. phil.habil. Steffen Groß
Mo 09:15 - 10:45, A/B Woche, 02.04.2012 bis 09.07.2012, LG 1A / Raum 304 (Hörsaal), LG1A
Grundthema der Reihe ist die Betrachtung des Zusammenhangs von Philosophie und Kulturwissenschaften an einem konkreten Beispiel, der modernen Volkswirtschaftslehre. In welchen Beziehungen stehen Philosophie und VWL, welche Wechselbeziehungen gibt es, wie wirkt sich philosophisches Denken in den Wirtschaftswissenschaften aus und auf welche Weisen wird es kulturell wirk- bzw. gestaltmächtig? Vor allem die unbefragten philosophischen und ideengeschichtlichen Voraussetzungen der Ökonomik sollen in den Blick kommen.
Ziel ist die Erarbeitung eines kritischen Selbstverständnisses der Kulturwissenschaften und der kulturwissenschaftlichen Forschung und Lehre. Es geht um die Entwicklung eines Bewußtseins für die Rolle der Kulturwissenschaften bei der Gestaltung der kulturellen Lebenswirklichkeit, d.h. um ein Verständnis für die Gestaltmächtigkeit gerade wirtschaftswissenschaftlicher Theorien und Modelle und dafür, daß Ideen Wirkungen entfalten, die deutlich über den Bereich hinausgehen, für den sie ursprünglich entwickelt wurden.
Die Behandlung von Philosophie und Volkswirtschaftslehre ist vor dem Hintergrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen wie auch politischen Krise besonders interessant. Zeiten der Krise sind Zeiten auch der kritischen Selbstprüfung. So deutet einiges auf eine Neu- bzw. Umorientierung der Volkswirtschaftslehre hin, nachdem wesentliche Paradigmen, die die Wirtschaftstheorie und -politik der vergangenen Jahrzehnte bestimmt haben, als gescheitert angesehen werden müssen. Die Wirtschaftskrise ist mithin auch eine Orientierungskrise der Wirtschaftstheorie. Wie ist es dazu gekommen? Die Antwortsuche muß eine Vergewisserung über die eigene Herkunft, über die philosophischen und geisteswissenschaftlichen Kontexte, in denen die Wirtschaftstheorie entstanden ist, einschließen. Lösungen könnten etwa im Rückgriff auf nicht weiterverfolgte Ansätze und in deren Weiterentwicklung gesucht werden. Anliegen des Moduls ist es mithin auch, Aufklärung hinsichtlich unserer gegenwärtigen Verfassung zu leisten. Es geht darum, Orientierungswissen und Urteilsvermögen in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Phänomene und in Hinblick auf die Funktionsweisen zentraler Institutionen zu entwickeln. Dazu werden wir immer wieder auf „den Markt“ zu sprechen kommen, denn Aufklärung über das Zustandekommen, die Entwicklung, Funktionen und Ordnung von Märkten tut besonders Not.
Seminar Ökonomik und Philosophie – Seminar 1 (150132)
PD Dr. phil.habil. Steffen Groß
Mi 15:30 - 17:00, A/B Woche, 11.04.2012 bis 11.07.2012, ZB VI / ZB VI.03
Die TeilnehmerInnen am Modul besuchen eines der Seminare 1 oder 2. Die Seminare sind (weitgehend) inhaltsgleich.
Im Seminar werden die in der Vorlesung skizzenhaft umrissenen Problemfelder auf der Basis der Lektüre von "klassischen" und aktuellen Texten vertiefend diskutiert. Dafür wird eine Textsammlung vorbereitet und als PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Die Seminarthemen werden jeweils von einer Arbeitsgruppe vorbereitet und in einer Präsentation vorgestellt. Dazu gehört auch die Vorbereitung und Leitung der Diskussion.
Seminar Ökonomik und Philosophie – Seminar 2 (150133)
PD Dr. phil.habil. Steffen Groß
Do 09:15 - 10:45, Einzel, am 12.04.2012, HG / Raum HG 0.20, HG
Do 09:15 - 10:45, A/B Woche, 19.04.2012 bis 12.07.2012, ZHG / Seminarraum 1, ZHG
Die TeilnehmerInnen am Modul besuchen eines der Seminare 1 oder 2. Die Seminare sind (weitgehend) inhaltsgleich.
