Ginkgo (Ginkgo biloba); Foto: R. Grube

Ginkgo

Ginkgo biloba

Ginkgoaceae (Ginkgogewächse)

Der sommergrüne Ginkgobaum ist der einzige lebende Vertreter der seit dem Perm bekannten Ginkgophyten, einer der fünf Hauptgruppen der Samenpflanzen (Spermatophyta). Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist auf die chinesische Provinz Zhejiang beschränkt. Schon früh in Japan kultiviert, kam er von dort um 1730 nach Europa und gilt heute als geschätzter Parkbaum.

Der Ginkgo ist diözisch, d. h. es gibt männliche und weibliche Bäume. Nach der sehr urtümlich verlaufenden Befruchtung entwickeln sich die bis zu 3 cm großen Samen mit einer fleischigen äußeren Samenschale (Sarkotesta), die essbar ist, aber im überreifen Zustand einen sehr unangenehmen Geruch nach Buttersäure entwickelt. Deshalb werden in Parks meist nur männliche Exemplare gepflanzt. Ginkgos bilden als Nacktsamer keine Früchte aus. Neben der namengebenden zweilappigen (bilobaten) Blattform können an den Spitzen der Langtriebe auch stärker geteilte Blätter entstehen.

Extrakte aus Ginkgoblättern enthalten medizinisch nutzbare Terpene und Flavonoide, die insbesondere bei Durchblutungsstörungen Anwendung finden. Ginkgos gelten als anspruchslos und unempfindlich gegen Luftschadstoffe sowie weitgehend resistent gegen Virus-, Bakterien- und Pilzinfektionen.