Die Bauhaus Moderne und ihre Mythen | Bauhaus Modernism and its Myths

Internationale Tagung unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Magdalena Droste und Dr. Anja Baumhoff (Loughborough University) am 15.-17. November 2007 am ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld in Kooperation mit dem Institute for Cultural Studies in the Arts (ICS), Züricher Hochschule der Künste

Ziel dieses Symposiums war es, der Bauhausforschung neue Impulse zu geben und jene Kluft zu überbrücken, die sich zwischen den Wissenschaftslandschaften Englands, Nordamerikas und Deutschlands bezüglich dieses Themas aufgetan haben.
Schwerpunktmäßig wurden dabei neue Fragen und Probleme sowie methodische Ansätze der Bauhausforschung vorgestellt und kritisch hinterfragt. Denn die Bauhausforschung erlebt zur Zeit ein Makeover: Die letzten Bauhäusler und Zeitzeugen sind verstorben, eine neue Kunsthistorikergeneration betritt die universitäre Bühne, und auch die Direktion des Bauhaus-Archivs in Berlin hat sich verjüngt. Da die Rezeption des Bauhauses lange stark durch Personen und deren Interessen geprägt war, hat dies eine besondere Bedeutung. Durch den Generationenwechsel hat sich die Rezeption und Analyse des Bauhauses diversifiziert. Die Gründungsmythen und Erzählungen der Zeitzeugen werden nun von der Forschung und dem damit verbundenen anderen Blickwinkel abgelöst. Stärker als bisher können nun Bezüge zwischen der Moderne und dem Nationalsozialismus erforscht werden, und ein Zuwachs an Freiheit in Fragestellung und Forschung ist unverkennbar. Methodisch wird dabei zu untersuchen sein, wie die Moderne "Modernität" generiert und dabei selbst immer wieder generiert wird - das Bauhaus ist ein Beispiel für die Moderne selbst und definiert zugleich doch auch immer wieder mit, was als modern gelten kann. Historisch stehen diese Prozesse im engen Zusammenhang mit dem erzwungenen Exil vieler Bauhäusler. Dies sollte aus dem Blickwinkel und der Methodik der verschiedenen Wissenschaftskulturen untersucht werden.

Eine Besprechung der Tagung finden Sie in der FAZ vom 21.11.2007 von Alexander Grau "Der Kälteschock des Designs. Die Mythen der Bauhausmoderne auf dem Prüfstand | Eine Bielefelder Tagung."

Für weitere Informationen lesen Sie bitte den >Rückblick des ZiF.

Ein Tagungsband ist derzeit in Arbeit und erscheint Anfang 2009 im Reimer Verlag Berlin.

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Der imperfekte Künstler - der defekte Autor. Neue Aspekte zur Männlichkeitsforschung in den Künsten

"Der imperfekte Künstler - der defekte Autor" eine Tagung von Dr. Carola Muysers

Eine Veranstaltung des LS Kunstgeschichte der BTU Cottbus in Kooperation mit der Heron Buchhandlung unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Carola Muysers, Cottbus, 17.-18. Dezember 2004.

Die Männlichkeitsforschung hält Einzug in die Kunstgeschichte. Neben den bereits behandelten Themen der Künstlermythen und Männlichkeitsbilder richtet sich das Augenmerk nun auf den Künstler als "Autor". Dieser definiert sich in den Künsten über ein Wertesystem, das dem "männlichen Protagonisten" angehört und seit der Renaissance den auratischen, endlos kreativen Schöpfer meint, dem sich in der Moderne das "verkannte Genie" und in der Postmoderne "der verschwundene Autor" hinzugesellten. Die Tagungsbeiträge werfen einen Blick hinter dieses Konstrukt, das alles ausblendet, was den genannten "Qualitäten" entgegensteht. Am Beispiel anerkannter Persönlichkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst, des Films, der Musik und Literatur der frühen Moderne bis heute - von Goya über Schumann bis Kippenberger und Stuckrad-Barre - wird ermittelt, wie sich das jeweilige Autorschaftsbild tatsächlich zusammenfügt; wie Werk, Biographie, Rezeption, autobiographisches Handeln, Selbst- und Fremdmystifizierung ineinander verzahnt sind. Die besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Imperfekten und dem Defekten, die als "Negativwerte" unbemerkt oder beabsichtigt in die hier betrachteten "Künstlerbilder" eingeschrieben worden sind. Zu fragen wird sein, inwieweit gerade sie der Aufrechterhaltung des Künstlerimages dienen oder es letztendlich doch konterkarieren.

Die Tagung wurde durch das Hochschul- und Wissenschaftsprogramm des Landes Brandenburg ermöglicht.

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Beiträge

Die Bauhaus Moderne und ihre Mythen: die Vortragenden und ihre Beiträge

 

 

 

Abstracts

Kurzfassungen der Vorträge