Im Seminar werden die in der Vorlesung skizzenhaft umrissenen Problemfelder auf der Basis der Lektüre von "klassischen" und aktuellen Texten vertiefend diskutiert. Dafür wird eine Textsammlung vorbereitet und als PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Die Seminarthemen werden jeweils von einer Arbeitsgruppe vorbereitet und in einer Präsentation vorgestellt. Dazu gehört auch die Vorbereitung und Leitung der Diskussion.
Übung Ökonomik und Philosophie – Übung 1 (150134)
PD Dr. phil.habil. Steffen Groß
Mo 13:45 - 15:15, A/B Woche, 16.04.2012 bis 09.07.2012, /
Die Übung dient der Kleingruppen-Vorbereitung auf das Seminar 1. Daran nimmt jeweils diejenige Arbeitsgruppe teil, die am folgenden Termin eine Seminarpräsentation leistet.
Übung Ökonomik und Philosophie – Übung 2 (150135)
PD Dr. phil.habil. Steffen Groß
Di 13:45 - 15:15, A/B Woche, 17.04.2012 bis 10.07.2012, /
Die Übung dient der Kleingruppen-Vorbereitung auf das Seminar 2. Daran nimmt jeweils diejenige Arbeitsgruppe teil, die am folgenden Termin eine Seminarpräsentation leistet.
Seminar FAMILIE: Mythos – Technik - Liebe (150136)
PD Dr. phil.habil. Steffen Groß
Orte und Zeiten siehe Veranstaltungsplan!
Beginn: 11. April 2012
Veranstaltungsorte: Staatstheater Großes Haus und Kammerbühne; die Gesprächsveranstaltungen finden im Probenzentrum des Staatstheaters, Lausitzer Straße 31, statt.
Das Staatstheater Cottbus hat die Familie in den Mittelpunkt des Spielplans 2011/2012 gestellt. Mit Inszenierungen, die Generations- und Geschlechterprobleme untersuchen, mit Spielplanangebote für alle Altersgruppen und mit einem familienfreundlichen Besucher- und Mitarbeiterklima soll das Thema auf vielfältige Weise behandelt werden.
Nach den guten Erfahrungen mit der Ringvorlesung "Theater - Kunst trifft Wirklichkeit" im Wintersemester 2009/2010 unter der Leitung von Prof. Klaus Kornwachs und Dr. Steffen Groß wollen die Theatermacher eine zweite Runde im Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft eröffnen. Für eine Auseinandersetzung über Traditionen, aktuelle Lebensbedingungen und Perspektiven des Zusammenlebens von Geschlechtern und Generationen im Familienverbund gibt es in Cottbus, an der Universität wie in der Stadt, viele sachkundige Partner. Mit ihrer Hilfe und unterstützt durch den einen oder anderen Gast soll eine der Probebühnen des Theaters erneut in ein Forum für spannende Debatten und Dispute verwandelt werden.
Begleitet werden sollen die Streitgespräche von vier Theaterbesuchen und Gesprächen mit den Theatermachern. Direkte Bezüge zwischen Theaterinszenierung und Vorlesungsthemen sind nicht erforderlich.
Folgende Inszenierungen werden besucht:
DANTON Büchner
nach Georg Büchners Drama "Dantons Tod" Geschichte der Familie zwischen Altertum und Moderne
FAMILIENBANDE!
Ein Spektakulum mit vier Inszenierungen und einem Liederabend: Familie der Gegenwart: Warum heiraten?
Brecht KLEINBÜRGERHOCHZEIT Bukowski STEINKES RETTUNG
Walser /Ott DIE GANZE WELT
LaBute IN EINEM FINSTERNE HAUS
ANATEVKA
Musical von Joseph Stein, Jerry Bock und Sheldon Hanrick Generationskonflikte und Traditionen
DER LADEN
Schauspiel von Holger Teschke nach dem gleichnamigen Roman von Erwin Strittmatter Erster Abend. Eine Familie in der Lausitz zwischen Kaiserreich und Sozialismus
Kartenpreis für Studenten 5 Euro
ermäßigte Karten beim Kauf aller 4 Aufführungen
Termine
11.4., 18 Uhr
Großes Haus: Theaterführung für alle Interessenten
Vorstellen des Vorlesungsprogramms Techn.-Organisatorisches zu den Theaterbesuchen
18.4., 19 Uhr
Probenzentrum: 'Über den Ursprung der Familie' Prof. Zimmerli, BTU Cottbus, Probst Thomas Besch von der Kath. Kirche St. Maria Friedenskönigin CB
25.4., 19.30 Uhr
Kammerbühne: DANTON Büchner
2.5, 18 Uhr
Probenzentrum: Diskussion zur Inszenierung mit Dramaturgie und Schauspielern
8.5., 19 Uhr
Großes Haus: FAMILIENBANDE. Ein Spektakulum
9.5., 18 Uhr
Probenzentrum: Diskussion zur Inszenierung Regisseur, Dramaturgie und Schauspielern
16.5., 18 Uhr
Probenzentrum: 'Wie Familien wohnen'
23.5., 18 Uhr
Probenzentrum: 'Überforderte Eltern?'
