Seminare im Wintersemester 08|09
KA3.4 Darstellung, Neue Medien Nr. 220105, Seminar, 4.0 SWS
Titel Darstellung, Neue Medien Nr. 220105, Seminar, 4.0 SWS
Lehrstuhl Kunstgeschichte, Darstellungslehre
Studiengänge Architektur Master, Stadt- und Regionalplanung Master,
Dozent Prof. Dr. Magdalena Droste, Prof. Dipl.-Ing. Dominik Lengyel
Termin 9.15-13.00 Uhr, 1. Termin 14.10.2008
Ort LG 2A | A1.30D PC-Pool
Lehrinhalt
Das Seminar ist in zwei Bereiche gegliedert: Einerseits ist ein Layout für den Tagungsband zu entwickeln, das auf den spezifischen Gestaltungsinhalt Bezug nimmt, andererseits ist ein Innenraum so virtuell zu konstruieren, dass die relevanten Aussagen aus dem betroffenen Tagungsbeitrag virtuell vermittelbar nachvollzogen werden können.
Technischer Schwerpunkt ist die publikationsreife Qualität in Layout und Rekon¬struktion, gestalterischer Schwerpunkt ist der Umgang mit dem spezifischen Kontext und die daraus resultierende angenommene Darstellung der Rekon¬struktion.
Umgesetzt werden die Arbeiten in den Programmen InDesign, Photoshop, Rhinoceros und Maxwell.
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GT A2 [A] | V2 [BuE] "Fremd-Bilder: Künstlerreisen des 19. und 20. Jahrhunderts"
Titel Fremd-Bilder: Künstlerreisen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nr. 281302 Seminar, 2.0 SWS
Lehrstuhl Kunstgeschichte
Studiengänge Architektur [Diplom, Master], Stadt u. RegPlan [Diplom, Master], WHS, Bauen & Erhalten, Architekturvermittlung [Master], fachübergreifendes Studium
Dozent Dr. Regina Göckede
Termin Montag, 13:45-15:15 Uhr wöchentlich
Laufzeit 13.10.2008 bis 2.2.2009
Lehrinhalt
Nicht nur in der kunsthistorischen Forschung erfreut sich der Topos der Künstlerreise eines kontinuierlichen Interesses, sondern ist ebenso in interdisziplinären kulturwissenschaftlichen Diskursen virulent. Museal ist die Künstlerreise ein Dauerbrenner: Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster zeigt beispielsweise als Höhepunkt seines 100-jährigen Besehens im Herbst dieses Jahres die Ausstellung "Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen", in der den Auswirkungen dieser temporären Wanderungsbewegungen auf künstlerische Werke durch die Jahrhunderte nachgespürt wird.
Künstler reisten von je her. Wichtigstes Reiseland war seit der Renaissance Italien, dem aber Paris um 1900 den Rang ablief. Letztlich blieben beide Ziele eine Art initiierendes Pflichtprogramm für jeden Künstler. Mit der kolonialen Expansion der europäischen Großmächte im 19. Jahrhundert suchten Künstler vermehrt auch außereuropäische Ziele auf. Der 1832 eine französische Gesandtschaft nach Marokko begleitende Eugène Delacroix und der Anfang der 1890er Jahre nach Tahiti aufbrechende Paul Gauguin sind vermutlich die berühmtesten Fernreisenden dieser Zeit. Seitdem partizipiert eine kaum überschaubare Anzahl von bildenden Künstlern an der Imagination, Repräsentation und Konstruktion der außereuropäischen Fremde. Ihre ästhetische Praxis korreliert und kollaboriert auf vielfältige Weise mit den politisch-ideologischen Diskursen des Kolonialismus. Sie hat gleichsam entscheidenden Anteil an der Formation und Transformation der europäischen Moderne in der bildenden Kunst.
Lehrmethoden und Ziele
Beginnend mit dem 19. Jahrhundert, aber vor allem für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts werden in chronologischer Folge außereuropäische Künstlerreisen analysiert. Dabei werden wir sowohl den umfassend rezipierten Tunis-Aufenthalt von Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet (1914) als auch weniger bekannte Reisen von Architekten und Fotografen in den Blick nehmen. Es gilt zu fragen, inwieweit des Unbekannte Impulse und Rückwirkungen auf das jeweilige künstlerische Werk ausübte. Dabei befassen wir uns gleichermaßen mit der Herstellung von Fremdbildern wie dem damit aufs Engste verknüpften performativen Prozess der Fremdbildung. Überdies werden wir im Seminar die Fragestellungen von Exotismus, Primitivismus, Sexismus und nicht zuletzt Orientalismus diskutieren müssen.
Leistungsnachweis
Erwartet wird die regelmäßige Teilnahme, die vorbereitende Literaturrecherche, die aktive Mitgestaltung der Sitzung durch die Übernahme eines Referates sowie eine schriftliche Ausarbeitung.
