Lehrstuhlkonzept
Der Lehrstuhl für Hydrologie und Wasserwirtschaft ist Teil der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Er wurde am 01.04.1993 erstmalig besetzt und bildet mit den Lehrstühlen "Gewässerschutz", "Abwassertechnik" und "Wassertechnik" den Lehrkomplex "Wasser". Im Grundstudium vermittelt dieser Lehrkomplex gemeinsam mit den Komplexen "Boden" und "Luft" naturwissenschaftliche und technische Grundlagen der Umweltwissenschaften. Im weiterführenden Grundfach- und Vertiefungsstudium Umweltingenieurwesen bietet er eigenständige erste und zweite Vertiefungen an.
Fundierte Kenntnisse der hydrologischen Grundlagen und Komponenten des Wasserhaushaltes stellen wichtige Grundlagen für den im praktischen Umweltschutz, in der Ökologie, Wasserwirtschaft u. ä. tätigen Ingenieur dar. Die Lehre umfasst, außer diesen Grundlagen, die Methodik zur Erfassung, Simulation, Bewirtschaftung und Steuerung der Wassermenge und -güte von Stand- und Fließgewässern und des Grundwassers sowie Instrumentarien zur hydrologischen Erkundung und zur Gewässerregelung. Damit sind günstige Voraussetzungen für eine interdisziplinär getragene Zusammenarbeit in der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik - sowohl in der Lehre als auch in der Forschung - gegeben. Sie schlug sich insbesondere in den verschiedenen vom Lehrstuhl getragenen Fakultätsveranstaltungen (z. B. Ringvorlesungen und Fachgespräche) und über die Fakultät hinausgehenden Veranstaltungen (z. B. Lausitzer Wissenschaftstage, DVWK/DMG-Workshop, GBL-Kolloquium) sowie verschiedenen interdisziplinären Forschungskooperationen nieder.
Im Zentrum der Forschung des Lehrstuhls Hydrologie und Wasserwirtschaft steht die integrierte Betrachtung und verknüpfte Bewirtschaftung von Wassermenge und -beschaffenheit der Grund- und Oberflächenwasserressourcen. Dabei reicht der Betrachtungsbogen in der Grund- und Anwendungsforschung von Wasser- und Stoffhaushaltsuntersuchungen in kleinen Gewässereinzugsgebieten (z. B. im mittleren Erzgebirge und in der Lausitz) über Fragen der Wasserbewirtschaftung in großen Flusseinzugsgebieten (z. B. Spree und Elbe) bis hin zu den spezifischen Problemen der Verflechtung vom aktiven, zurückgehenden und eingestellten Braunkohlenbergbau auf die Wasserwirtschaft in der Region (Nordsachsen, Südbrandenburg, Spreewald, Berlin) sowie in ähnlichen Problemregionen (Nordrhein-Westfalen, Nordspanien).