Prof. Wolfgang Melzer, TU Dresden;
Klaus Farin, Schriftsteller, begründete 1997 das Archiv der Jugendkulturen
30.5., 18 Uhr
Probenzentrum: Vom Segen der Haushaltstechnik
12.6., 19.30 Uhr
Großes Haus: ANATEVKA Musical
13.6., 18 Uhr
Probenzentrum: Diskussion zur Inszenierung
Dramaturgie und Darsteller
19.6., 19.30 Uhr
Großes Haus: DER LADEN. Erster Abend
20.6., 18 Uhr
Probenzentrum: Diskussion zur Inszenierung
27.6., 18 Uhr
Probenzentrum: Familienpolitik in Deutschland im 20. Jahrhundert
4.7. , 18 Uhr
Probenzentrum: Reflexion zur Veranstaltung
Seminar Einführung in die Allgemeine Technologie: Umriss einer Theorie der Technik Introduction to the General Technology (150142)
Prof. Dr. Gerhard Banse
Di 13:15 - 15:15, Einzel, am 24.04.2012, /
- 09:00 - 17:00, Block Woche, 16.07.2012 bis 17.07.2012, HG / Raum HG 0.17, HG
Allgemeine Technologie zielt auf die Erfassung, Systematisierung und Darlegung des Gemeinsamen und Invarianten technologischer Prozesse und seiner Bestandteile auf unterschiedlichen Ebenen. In der Lehrveranstaltung werden, ausgehend von Johann Beckmanns "Entwurf der allgemeinen Technologie" aus dem Jahre 1806, (1) die historische Entwicklung einer derartigen verallgemeinernden technikwissenschaftlichen Vorgehensweise nachgezeichnet, (2) unterschiedliche Technologiebegriffe mit ihren Konsequenzen für Verständnis und Gestaltung technologischer Prozesse diskutiert, (3) technologische Grundvorgänge und die Phasenstruktur technologischer Prozesse charakterisiert sowie (4) in die technische "Ontogenese" und "Phylogenese" eingeführt.
Ein Leistungsnachweis ist über ein Referat oder eine Hausarbeit möglich.
Themen
- Johann Beckmann und die Gegenwart - Zur Notwendigkeit einer Allgemeinen Technologie
- Johann Beckmann als Begründer der Wissenschaft Technologie
- Verallgemeinernde technologische Sichtweisen im 19. Jahrhundert
- Differenzierungs- und Integrationstendenzen in der Wissenschaft Technologie im 20. Jahrhundert
- Grundlegungen einer Allgemeinen Technologie in der Gegenwart
- Technologische Grundvorgänge und ihr System
- Produktionsprozss und Technologie
- Technisches Herstellungshandeln I
- Erkenntnisprozesse und Erkenntnismethoden in den Technikwissenschaften
- Technisches Herstellungshandeln II
- Konzepte technologischer "Phylogenese"
Vorlesung Geschichte der Naturwissenschaften (150161)
Prof.Dr. Hubert Laitko
Di 13:45 - 15:15, Einzel, am 08.05.2012, GH / Großer Hörsaal
Di 13:45 - 15:15, A/B Woche, 03.04.2012 bis 10.04.2012, ZHG / Audimax 2, ZHG
Di 13:45 - 15:15, A/B Woche, 15.05.2012 bis 10.07.2012, ZHG / Audimax 2, ZHG
Di 13:45 - 15:15, A/B Woche, ab 24.04.2012, ZHG / Audimax 2, ZHG
Di 13:45 - 15:15, Einzel, am 17.04.2012, LG 1C / Hörsaal 3
Die für zwei Semester konzipierte Vorlesung ist auf die Bedürfnisse eines kulturwissenschaftlichen Studienganges eingestellt. Sie erörtert an ausgewählten Themenkomplexen die Historizität und kulturelle Relevanz der Naturerkenntnis als bedingtes und bedingendes Moment des Entwicklungszusammenhangs menschlicher Gesellschaften. Der Akzent dieser Vorlesung liegt weniger auf der Begriffs- und Theoriengeschichte als vielmehr auf dem soziokulturellen Kontext, in dem sich die Erkenntnis der Natur vollzieht, doch sie verfolgt von Fall zu Fall auch den gesamten Bogen von der Ideengenese über die Ausformung, Durchsetzung und institutionelle Fixierung der epistemischen Paradigmen bis hin zu ihren mannigfachen und nicht selten ambivalenten Konsequenzen für die menschliche Lebenspraxis.