Literaturhinweis
GT A2, V2 (BuE) "Neues Bauen in der Weimarer Republik"
Titel Neues Bauen in der Weimarer Republik
Nr. 281303, Seminar, 2.0 SWS
Lehrstuhl Kunstgeschichte
Studiengänge Architektur [Diplom, Master], Stadt u. RegPlan [Diplom, Master], WHS, Bauen & Erhalten, Architekturvermittlung [Master], fachübergreifendes Studium
Dozent Dr. Regina Göckede
Termin Montag, 15:30-17:00 Uhr wöchentlich
Laufzeit 13.10.2008 bis 2.2.2009
Ort LG 2B | Raum BU 17
Lehrinhalt
Mit dem Begriff "Neues Bauen" bezeichnet die deutsche Kunst- und Architekturgeschichte heute gemeinhin die architektonische Moderne der Weimarer Republik (1918-1933). Diese wird allerdings allzu häufig auf ihre vermeintlich stilistischen Merkmale wie das Flachdach oder eine schlichte ornamentlose Fassade reduziert. Mit Blick auf diese Stereotypisierungen kritisierte schon 1929 der Architekt Adolf Rading, dass "nicht die weissgestrichene Zigarrenkiste mit eingeschnittenen Löchern oder Horizontalteilung das Signum 'Neuen Bauens' ist."
Den Architekten selbst ging es nämlich nicht um die Schaffung eines neuen Stils, sondern um eine völlig veränderte Auffassung von Bauen und Architektur. Gleichzeitig wird mit "Neues Bauen" ein spezifisches Netzwerk von Architekten benannt, dessen wohl bekanntester organisatorischer Zusammenschluss die 1926 gegründete Architektenvereinigung "Der Ring" war. Seine Mitgliederliste umfasste Namen wie Mies van der Rohe, Walter Gropius, Bruno Taut, Erich Mendelsohn und Erich May und liest sich heute wie das Who is Who der Gründungsväter der internationalen Architekturmoderne.
Lehrmethoden und Ziele:
Zum einen wird es Aufgabe sein, die Einzelwerke der Architekten des Neuen Bauens vorzustellen und zu analysieren ebenso wie Parallelen und Abweichungen aufzuzeigen. Darüber hinaus soll der gemeinsame Weimarer Hintergrund, die spezifischen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Formationen in die Untersuchung einbezogen und schließlich der Versuch unternommen werden, diese sich aus Einzelpersonen, Organisationen und Verbänden konstituierende Netzwerkstruktur zu rekonstruieren. Deshalb wird es neben der Analyse von architektonischen Einzelwerken nötig sein, institutionelle Zusammenschlusse wie den Werkbund, das Bauhaus, das Frankfurter Hochbauamt oder etwa den Ring in die Untersuchung einzubeziehen.
Das Seminar vertieft und erweitert die historische Analyse von Architektur mittels ausgewählter Sekundärliteratur. Außerdem wird die präzise Projektbeschreibung und –analyse anhand einer Vielzahl von Beispielen geübt.
In der Summe erhalten die Studierenden einen Einblick in diese nicht nur für die deutsche Architekturgeschichte so bedeutende Epoche im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
Das Seminar wendet sich an Studierende mit soliden bis fortgeschrittenen bau- und architekturgeschichtlichen Vorkenntnissen. Die Fähigkeit zur eigenständigen Lektüre komplexer (auch englischsprachiger) Publikationen wird ebenfalls vorausgesetzt.
Leistungsnachweis
Erwartet wird die regelmäßige Teilnahme, die vorbereitende Literaturrecherche, die aktive Mitgestaltung der Sitzung durch die Übernahme eines Referates sowie eine schriftliche Ausarbeitung.
Literaturhinweis
Ein Semesterapparat mit Einführungsliteratur wird vorbereitet.
GT A2, V2 (BuE) "Methoden der Kunstgeschichte"
Titel "Methoden der Kunstgeschichte", Nr. 281305, Seminar, 2.0 SWS
Studiengänge Architektur Master, Stadt- und Regionalplanung Master, Bauen & Erhalten Master, Graduiertenschule
Dozentin Prof. Dr. Magdalena Droste
Termin 9.45-11.15 Uhr, 1. Termin 22.10.08
Ort LG 2D | Raum 307
Lehrinhalt
Seit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert hat die Kunstgeschichte eine Vielzahl von methodischen Ansätzen erarbeitet. Die bekannteste Methode ist zweifelsfrei die stilgeschichtliche. Mittlerweile hat jede der Methoden oder Schulen ihre eigene Historiographie erfahren.
Lernziel
Lektüre ausgewählter Texte; zusammenfassende Beurteilung, Positionsbestimmung und Kontextualisierung der jeweiligen Schrift und ihres Autors.
Der Studierende erlangt die Fähigkeit zur Beurteilung der Tragweite und Grenzen der jeweils gewählten methodischen Ansätze.
Literatur
Unterrichtsmaterialien und Literaturhinweise werden jeweils zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Leistungsnachweis
Mündliche Beteiligung, schriftliche Arbeit nach Absprache
Seminar "Museology" WHS (Modul 25-5-04: Applied Art History and Museology)
Titel "Museology"
Nr. 281301, Seminar, 2.0 SWS
Lehrstuhl Kunstgeschichte
Studiengänge World Heritage Studies (Modul 25-5-04: Applied Art History and Museology)
Dozent Prof. Dr. Magdalena Droste
Termin Mittwoch, 13:45 – 15.15 Uhr (Termin steht noch nicht endgültig fest !!! Bitte beachten Sie unsere Änderungshinweise)
Ort LG 9 | Raum 169
Lehrinhalt
In the last 50 years “the museum” has become an almost world wide institution. The course will introduce students to museums under four aspects:
1. History of the idea
2. History of the institution
3. Museum and architecture
4. Museum: management and marketing.
- Johann Zoffany, La Tribuna degli Uffizi, Öl auf Leinwand, 1772-78.
