Sonderforschungsbereich 1752 "Gestörte Landschaften"

 
Projektbereich B2: Biozönosen

 

Ziel des Projektbereiches B ist die empirische Modellierung der Raumstruktur sowie von Austausch- und Entwicklungsprozessen von Biozönosen in Bergbaufolgelandschaften. Im Gegensatz zur "normalen" Kulturlandschaft ist die BFL als Untersuchungsobjekt für ökologische Forschung privilegiert. Wegen ihres teilweise "urlandschaftstypischen Charakters", ausgedrückt durch Großflächigkeit, Unzerschnittenheit, Dynamik und Heterogenität, können hier natürliche Prozesse und spontane Musterbildung betrachtet werden. Zu diesen Prozessen gehören z. B. landschaftliche Strukturbildung, Primärsukzession, Metapopulationsdynamik und der Aufbau von Nahrungsnetzen. Damit wird die BFL zur einem bevorzugten Untersuchungsobjekt, wie es sonst in Mitteleuropa nur noch im Wattenmeer oder in den Hochalpen gegeben ist. Hier lassen sich ökologische Theorien und Hypothesen ungeachtet der teilweisen Wiedernutzungbarmachung testen. Der weitgesteckte zeitliche Rahmen eines SFB ermöglicht die Durchführung der dazu notwendigen Untersuchungen auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen. Kurzfristige Untersuchungen (Schnappschussansatz) und falsche Zeitreihen (Chronosequenzansatz) können zumindest teilweise durch echte Zeitreihen ersetzt werden.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen des Projektbereiches B steht die Landschaft mit ihren biotischen Komponenten Population und Biozönose. Die Untersuchungen orientieren sich in der Antragsphase an den während der Wiederbesiedlung stattfindenden Prozessen und Mechanismen.

 

Leitung

Prof. Dr. Gerhard Wiegleb

Verantwortlicher Bearbeiter

Dr. U. Bröring

Laufzeit

2001 - 2003

Mittelgeber

 DFG