Gehölze
Gehölze sind im Fakultätsgarten als Hecken, die aus vorwiegend heimischen Arten zusammengesetzt sind, als Bäume und als Sträucher vorhanden. Die Wuchsform Baum weisen u. a. Acer campestre und Malus domestica 'Evereste' auf. Tilia cordata befindet sich in der Ruhezone des Gartens. 33 Gattungen von Sträuchern, insgesamt 30 Großsträucher und 78 niedrige Sträucher, wurden auf einer Fläche von 143m² in den Quartieren 24 und 25 gepflanzt.
Untersuchungen ergaben, dass das Verhältnis von heimischen zu nichtheimischen Arten in Brandenburg und Berlin bei 1: 16,1 liegt. Wenn man bedenkt, dass es nur ca. 196 heimische Baum, Strauch- und Zwergstraucharten gibt, dann sind auch die durch anthropogene Vegetation eingebürgerten Arten (34) und die in naturnaher Vegetation eingebürgerten Arten (22) eine wichtige Ergänzung. Wichtig ist es, aus Naturschutzsichten, Habitatverlusten entgegenzuwirken (Kowarik 1995: Nichteinheimische Gehölzarten als Problem des Naturschutzes?).
Als nichtheimisch, jedoch bereits weit verbreitet, wurden hier gepflanzt: Taxus baccata, Buddleja davidii, Eleagnus angustifolia, Hippophae rhamnoides und Prunus serotina. Letztere kann sich durch die rasche Ausbreitung in freier Landschaft als Problem erweisen, weil andere, seltene und gefährdete Arten verdrängt werden. Die beiden Heckenquartiere haben einen vielfältigen ökologischen und ästhetischen Wert. Sie sollen auch Anschauung sein, um dem Trend der vorwiegenden Bepflanzung mit Zypressengewächsen im Siedlungsbereich entgegenzuwirken.
