University Technology Centre Multidisciplinary Process Intergration - Aktivitäten

Regionalentwicklung


Im Dezember 2004 haben wir das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Innovationsforum "Flugtriebwerkstechnik in Brandenburg" mit mehr als 100 Teilnehmern sehr erfolgreich an der BTU Cottbus veranstaltet. Hierbei ging es zum einen um die Weiterentwicklung von Netzwerken und Clustern in der ostdeutschen Triebwerksindustrie und zum anderen um die Näherbringung von KMU's und Systemführern für einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch und für die Entwicklung von Zu-kunftsperspektiven. Alles natürlich mit dem Ziel, in der Region Brandenburg dauerhafte und zukunftssichere Arbeitsplätze zu erhalten und neu zu schaffen. Diesen Prozess wollen wir auch weiterhin mit aller Energie begleiten.

Ausbildung


Zusammen mit den Triebwerksherstellern Rolls-Royce, MTU AeroEngines und mit dem DLR haben wir die in Deutschland einmalige Studienrichtung "Triebwerkstechnik" im Studiengang Maschinenbau entwickelt. Die genannten Firmen unterstützen diese Studienrichtung mit wertvollen industrie- und anwendungsnahen Kursen. Unsere Studenten nehmen dieses, seit dem Wintersemester 2003 existierende, einmalige Angebot sehr gerne und in großer Zahl an, schließlich eröffnet sich Ihnen damit die Chance auf einen "higtec" Arbeitsplatz in Dahlewitz oder Ludwigsfelde. Mit der Einführung dieser Studienrichtung konnten die Einschreibungszahlen im Maschinebau mehr als verdoppelt werden, was für die BTU von großer Wichtigkeit ist.

Forschung


Auf Grund der regionalen Nähe und der Bedeutung der Firmen Rolls-Royce und MTU AeroEngines für Brandenburg hat sich das Institut für Verkehrstechnik seit seiner Gründung im Jahre 1999 auf das zentrale Forschungsgebiet Triebwerkstechnik verständigt. Im Jahre 2001 wurden deshalb Gespräche mit Rolls-Royce Deutschland (RRD) aufgenommen, um die bereits schon bestehenden Forschungsverbindungen weiter zu vertiefen und besser zu koordinieren. Im Jahre 2002 wurde deshalb ein Kooperationsvertrag unterzeichnet und es wurde mit gemeinsamen Forschungsprojektdefinitionen begonnen.
Die sehr erfolgreiche Bearbeitung erster Aufgaben bewog schließlich die Rolls-Royce Gruppe dazu, an der BTU Cottbus ein UTC einzurichten - das erste UTC in Deutschland. Weitere UTC in Deutschland bestehen an den Technischen Universitäten Dresden, Karlsruhe und Darmstadt.

Damit wird eine noch engere und vertrauensvollere Zusammenarbeit der Partner dokumentiert, die über reine Projektarbeit weit hinaus geht und auf mittel- bis langfristige Perspektiven ausgerichtet ist. Das Rolls-Royce-UTC an der BTU Cottbus trägt den Namen: "UTC for Multidisciplinary Process Integration". Das UTC greift, je nach Aufgabenstellung, auf Professoren der Institute für Verkehrstechnik, Produktionsforschung sowie Elektronik und Informationstechnik zurück.
Zur Zeit werden Projekte mit einem finanziellen Volumen von etwa einer Million Euro jährlich bearbeitet. Es forschen etwa 20 Doktoranden an folgenden Themen:

  • Intergrale Verdichterrotoren (Aeroelastik, Schwingungsdynamik)
  • Optimierte Triebwerksheckinstallation
  • Prozesssimulation in der Materalentwicklung
  • Isothermisches Schmieden von Verdichterschaufeln aus Titanaluminid
  • Integrierte Entwurfsprozesse für Triebwerke
  • Mehrkriterienoptimierung
  • Virtual Reality Umgebeung für Triebwerke