WAS IST EIGENTLICH MobIUP?

„MobIUP – Mobilisierung innovativer Unternehmerinnen-Potenziale“ ist ein Verbundprojekt, welches öffentlich durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wurde.

 

Projektrahmen:

Offizieller Projekttitel:

Mobilisierung des innovativen Gründungspotenzials von Studentinnen im Technologiebereich durch Gründungsseminare


Verbundpartner:

BTU Cottbus
Lehrstuhl Organisation, Personalmanagement und Unternehmensführung (Prof. Hipp)
Erich-Weinert-Straße 1 03046 Cottbus
FKZ: 01 FP 0705/ 0715

LMU München
Institut für Information, Organisation und Management (Prof. Picot)
Ludwigstraße 28 VG II 80539 München
FKZ: 01 FP 0706/ 0716


Laufzeit:

01. Oktober 2007 – 31. März 2010 


Finanziert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Europäischer Sozialfonds (ESF)

Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR)

 

Projektbeschreibung:

Die Ausgangslage des Projektes beruht auf der Beobachtung, dass zwar einerseits Gründungsseminare die Wahrscheinlichkeit innovativer Unternehmensgründungen erhöhen, andererseits aber der bekannte Geschlechterunterschied hinsichtlich der Gründungshäufigkeiten auch bei den TeilnehmerInnen solcher Seminare bestehen bleibt.

Die Ausgangsfragestellungen lauteten entsprechend:
Gibt es geschlechterspezifisch unter-schiedliche (1) Ausgangssituationen, (2) Lernbedürfnisse und (3) Lerneffekte?

Aus diesem allgemeinen Suchraum konzentrierte sich MobIUP auf zwei spezielle Forschungsbereiche:

  • Bereich „Sensibilisierung“: Ansprache potentieller GründerInnen an Universitäten
  • Bereich „Gründungsspezifische Veranstaltungen“: Ausrichtung auf spezielle Bedürfnisse, Erzeugen konkreter Wirkungen

 

Basierend auf sozial- und motivationspsychologischen sowie ökonomischen Theorien wurden beispielsweise folgende Ergebnisse erarbeitet: 

  • Eine detaillierte Zielgruppenbeschreibung männlicher und weiblicher Studierender mit verschieden ausgeprägten Gründungsintensionen. 
  • Die Darstellung der Lerneffekte bei männlichen und weiblichen Studierenden bei Teilnahme an unterschiedlichen Kursformaten.

 

Hieraus ergeben sich Ansatzpunkte für eine breitenwirksame Förderung von Unternehmertum bei männlichen und weiblichen Studierenden, wie beispielsweise:

  • Abhängig von den bereits vorhandenen Gründungsintentionen ist es notwendig, zielgruppenspezifische Maßnahmen zu entwickeln, da die Voraussetzungen und Lernbedürfnisse sehr unterschiedlich sind.  
  • Vor allem in der Gruppe der Studierenden ohne ausgeprägte Gründungsabsichten befinden sich viele Frauen. Diese gilt es gesondert anzusprechen.
  • Um insbesondere bei den Studierenden ohne ausgeprägte Gründungsabsichten vorhandene einseitige Vorstellungen zur Gründung zu durchbrechen, sollte die Option „Unternehmensgründung“ in ihrer tatsächlichen Vielfalt vermittelt werden (z.B. Team- vs. Einzelgründung, Vollzeit- vs. Teilzeitgründung, wachstums- vs. stabilitätsorientierte Gründungen).
  • Allgemein scheinen Gründungsseminare, in denen interdisziplinäre Teams selbst generierte Ideen bearbeiten, Gründungsintentionen sowohl männlicher als auch weiblicher Studierender zu erhöhen.

 

Die Projektergebnisse sowie Implikationen zur Förderung von Unternehmertum auch und gerade bei Frauen werden in den Berichten zusammengefasst. Diese finden Sie unter dem Reiter "Ergebnistransfer" zum freien Download. Für weiterführende Fragen zum MobIUP – Projekt wenden Sie sich an die Verbundpartner der BTU Cottbus oder der LMU München.