Insgesamt ist die Vorlesung chronologisch geordnet, aber es ist nicht beabsichtigt (und wäre innerhalb von zwei Semestern auch nicht möglich), einen zeitlich lückenlosen Überblick über die Evolution der Naturerkenntnis von der Antike bis zum 20. Jahrhundert zu geben. Vielmehr werden einige große Perioden ausgewählt, die herausragende Stufen der Naturerkenntnis darstellen, und in ihren inneren Zusammenhängen näher diskutiert.
Die Darstellung ist nicht auf einzelne Disziplinen eingeschränkt, aber aus der Wahl der thematischen Schwerpunkte ergibt sich eine gewisse Hervorhebung von Astronomie, Physik und Biologie.
In jedem Semester werden drei große Komplexe erörtert.
Sommersemester 2012:
1. Anthropogenese, Herausbildung des menschlichen Erkenntnisvermögens und Akkumulation vorwissenschaftlicher Naturerfahrung in frühen Gesellschaften
2. Aufkommen theoretisch-philosophischer Naturreflexion in der Antike und Wendung zur Empirie
3. Entstehung, experimentell-methodische Ausprägung und institutionelle Fixierung der neuzeitlichen Naturwissenschaft
Wintersemester 2012/13:
4. Genese der biologischen Evolutionstheorie und Erkundung der Natur als Evolutionszusammenhang
5. Erosion und Überwindung des Denkrahmens der klassischen Naturwissenschaft: Quantentheorie und Relativitätstheorie
6. Forschung, Entwicklung, Innovation. Naturwissenschaft als omnipräsentes und ambivalentes Element im Lebenszusammenhang moderner Gesellschaften
Seminar Carl G. Hempel - Aspects of Scientific Explanation (150181)
Jakob Meier
Di 17:30 - 19:00, A/B Woche, 03.04.2012 bis 10.07.2012, ZB VI / ZB VI.04
Among the many factors that have prompted and sustained inquiry in the diverse fields of empirical science, two enduring human concerns have provided the principal stimulus for man's scientific efforts.
One of them is of practical nature. Man wants not only to survive in the world, but also to improve his strategic position in it. This makes it important for him to find reliable ways of foreseeing changes in his environment and, if possible, controlling them to his advantage. The formulation of laws and theories that permit the prediction of future occurrences are among the proudest achievements of empirical science.
The second basic motive for man's scientific quest is independent of such practical concerns; it lies in his sheer intellectual curiosity, in his deep and persistent desire to know and to understand himself and his world.
But, what is the nature of explanations empirical science can provide?
This fundamental question will be answered in the seminar by reading the above-mentioned text.
Carl G. Hempel: Aspects of Scientific Explanation, in: id. Aspects of Scientific Explanation and other Essays in the Philosophy of Science, pp. 331-496.
Further literature will be announced in the seminar.
