
- Gestütshof Güterstein, Foto: Alexandra Lotz

- Hauptgebäude, Foto: Alexandra Lotz
Haupt- und Landgestüt Marbach - Untersuchungen zu Baugeschichte und Kulturlandschaft
Das baden-württembergische Haupt- und Landgestüt Marbach liegt mit seinen drei Gestütshöfen Marbach, Offenhausen und St. Johann im Landkreis Reutlingen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Marbach gilt als das älteste deutsche Staatsgestüt und ist heute als Landesbetrieb dem Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz unterstellt. Das Gründungsdatum ist nicht überliefert, die älteste derzeit bekannte Erwähnung eines Gestüts in Marbach geht auf das Jahr 1514 zurück.
Alle Gestütshöfe stehen unter Bestandsschutz, rund 180 Gebäude vom Hauptgebäude, dem sog. Landstallmeisterhaus, über weitere Wohngebäude, historische Reithäuser, Stallgebäude und Scheunen, bis zu den einfachen Hirtenhäusern an den abgelegenen Stallungen sind als Baudenkmäler gelistet.
Thema der Dissertation ist die Untersuchung der historischen Bausubstanz des Haupt- und Landgestüts Marbach mit dem Ziel, möglichst viele denkmalrelevante Informationen zu den einzelnen Gebäuden zu einer Art Denkmaltopografie zusammen zu tragen. Auf diese Weise soll die Baugeschichte der einzelnen Gestütshöfe näher erschlossen werden. Der Abgleich mit den derzeit bekannten Daten und Fakten zur Gestütsgeschichte führt möglicherweise zu neuen Erkenntnissen, bestätigt oder widerlegt aktuelle Annahmen.
Die Gestütsgebäude sind im Vergleich zu anderen ähnlich genutzten Gebäuden der Region in Bezug zu setzen. Einzelne Baugattungen wie die historischen Reithäuser oder das Landstallmeisterhaus verdienen besondere Aufmerksamkeit. Hier ist die Einordnung in den europäischen Kontext angebracht.
Die Ergebnisse der Arbeit sollen in die 2014 im Haupt- und Landgestüt Marbach stattfindende Landesausstellung einfließen. Sie dienen dem besseren Verständnis für die kulturelle Bedeutung der Gestütsanlagen, die nicht nur für Pferdefreunde und Naturliebhaber von besonderem Wert sind.
