Foto: Kathrin Machinek, Oktober 2011

(15.11.2011) Vortragsreihe-IBK

Dipl.-Ing. Kathrin Machinek (Alexandria) "Die mittelalterliche Stadtbefestigung von Alexandria"

Am Dienstag, den 15. November 2011, 19:15 Uhr findet im ZHG der BTU Cottbus, Hörsaal B, der zweite Vortrag der IBK-Reihe im WS 2011/12 statt.

Eingeladen ist die Architektin Kathrin Machinek, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre d’Études Alexandrines, dem französischen CNRS-Institut in Alexandria (Ägypten). Sie betreibt schwerpunktmäßig Bauforschung in Alexandria und Umgebung, insbesondere zur mittelalterlichen Befestigung, über die sie im Vortrag berichten wird.

Seit der Gründung 331 v. Chr. war Alexandria fortwährend feindlichen Übergriffen und Belagerungen ausgesetzt, denen man mit einer starken Stadtbefestigung begegnete. Als sich im Anschluss an die arabische Eroberung des Jahres 642 n. Chr. das bewohnte Gebiet intra muros stark verringerte, wurde die antike Stadtmauer aufgegeben und durch einen im Umfang kleineren, frühmittelalterlichen Mauerring ersetzt. Diese Befestigung erhielt ihr charakteristisches Aussehen unter Sultan Ibn Tûlûn im 9. Jahrhundert. Während der folgenden Jahrhunderte wurden nach und nach weitere Wehrtürme hinzugefügt. Die fortifikatorische Bautätigkeit endete 1517 mit der Eroberung Ägyptens durch die Osmanen. Die Siedlung verlagerte sich nun extra muros auf den Isthmus zwischen den beiden Häfen der Stadt. Im Zuge der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Stadterweiterung wurden schließlich fast sämtliche Wehrbauten Alexandrias geschleift. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung existieren heute nur noch zwei Türme, außerdem die mächtige Festung an der Hafeneinfahrt, die 1477 unter dem Mamlukensultan al-Ashraf Qaitbay entstand.

[zurück]