Ungeachtet des wissenschaftlichen Fortschritts sind immer noch viele Fragen zum Thema biologische Vielfalt unbeantwortet (sie müssen aber in dieser Reihenfolge beantwortet werden):

  • die Wissenschaft der biologischen Vielfalt hat ein Definitionsproblem
  • die Wissenschaft der biologischen Vielfalt hat ein Messbarkeitsproblem
  • die Wissenschaft der biologischen Vielfalt hat ein Bewertungsproblem
  • die Wissenschaft der biologischen Vielfalt hat ein Problem mit der Entscheidungsfindung

 

Als ein fachübergreifendes Thema neigt die Wissenschaft der biologischen Vielfalt dazu, sich in viele gegenseitig unverständliche Sprachen aufzuspalten. Im Augenblick scheint es nicht möglich zu sein, diese Abhandlungen in regelmäßig erscheinenden Zeitschriften zu veröffentlichen, da sie zurückgewiesen werden, falls nicht die spezielle Sprache der Zeitschrift verwendet wird. Verweise auf anderen offene Probleme werden im Allgemeinen von disziplinären Gutachtern kritisiert. Ein Philosoph, der sich mit der biologischen Vielfalt beschäftigt, weiß nicht, welche Probleme im Bereich der ökologischen Behandlung der Vielfalt diskutiert werden. Naturschützer sind sich normalerweise des philosophischen Hintergrunds ihrer Werturteile etc. nicht bewusst. Die fünf Abhandlungen, die hier als Entwürfe präsentiert werden, können vielleicht die Lücken zwischen den unterschiedlichen Disziplinen der Wissenschaft der biologischen Vielfalt schließen, um ein Forum für die notwendige Diskussion zu schaffen.

Downloads:

f A Comparison of Evaluation methods for management options in Open Landscapes

Aktuelle Projekte

SUBICON

Verbundpartner:

  •     BTU Cottbus (Prof. Dr. G. Wiegleb)
  •     Staatliches Museum für Naturkunde Görlitz (Prof. Dr. Willi Xylander)
  •     ZALF (Dr. B. Münzenberger)
  •     UFZ Halle/Leipzig (Dr. W. Durka)

Bearbeitungszeitraum: 2001- 2007

Mittelgeber: BMBF

Förderpolitische Ziele

Der Antrag nimmt Bezug auf die BIOLOG-Ausschreibung "Biodiversität und Globaler Wandel" sowie auf verschiedene Kernprogramme von DIVERSITAS Deutschland. Er dient der Verbesserung des Kenntnisstandes im Bereich der terrestrischen Biodiversitätsforschung. Die vorgelegte Projektskizze ist auf ökologische Grundlagenforschung orientiert. Es wird im Rahmen eines integrativen und ökosytemar ausgerichteten Ansatzes zunächst die Musterbildung auf der Basis von Interaktionen in Lebensgemeinschaften untersucht. Zentrale Fragestellungen sind sowohl Mechanismen des Zustandekommens als auch der Aufrechterhaltung von Biodiversität.

Subicon I: Mechanismen der Veränderung und Aufrechterhaltung der Biodiversität ausgewählter funktionaler Artengruppen in Roteichen-Ökosystemen

Genetische und biozönotische Diversität verschiedener funktionaler Artengruppen eines Roteichen-Ökosystems entlang einer Chronosequenz sind Untersuchungsschwerpunkt des Vorhabens. Mechanismen zur Aufrechterhaltung und Entwicklung der Biodiversität werden zunächst auf jeder trophischen Ebene des Ökosystems getrennt untersucht und dann zueinander in Beziehung gesetzt. Insbesondere die Artdiversität von Destruenten, Primärproduzenten und ausgewählte Taxa der Phytophagen und Zoophagen wird in ihrem Zusammenhang zur Habitatdiversität, Störungsintensität, biotischen Interaktionen und genetischer Diversität analysiert. Es ist zu klären, inwieweit Roteichenwälder auf Kippenböden für die Biodiversität eine vergleichbare Bedeutung erlangen wie Laubwälder ungestörter Böden.

Subicon II: Schlabendorfer Felder

Die Schlabendorfer Felder sind eine junge Bergbaufolgelandschaft, erst 1991 wurde ihr südlicher Teil stillgelegt, an vielen Stellen dauert die Sanierung noch an. Auf Menschen, die zum ersten Mal an den weiten offenen Flächen stehen, wirken diese geradezu ausgeräumt und leblos. Tatsächlich ist jedoch längst vielfältiges Leben in sie eingewandert. Sie werden rasch von Pflanzen und Tieren besiedelt, und zunehmend von Menschen genutzt. Landwirte, Förster, Schäfer, Naturschützer, Anwohner, Touristen und Sportler sind die Pioniere der Bergbaufolgelandschaft. Im Zusammentreffen mit der natürlichen Sukzession gestalten sie eine neue Landschaft.
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Taxonomie der Gattung Potamogeton

Vorarbeiten zu einer weltweiten Monographie der Gattung Potamogeton werden seit 10 Jahren durchgeführt. Zur zeit wird intensiv die Frage der gültigen Typisierung der beschriebenen Arten auf der Basis von Herbarstudien geprüft. Daneben werden verschiednen Regionalfloren bearbeitet sowie Sammelreisen durchgeführt.

Verantwortlicher Bearbeiter: Prof. Dr. G. Wiegleb  

Laufzeit: unbegrenzt

Mittelgeber: Eigenprojekt


NECROS

In Kooperation mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg, Betriebsteil Peitz (Forstdirektor Siegfried Lüdecke) und dem örtlichen Veterinäramt startete der Lehrstuhl Allgemeine Ökologie der BTU Cottbus im November 2008 ein deutschlandweit einzigartiges Projekt, das die Aasökologie näher untersucht. Die wissenschaftliche Durchführung und Auswertung der Experimente wird primär durch Projektleiter Dr. René Krawczynski, dem FÖJ'ler (freiwilliges ökologisches Jahr) Robert Hering und der Diplomandin Diana Kielon realisiert.  Allen Beteiligten ist sehr daran gelegen, genauere Kenntnisse über vom Aas lebende Organismen zu sammeln. Internationaler Wissenstransfer sowie enge Kooperation mit den Genehmigungsbehörden sind ein wichtiger Baustein des Projektes.

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