20.000 verschiedene Produkte

Christiane Stenzel, 27, Jahre, hat in Nigeria Abitur gemacht und in England und Deutschland studiert. Heute optimiert sie als Wirtschaftsingenieurin in einem internationalen Unternehmen Vertriebsabläufe und nutzt viele ihrer Erfahrungen aus der Ausbildungszeit.

Von der Welt hat sie schon eine Menge gesehen, aber für die nächsten Jahre möchte Christiane Stenzel jetzt erst einmal in Heidelberg bleiben. Die 27-jährige Wirtschaftsingenieurin hat im März 2007 eine neue Aufgabe im Vertrieb der ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsgesellschaft übernommen. Sie sorgt dafür, dass die Vertriebsprozesse und Arbeitsabläufe bei der ABB möglichst reibungslos funktionieren. Keine leichte Aufgabe bei rund 20.000 verschiedenen Produkten - vom Sicherungsautomaten über Leistungsschalter bis zum Zählerschrank. Doch auf anspruchsvolle Aufgaben in einem internationalen Umfeld ist Christiane Stenzel gut vorbereiten: Ihr Abitur machte sie in Nigeria, den Bachelor-Abschluss in England und das Diplom in Deutschland. Am 1. Januar 2006 hatte sie als Trainee bei ABB angefangen. Das Programm ist grundsätzlich auf 18 Monate angelegt. Christiane Stenzel konnte es jetzt aber vorzeitig abschließen, um die Stelle in Heidelberg anzutreten.

 

Als Wirtschaftsingenieurin bringt sie ökonomisches und technisches Know-how mit - davon profitiert sie bei ihren Aufgaben an der Schnittstelle verschiedener Bereiche: Sie prüft und optimiert die Zusammenarbeit von Innen- und Außendienst. Sie schaut sich genau an, wie gut Vertrieb und Produktbereiche miteinander verzahnt sind. Und gemeinsam mit Kollegen aus Schweden und Italien ist sie für die Plattform "Business Online" verantwortlich, über die der Kunde zum Beispiel seinen Lieferstatus abfragen kann oder auch gezielte Mailingaktionen durchgeführt werden können.

 
In ihrer Diplomarbeit war Christiane Stenzel der Frage nachgegangen, wie sich eine weltweite Produkteinführung am besten organisieren lässt. Später hat sie daran mitgewirkt, einige ihrer Ergebnisse auch konkret umzusetzen. "Dabei war die richtige Mischung entscheidend", sagt Christiane Stenzel. "Fundiertes fachliches Wissen braucht man ebenso wie ein Verständnis dafür, wie die praktischen Abläufe im Unternehmen aussehen." Bei ihrer neuen Aufgabe hilft Christiane Stenzel daher, dass sie im Rahmen ihres Traineeprogramms verschiedene Stationen bei ABB durchlaufen hat. Sie hat vier Monate im Sauerland, bei Busch-Jaeger Elektro in Lüdenscheid, gearbeitet und sechs Monate bei ABB in Spanien. Außerdem hat sie das Produktmanagement kennen gelernt und auch den Einkauf. "Diese Stationen waren wichtig, um ABB besser zu verstehen und Kontakte im Unternehmen zu knüpfen", sagt Christiane Stenzel. Warum sie sich nun für ABB als längerfristigen Arbeitgeber entwschieden hat, weiß sie ganz genau: "Ich mag den offenen Umgang und die internationale Atmosphäre. Und mir gefällt die Vielfalt der Aufgaben."

 

[Karriereführer Ingenieure, 04/2007-03/2008, S. 36]