Seminar Die Maschinenmetapher. Einführung in die Technikphilosophie (150182)
Jakob Meier
Di 19:30 - 21:00, A/B Woche, 03.04.2012 bis 10.07.2012, ZB VI / ZB VI.04
"Wissen ist Macht." hat Francis Bacon von Verulam geschrieben und meinte damit vordergründig keine politische, sondern eine genuin praktische. Dies wird vor dem Hintergrund eines modernen, naturwissenschaftlichen Konzeptes von Erkenntnis, welches die antik-mittelalterliche Auffassung von Wissenschaft explizit verneinte, verständlich. Denn aufgrund der Annahme, das Wesen der Dinge bestünde in einer bestimmten Zusammensetzung erster unteilbarer Korpuskel, Atome oder Partikel, darf geglaubt werden, dass ein Wissen um diese Zusammensetzung und die sich daraus ergebenden Wirkzusammenhänge es dem Menschen erlaube, frei die Formen von Eigenschaften zu kombinieren, um so neue "Dinge" zu konstruieren. Weil "es in der Mechanik keine Gesetze [gibt], welche nicht auch in der Physik gälten, von der sie nur ein Teil oder eine Unterart ist", versuchte René Descartes, "aus den sichtbaren Wirkungen und Teilen der Naturkörper zu ermitteln, wie ihre Ursachen und unsichtbaren Teilchen beschaffen sind." (Die Prinzipien der Philosophie (1644), Hamburg, 81992, S. 245f.). Damit wird "die Maschine nicht nur zum Modell, sondern zu einem 'Pars pro toto', das die Gesetzmäßigkeit des Universums im Universum repräsentiert." (Kogge, Blinde Spiegel. Zur Konzeption der künstlichen Maschine bei Leibniz, 2001, S. 628).
Ziel des Seminars ist es, durch die Lektüre ausgewählter Texte ein Verständnis der neuzeitlichen Konzeption der "Maschinenmetapher" zu erarbeiten.
Bacon, Francis: Neues Organon, Wolgang Krohn (Hrsg), Hamburg, Felix Meiner, 1990.
- Valerius Terminus (VT), in: The works of Francis Bacon, III, ed. Spedding, Ellis u. Heath, London, 1857-1874, Stuttgart, frommann-holzboog, ND 1989, S. 199-258.
- Descriptio Globi Intellectualis, in: The works of Francis Bacon, III, ed. Spedding, Ellis u. Heath, London, 1857-1874, Stuttgart, frommann-holzboog, ND 1989, S. 727-768.
- New Atlantis, in: The works of Francis Bacon, III, ed. Spedding, Ellis u. Heath, London, 1857-1874, Stuttgart, frommann- holzboog, ND 1989, S. 119-166.
Descartes, René: Meditationes de prima philosophia (1641), Hamburg, Felix Meiner, 1992.
- Die Prinzipien der Philosophie (1644), Hamburg, Felix Meiner, 1992.
- Discours de la méthode (1637), Übers. und hrsg. von Lüder Gäbe, Hamburg, Felix Meiner, 21997.
Garber, Daniel: Leibniz: Physics and Philosophy, in: Nicholas Jolley (ed.), The Cambridge Companion to Leibniz, Cambridge, University Press, 1995, S. 270-352.
Kogge, Werner: Blinde Spiegel. Zur Konzeption der künstlichen Maschine bei Leibniz, in: Hans Poser (Hrsg.), Nihil sine Ratione, Bd. 2, Hanover, Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft, 2001, S. 628-635.
Kotarbiński, Tadeusz: The development of the main problem in the methodology of Francis Bacon, in: Studia Philosophica I, 1935, S. 107- 117.
Krüger, Lorenz: Rationalismus und Entwurf einer universalen Logik bei Leibniz, Frankfurt a. Main, Vittorio Klostermann, 1969.
Leibniz, Gottfried, Wilhelm: Betrachtungen über die Erkenntnis, die Wahrheit und die Ideen, in: G. W. Leibniz, Hauptschriften zur Grundlegung der Philosophie, Bd. 1, Ernst Cassierer (Hrsg.), Leipzig, Felix Meiner, 1915, S. 22-29.
- Systeme nouveau de la nature et de la communication des substances, aussi bien que de l’union qu’il y a ebtre l’ame et le corps., Gerh. IV, S. 477-487.
- Die Methoden der universellen Synthesis und Analysis, in: Hauptschriften zur Grundlegung der Philosophie 1, S. 39-50; (Gerh. VII, S. 292-298).
- Hypothesis Physica Nova, in: Gerh. IV, S. 177-220.
- Synopsis libri cui titulus erit: Initia et Specimina scientiae novae Generalis pro Instauratione et Augmentis Scientiarum ad publicam felicitatem, in: Gerh. VII, S. 64-65.
- Monadologie, in: Hauptschriften 1, S. 435-456; (Gerh. VI, 607-623).
- Metaphysische Abhandlungen, in: Hans Heinz Holz (Hrsg.) Philosophische Schriften, Bd. 1, Frankfurt a. Main, Suhrkamp, 1996, S. 54-172.
