
(11.06.10) Aktuelle Meldung
Stiftungen finanzieren Cottbuser Bauingenieurausbildung
BTU Cottbus und Hochschule Lausitz (FH) erhalten fast eine halbe Million Euro für innovative Bauingenieursausbildung
Die Stiftung Mercator und die VolkswagenStiftung fördern ein gemeinsames Vorhaben von BTU Cottbus und Hochschule Lausitz (FH) mit rund 490.000€ für fünf Jahre, um die Ausbildung von Bauingenieuren den Anforderungen des Berufsmarktes anzupassen. Im zweistufigen Bewerbungsverfahren gelang es den Cottbuser Hochschulen von 180 Bewerbungen unter die neun ausgewählten Projekte zu kommen.
Ab dem Wintersemester 2011/12 können sich Studierende des Bauingenieurwesens an beiden Hochschulen darüber freuen, dass ihnen der Studienstandort Cottbus etwas Einmaliges bietet: Sie erhalten je nach Neigung und Qualifikation mehr Handlungsmöglichkeiten. Durch abgestimmte, teilweise gemeinsame Lehrveranstaltungen beider Einrichtungen werden Studierende beider Einrichtungen vom Praxisbezug der FH-Ausbildung und vom Forschungsbezug der Universitären Ausbildung profitieren. Zudem wird künftig der Wechsel zwischen den universitären B.Sc. und den B.Eng der Fachhochschule bei entsprechender Eignung ohne große Zeitverluste möglich sein.
Das Konzept im Bachelor-Bereich hat zwei Kernstücke: das so genannte "X-Modell" für die Vernetzung der Studienangebote, und das Projektstudium. Der Begriff "X-Modell" resultiert aus der Studienstruktur: "Unten" gibt es zwei unterschiedliche Eingänge (Immatrikulation an BTU oder an HL), in der „Mitte" gibt es einen gemeinsamen Studienteil. "Oben" schließen die Studierenden entweder als Bachelor of Science (BTU) oder Bachelor of Engineering (HL) ihr Studium ab. Das Projektstudium wurde an der BTU bereits 2005 eingeführt, und hat, mit fächerübergreifenden Projekten in jedem Studiensemester, Alleinstellungscharakter für das Studium des Bauingenieurwesens in Deutschland.
Über die Initiative „Bologna – Zukunft der Lehre“
Die Initiative der beiden Stiftungen stieß auf enorme Resonanz: Zum 31. Juli 2009 beteiligten sich 105 der gut 350 antragsberechtigten deutschen Hochschulen mit insgesamt 180 Antragskizzen an dem Wettbewerb. Eine Expertenkommission wählte im November 2009 aus diesen Vorschlägen 25 Vorhaben für die Präsentation in Hannover aus: 16 für die erste Förderlinie und neun für die zweite. Neun dieser Vorhaben können nun in die Tat umgesetzt werden.
Verweise:
