Bildbericht von der nahezu zehntägigen Bahnwander-Rundfahrt durch die Schweiz im August 2003
In Prospekten, die wir auf unseren Alpenreisen erhielten, hatten wir von der Empfehlung gelesen, einmal Wanderungen entlang interessanter Schweizer Bahntrassen zu machen, vor allem entlang der Bergstrecken der Bern-Lötschberg-Simplon Bahn (BLS) und der Albulastrecke im Netz der Rhätischen Bahn. Wir entschieden uns das Ganze mit einer Rundfahrt über uns noch nicht bekannte Schweizer Orte zu verbinden und haben die Vorteile des SwissPass genutzt.
Am Abend des ersten Tages sind wir – Tochter Anne-Kathrin und ich, meine liebe Frau Renate war wegen gesundheitlicher Probleme erneut an zu Hause gebunden - mit dem CityNightLine von Leipzig Hbf aus in Basel SBB pünktlich angereist und hatten (am zweiten Tag) den Anschluss-InterCity nach Bern erreicht. In Bern Hbf war ausreichend Zeit unser Gepäck im Schließfach zu verstauen, und schon ging es weiter mit einem InterRegio durch das Emmental Richtung Luzern, allerdings nur bis nach Schüpfheim, um den Postbus zur Seilbahn zum Rothorn Kulm zu erreichen. Hier der
Bildbericht links und rechts des Rothorn-Grates. Von Brienz mit der Brünigbahn via Interlaken-Ost ging es zurück nach Bern Hbf. Nach der Aufnahme unseres Gepäcks beförderte uns ein IC nach Fribourg, denn dort übernachteten wir in der Jungendherberge.
Beim Aufbruch am nächsten Morgen (des dritten Tages) mussten wir leider auf das häusliche Frühstück verzichten, wir wollten ja den gebuchten Sonderzug der
Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB) pünktlich erreichen. Mit gewohnter Schweizer Pünktlichkeit fuhren wir mit Umstieg in Lausanne nach Montreux und stiegen in den
"Schokoladenzug" ein.
Von der Hitze des Tages geschafft, dösten wir am frühen Abend im IC nach Brig vor uns hin. Ein Regionalzug (zweiteiliger Triebwagen der BLS) brachte uns nach Ausserberg ins Quartier für die nächsten drei Nächte. Die beiden Folgetage haben wir Wanderungen an der
BLS-Nordrampe (Tag vier) und
BLS-Südrampe (Tag fünf) unternommen und wichen so etwas der sommerlichen Hitze aus. Nicht nur wegen der Dokumentation der Bauwerke der BLS sind in diese beiden Literaturquellen bestens empfohlen:

- Jeanmaire, Claude: Lötschbergbahn (Bern-Lötschberg-Simplon). Bau und Betrieb der BLS-Alpenbahn (Bergstrecke). Verlag Eisenbahn Villigen, 1988

- Jeanmaire, Claude: Lötschbergbahn im Bau. Zeitgenössige Berichte und Bilder zum bau und Ausbau der Berner Alpenbahnen (BLS). Verlag Eisenbahn Villigen, 1989
Am sechsten Reisetag war unser Reiseziel Filisur in Graubünden. Mit Regional- und Schnellzügen der
Matterhorn-Gotthard- und Rhätischen Bahn wurde die Wasserscheide von Mittelmeer und Atlantik (Rhone - Rhein) passiert. Filisur hatte uns nicht das erste Mal zu Gast. Nunmehr aber am siebenten Tag zum Rollen fahren (Trottinett) und Bahnwandern an der
Albulabahn und am achten Tag zu einem Tagesausflug an der
Berninabahn. Nach sieben Nächten in Schweizer Betten mussten wir am neunten Tag die Heimreise antreten. Via Andermatt, Göschenenschlucht, Gotthard-Nordrampe genossen wir eine Schiffsfahrt auf dem
Urner- und Vierwaldstättersee, machten noch einen Spaziergang am Luzerner Seeufer und erreichten mit tollen Reiseeindrücken den Nachtzug Zürich – Dresden, so dass wir am Vormittag des zehnten Tages wieder zu Hause waren.