Markku Peltonen (ed.), The Cambridge Companion to Bacon, Cambridge University Press, 1996.
Reuleaux, Franz: Theoretische Kinematik: Grundzüge einer Theorie des Maschinenwesens, Braunschweig, Vieweg, 1875.
Ropohl, Günther: Die Maschinenmetapher, in: ders., Technologische Aufklärung, Frankfurt a. Main, Suhrkamp, 1991, S. 167-182.
Schnepf, Robert: Die Frage nach der Ursache, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2006.
Sutter, Alex: Göttliche Maschinen. Die Automaten für Lebendiges bei Descartes, Leibniz, La Mettrie und Kant, Frankfurt am Main, athenäum, 1988.
weitere Literatur wird im Seminar angegeben
Seminar "How to write a best seller" (150191)
Stefan Klein
Mo 17:15 - 19:00, Einzel, am 16.04.2012, HG / Raum HG 0.18, HG
Fr 13:45 - 17:00, Einzel, am 11.05.2012, ZB VI / ZB VI.03
Fr 13:45 - 17:00, Einzel, am 01.06.2012, ZB VI / ZB VI.03
Sa 09:15 - 15:15, Einzel, am 12.05.2012, ZB VI / ZB VI.03
Sa 09:15 - 15:15, Einzel, am 02.06.2012, ZB VI / ZB VI.03
Gute Ideen setzen sich durch, wenn sie gut dargestellt werden. Aber wie lassen sich komplexe Gedankengänge mitreissend vermitteln? Eine Inspiration sind Forscher wie Alexander von Humboldt, Charles Darwin oder Bertrand Russell, die zugleich höchst erfolgreiche Schriftsteller waren. Die Teilnehmer in diesem Seminar blicken ihnen über die Schulter. Dabei erfahren sie, mit welchen Techniken es den Autoren gelingt, auch Außenstehende zu fesseln – und werden zugleich mit einigen Meilensteinen der Wissenschaftsgeschichte vertraut. In einer Gegenperspektive untersuchen wir, wie Literaten (etwa Voltaire, Thomas Mann, Robert Musil oder Vladimir Nabokov) zeitgenössische Forschungsergebnisse in ihren Werken verarbeitet haben. Denn nonfiktionales Erzählen kann von der Belletristik viel lernen. Die Seminarteilnehmer werden ihre eigenen Ausdrucksfähigkeiten beim Schreiben eines Essays erproben und weiterentwickeln.
Die Lehrveranstaltung beruht auf Ergebnissen der vom Dozenten veranstalteten Symposien "How to write a best seller" und "Story tellers of Science", die auf den EuroScience Foren in Stockholm und München ein großer Erfolg waren.
Webseite des Dozenten:www.stefanklein.info
Die Vorbesprechung findet am Mo, 16.4 um 17 Uhr im Raum HG0.18 statt.
1. Seminarblock Fr. 11.5. / Sa 12.5. ZBVI.03
2. Seminarblock Fr. 1.6. / Sa 2.6. ZBVI.03
Genaue Zeiten werden in der Vorbesprechung mitgeteilt.
Seminar Verantwortung im technologischen Zeitalter – Hans Jonas’ 'Prinzip Verantwortung' (150192)
Jens Ole Beckers
Fr 13:45 - 15:15, A Woche, 13.04.2012 bis 06.07.2012, HG / Raum HG 2.44, HG
Fr 13:45 - 17:00, Einzel, am 01.06.2012, HG / Raum HG 2.44, HG
Fr 15:30 - 17:00, A Woche, 13.04.2012 bis 06.07.2012, HG / Raum HG 2.44, HG
Für die Teilnahme am Seminar sind keine speziellen Vorkenntnisse nötig; die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und Vorbereitung des Seminars ist aber Voraussetzung.
Um eine Anmeldung per E-Mail wird gebeten: jens.beckers@fu-berlin.de
Jonas, Hans: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt am Main 1979.
Jonas, Hans: Technik, Medizin und Ethik. Praxis des Prinzips Verantwortung, Frankfurt am Main 1985.
Jonas, Hans: Leben, Wissenschaft, Verantwortung. Ausgewählte Texte, hrsg. von D.Böhler, Stuttgart 2004.
Wetz, F. H.: Hans Jonas zur Einführung, Hamburg 1994.
