Vorlesung GT B4-2 "Geschichte des Wohnens"

GT B4-2, G1 - BuE

Titel Geschichte des Wohnens von der Aufklärung bis heute
Nr. 281305, Vorlesung, 2.0 SWS

Lehrstuhl Kunstgeschichte

Studiengänge Architektur Bachelor (Semester 5-6), Stadt- und Regionalplanung (Semester 5-6), Bauen und Erhalten Master, Kultur und Technik, fachübergreifend

Dozent Prof. Dr. Magdalena Droste

Termin Montag, 17.15 – 19.00, AB-Woche,

Ort Hörsaal A

Beginn 12.4.2010

Leistungsnachweis Klausur >Infos

Lehrmaterialien >Link

Weitere Infos >Link

Lehrinhalt

Die Vorlesung behandelt das Thema unter kulturellen, künstlerischen und sozialen Aspekten. Sie beginnt um 1760 mit dem Klassizismus und der Aufklärung, verfolgt Biedermeier und Empire und geht über die Gründerzeit in die Jahre um 1900, die vom Jugendstil und vom genossenschaftlichen Wohnen geprägt werden. Neue Konzepte des Wohnens offeriert dann die Gartenstadtbewegung. Die 20er Jahre bringen eine radikale Neudefinition des Wohnens auf breiter Basis, gleichwohl setzen sich tradiert gemäßigte Stile fort. Nach der NS-Zeit endet die Vorlesung mit einem Blick auf Wohnen in der BRD und der DDR, um sich abschließend den Wohntendenzen der Gegenwart zu widmen. Insgesamt geht es weniger um eine Stil- oder Architekturgeschichte als darum, jeweils charakteristische Besonderheiten des Wohnens zu rekonstruieren.


Lernziel

Die Vorlesung "Geschichte des Wohnens" befähigt die Studierenden zur Beurteilung der Entwicklung der Grundrisse und der sozialen Funktionen des Wohnens sowie der baugeschichtlichen Entwicklung und stilistischen Einordnung von Wohnbauten des beginnenden 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.
Die Studierenden eignen sich ein Grundwissen an und erlernen eigenes wissenschaftliches Arbeiten (Bauforschung, Archivrecherche, Erarbeitung und Bewertung von Quellen, Interpretationen und Analyse von Architektur und Stadt, kritischen Umgang mit Primär- und Sekundärtexten, wissenschaftliches Argumentieren, wissenschaftlicher Diskurs und wissenschaftliche Systematisierung von Erkenntnissen.

Literatur

Unterrichtsmaterialien und Literaturhinweise: jeweils aktualisiert auf den Webseiten der beteiligten Lehrstühle

V O R L E S U N G S P L A N | W O C H E N Ü B E R S I C H T

Vorlesung  "Geschichte des Wohnens" (Wohnen I) Hörsaal A, AB-Woche, 17.15 – 18.45 Uhr

Diese VL GT B-4-2 bildet mit der Veranstaltung GT B-4-2 von Prof. Eduard Führ, Lehrstuhl Architekturtheorie, die auch im SS stattfindet (Wohnen II), ein Modul. Für den erfolgreichen Abschluß der VL mit Klausur gibt es 3cp.
Wahl/Pflichtveranstaltung für Bachelor 5/6 Semester.

Modulverantwortliche Prof. Dr. M. Droste.

Montag, 12. April 2010
Wohnen bis zum 18. Jahrhundert in Deutschland
Was ist Wohnen?  Besonderheiten des Wohnens bis ca. 1800 in Deutschland
„Das ganze Haus“. Beispiele des Wohnens im Mittelalter und im Barock. Goethes Wohnhaus in Weimar.
Wohnen zur Miete. Villa und Mietshaus als unterschiedliche Gebäudetyen

Montag, 19. April 2010
19. Jahrhundert
Die bürgerliche Familie  Ausbildung des Mietshauses und der Etagenwohnung
Steigende Raumdifferenzierung. Intimisierung des Schlafbereichs
Repräsentations- und Wohnstile Empire, Biedermeier. Thonet, erste industriell hergestellte Stühle
Arbeiterwohnen, Werkswohnungsbau

Montag, 26. April 2010
1850 bis 1900 Historismus und Gründerzeit
Das Berliner Mietshaus. Die städtische Villa. Repräsentatives Wohnen mit Geschichte

Montag,  3. Mai 2010
Reformen um 1900, Teil 1
Vorläufer: Englische Reformeinflüsse; Arts and Crafts, esthetic movement  Die Villa wird zum Landhaus: Hermann Muthesius
Henry van de Velde und Jugendstil

Montag, 10. Mai 2010
Reformen um 1900, Teil 2
Neoklassizismus: Peter Behrens, Mies van der Rohe, Paul Schultze-Naumburg, Heinrich Tessenow
Außenseiter Adolf Loos

Montag, 17. Mai 2010
Reformen um 1900, Teil 3
Reform des Berliner Mietshauses.
Siedlungsbau vor dem Ersten Weltkrieg: Gartenstadt. Hellerau. Reformierter Werkswohnungsbau  Margaretenhöhe Essen.

Montag, 31. Mai 2010
Weimarer Republik 1919 - 1933
Siedlungen als neue Bauaufgabe. „Das neue Frankfurt“. Die Frankfurter Küche. Siedlungsbau unter Bruno Taut in Berlin. Konservativer Wohnungsbau.

