Darstellung von Unschärfe bei der Rekonstruktion antiker Stätten

Das Aussehen antiker Städte lässt sich meist nur lückenhaft rekonstruieren. Je nach Erhaltungsgrad der Bauten lassen sich diese manchmal nur in Umrissen erschließen. Bei gut erhaltenen Ruinen ist eine Rekonstruktion möglich, die auch in der dritten Dimension noch gesichert ist. Die Veranschaulichung eines antiken Stadtbildes in einem Modell beruht deshalb nur zu kleinen Teilen auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. In vielen anderen Bereichen muss die Rekonstruktion auf der Basis von Analogieschlüssen erfolgen oder sogar völlig hypothetisch bleiben. Die unterschiedlichen Stufen der Sicherheit, mit der aus vorhandenen Resten auf das Aussehen antiker Gebäude geschlossen werden kann, lassen sich in einem statischen Modell nur schwer darstellen. Erforscht werden Methoden, um für diese unscharfen Informationen eine angemessene Darstellung zu finden. Für ausgewählte Städte werden Rekonstruktionsentwürfe erarbeitet und Darstellungsformen für die unterschiedlichen Stufen zwischen Rekonstruktion und Hypothese mithilfe der Techniken des CAD und der Computervisualisierung entwickelt.