Forschungsschwerpunkte
Die Fakultät für Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik hat weitgehende Forschungserfahrungen in der wasser- und stoffhaushaltlichen sowie ökologischen Sanierung und Entwicklung devastierter und deindustrialisierter Landschaften, wie sie zu Beginn der 90er Jahre in der Region um Cottbus (Niederlausitzer Revier) existierten und durch den aktiven Bergbau auch auf Jahre noch hervorgebracht werden.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der nachbergbaulichen Sanierung und Rekultivierung stellen heute eine bedeutende Expertise der Fakultät dar. Sie sind Grundlage für vielfältige internationale Anerkennung und Kooperationen auf diesem Gebiet und die Entwicklung neuartiger Forschungsansätze. Daraus leiten sich der Forschungsschwerpunkt Regionaler Wandel (Ökosystemgenese, Landschaftsentwicklung und Wasserbewirtschaftung) ab.
Die Forschung dient der vertieften Beschreibung und der Wiederherstellung ökologischer Funktionen von Kulturlandschaften. Der Gegenstand dieses Schwerpunktes reicht von der Analyse der auslösenden Faktoren eines Regionalen Wandels bis hin zur Gestaltung des Wandels durch die Schaffung von naturwissenschaftlich und ingenieurtechnisch fundierten Grundlagen für politisch sachliche Entscheidungen. Konkrete Lösungsvorschläge werden an ausgewählten Problemfeldern erarbeitet. Die Spannweite der Arbeitsgebiete umfasst auch die (Öko-)Systemanalyse und Biodiversitäts- und Naturschutzforschung, Szenarien der regionalen Auswirkungen des globalen Wandels bis hin zur Umgestaltung von Siedlungs- und Produktionsstrukturen.
Neben der Bergbausanierung und -rekultivierung wurden und werden Forschungsprojekte zur Sanierung von Truppenübungsplätzen, zur Revitalisierung von Seen und Fließgwässern, zur Gewässergütemodellierung, zur Sanierung von Grundwasser, zum Ökosystemmanagement mit Megaherbivoren, sowie zu ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Renaturierung durchgeführt.
Buchvorstellung
Zerbe, S., and G. Wiegleb. 2008 (im Druck). Renaturierung von Ökosystemen in Mitteleuropa. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