Montag, 7. Juni 2010
Weimarer Republik 1919 - 1933
Die Vordenker: das Bauhaus, Le Corbusier. Die Rationalisierung des Wohnens

Montag, 14, Juni 2010
„Drittes Reich“ 1933-1945
Wohnen im Nationalsozialismus. Das politisierte Wohnen

Montag, 21.Juni 2010
Wohnen und Normierung
Normierung/Standardisierung in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“. Bauentwurfslehre, Bauordnungslehre,
Le Corbusiers Modulor

Montag,  28. Juni 2010
Nach 1945 DDR
Verstaatlichung des Bauwesens, Stalinallee, Plattenbauweise, WBS 70

Montag, 5. Juli 2010
Nach 1945 BRD
Zerfall der Familie. Neue Lebensformen, Punkthochhaus, Scheibe, Maisonette, Großsiedlungen, Funktionale Verdichtung

Montag, 12 Juli 2010
Klausur

Montag, 19. Juli 2010 Wiederholungsklausur

>top

 


Weitere nützliche Infos zur Vorlesung

Die Vorlesung kann in keinem Studiengang fachübergreifend belegt werden.

GT B4-2 (Modulnummer 25-3-04) 

Die zweite Lehrveranstaltung des Moduls ist das Seminar „Wohnen im urbanen Außenraum. Die aktuellen Projekte“. Lehrender: Prof. Führ

Termin: Donnerstag, AB-Woche, 9:15-10:45 Uhr, LG 2B/U16, 1. Termin: 22.4.2010

Die Skripte zu den Vorlesungen „Geschichte des Wohnens“ finden Sie am Dienstag nach der jeweiligen Vorlesung unter folgendem Link im Netz:

www.tu-cottbus.de/fakultaet2/de/kunstgeschichte

In der oberen Zeile finden Sie unter „IBK“ das Stichwort Lehrmaterialien. Unter „Skripte“ werden die Zusammenfassungen hinterlegt sein. Für das Herunterladen benötigen Sie Ihren BTU-Account.

Studiengang Bauen & Erhalten

Modul G1 (Modulnummer 25-4-21)

Die zweite Lehrveranstaltung des Moduls ist die Vorlesung „Gartenkunst“ von Prof. Karg.

Studiengang Kultur und Technik

Medien der Kulturvermittlung (Modulnummer 13-4-37)

Als zweite Lehrveranstaltung können Sie wählen:

 „Architektur und Selbstdarstellung“ – Architekten- und Künstlerhäuser von der Renaissance bis zur Gegenwart – Lehrende: Dr. Göckede

Termin: Montag, AB-Woche, 15.30-17.00 Uhr, 1. Termin: 19.4.2010, LG 2A/U18

Einführung in die Kunstgeschichte: Die klassische Moderne – Lehrende: Dr. Göckede

Termin: Montag, AB-Woche, 13.45-15.15 Uhr, LG 2A/ 1.06, 1. Termin: 19.4.2010

Wenn Sie sich für eine Belegung der Module entschieden haben, müssen Sie sich bis zum 16.4.2010 für das Modul anmelden. Wichtig ist dabei die oben genannte Modulnummer. Bis zum 14.5.2010 läuft die Rücktrittsfrist für Modul-Prüfungsanmel­dungen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen am Lehrstuhl gern zur Verfügung.

LG 2D/Raum 116 A    karin.schwarz[at]tu-cottbus.de

>top

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Klausur

Die Klausur findet am Montag, den 12.7.2010, 17.15-18.45 Uhr im Hörsaal A statt.

Entschuldigtes Fehlen nur mit ärztlichem Attest. Bei unentschuldigtem Fehlen wird die Klausur als nicht bestanden gewertet.

Die 1. Wiederholungsprüfung zur Klausur findet am Montag, den 19.7.2010,

17.15-18.45  statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben. 

Die Skripte zur Vorlesung finden Sie auf der Website des Lehrstuhls Kunstgeschichte.

Studenten, die die Klausur zur Vorlesung in vergangenen Semestern erfolgreich bestanden haben, können nicht einen zweiten Leistungsnachweis erbringen.

Für den erfolgreichen Abschluss des Moduls 25304 (Vorlesung Prof. Droste/Seminar Prof. Führ) müssen Sie sich am Terminal angemeldet haben. Studenten, die die Klausur im Wintersemester 2008/2009 nicht erfolgreich abgeschlossen haben, müssen sich zur Wiederholungsprüfung im Prüfungsamt anmelden.

Für das Modul 25421 (Studiengang Bauen & Erhalten – Grundlagen der Kunstgeschichte) gilt das gleiche Prozedere.

Für Studenten der Architektur (Diplom) bestehen die Möglichkeiten, mit der bestandenen Klausur

§  einen Schein (A21.6) im Rahmen des Wahlpflichtbereichs „Allgemeine Grundlagen“ oder

§  einen Schein (A26.3) im Fächerbereich „Schwerpunkt“

zu erbringen.

Die Klausur dauert 90 Minuten. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit. Einzige Hilfsmittel sind Papier und Stift; die Benutzung anderer Unterlagen (auch Mitschriften etc.) ist nicht zulässig.

Prüfungsanmeldungen können nicht nachgereicht werden.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen am Lehrstuhl gern zur Verfügung.

>top

Kontakt

Prof. Dr. Magdalena Droste
Lehrgebäude 2D
Raum 116
Telefon +49(0)355 | 69 3125
magdalena.droste[at]web.de