
Ressourcenverknappung - steigende Energiepreise - Klimaschutz
Um künftigen Generationen eine lebenswerte Grundlage zu bieten, sind Fragen der Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit von Rohstoffen neu zu beantworten.
Ein Lösungsansatz beschreibt die verstärkte Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien. Dabei stehen der Ersatz von Produkten aus der Petrochemie und ein Umbau der fossilen Energieerzeugung im Fokus der Betrachtungen. Die nötigen Technologien und Prozesse zur Bereitstellung von Erzeugnissen auf Basis natürlicher Ressourcen erfordern jedoch ein integratives und vernetztes Denken auf High-Tech-Niveau. Sowohl die stoffliche als auch die energetische Nutzung von Biomasse stellen vor diesem Hintergrund ein Kernelement dar, wobei die Produktion der Rohstoffe durch die Land- und Forstwirtschaft regionale Wertschöfungsketten in ländlichen Regionen erschließt. So kann hieraus auch ein Beitrag zur Existenzsicherung der Bevölkerung in den ärmsten Gebieten der Welt geleistet werden. Aber nicht nur in Entwicklungs- und Schwellenländern sind Innovationen auf diesen Gebieten erforderlich. Gerade die ehrgeizig formulierten Klimaschutzziele von EU und Bundesregierung werden auf diesem Gebiet die Entwicklung durch die CO2-Neutralität der erneuerbaren Ressourcennutzung europa- und deutschlandweit vorantreiben.
Master-Studium in Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien
Die Hochschulausbildung in Deutschland wird derzeit auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt. Dieses gestufte System bietet den Studierenden ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten, den persönlichen Ausbildungs- und Berufsweg zu gestalten. Ein Master-Studiengang schließt dabei an einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss (Bachelor, Diplom, auch FH-Diplom) an und bereitet die Studierenden auf eine verantwortliche, leitende Tätigkeit in Unternehmen und in Forschung und Entwicklung vor. Ein Master-Abschluss ist Voraussetzung für eine Promotion, die den Zugang zu Spitzenstellungen in Wissenschaft und Industrie eröffnet. An der BTU sind die Master-Studiengänge eng an den Forschungsthemen ausgerichtet. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, sich zunehmend auch selbständig Problemstellungen in Forschung und Entwicklung zu nähern. Sie erfahren und erproben so die damit verbundenen Arbeitsschritte.
Der Master-Abschluss an der BTU Cottbus ist damit dem noch bestehenden Universitätsdiplom mindestens äquivalent.
Ziele
Das Master-Studium vermittelt den Studierenden, aufbauend auf einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss und eventueller Berufspraxis, die Fähigkeit zur Anwendung von Instrumenten und Methoden des Fachgebiets, zur wissenschaftlichen Arbeit, zur kritischen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie zur selbständigen Erarbeitung eigener wissenschaftlicher Beiträge. Je nach Ausrichtung des Studiengangs kann dies in einer Verbreiterung der Wissens- und Kompetenzbasis bestehen oder aber auch in einer gezielten Spezialisierung.
Das Studium des Studiengangs Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien mit einem stärker forschungsorientierten Profil soll die Studierenden befähigen, aufbauend auf solidem Fachwissen und ausgeprägten Fertigkeiten sowie Kenntnissen der Instrumentarien und Methoden der Umwelt- und Verfahrenstechnik, eigenständig und innovativ wissenschaftlich zu arbeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch einzuordnen und eigene weiterführende technologische Beiträge auf dem Gebiet der nachwachsenden Rohstoffe und der erneuerbaren Energien zu erbringen. Die Studierenden sollen insbesondere in die Lage versetzt werden, neue Verfahrenstechniken für die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe und die Erzeugung regenerativer Energien zu entwickeln und in die wirtschaftliche Anwendung zu überführen.
Das Master-Studium Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien vermittelt, vertieft und spezialisiert weitergehende wissenschaftliche Methoden, sowie praxisrelevante Fachkenntnisse und Fertigkeiten.
Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung der für dieses breite Tätigkeitsfeld erforderlichen theoretischen und methodischen Kenntnisse. Der Master-Abschluss ist formale Voraussetzung für die Promotion.
Inhalt und Aufbau des Studiums
Das Master-Studium ist in folgende Bestandteile gegliedert:
Erweiterte Grundlagenmodule
Zunächst wird das Grundlagenwissen in relevanten naturwissenschaftlichen und verfahrenstechnischen Bereichen erweitert und vertieft.
Wahlpflichtmodule in Themenkomplexen
Aus den als Wahlpflicht ausgewiesenen Themenkomplexen
- Grundlagen Ressourcenwirtschaft
- Stoffwandlungstechnologien
- Biotechnologie/Bioverfahrenstechnik
- Stoffliche Verwertung biogener Rohstoffe
- Energie- und Stoffstrommanagement
- Technologien biogener Energieträger
- Erneuerbare Energien
- Rechts-, Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Aspekte erneuerbarer Ressourcen
sind Module des jeweiligen Modulkatalogs bis zur jeweils angegebenen anrechnungsfähigen Höchstgrenze der Kreditpunkte auszuwählen. Der jeweils aktualisierte Katalog wird den Studierenden durch Aushang oder entsprechende Web-Seiten bekannt gegeben.
Wahlmodul
Das Wahlmodul dient zur Vertiefung bzw. Schwerpunktsetzung auf einem Themengebiet. Es kann frei aus den noch nicht belegten Wahlpflichtmodulen der verschiedenen Themenkomplexe gewählt werden.
Fachübergreifendes Studium
Das fachübergreifende Studium dient dazu, Studierenden einen Einblick und ein Verständnis für andere Fachkulturen, deren Sprache und deren Blickwinkel auf bestimmte Problemstellungen nahe zu bringen. Die Studierenden sollen lernen, sich außerhalb ihres engen Fachgebiets verständlich zu machen sowie andere Fachkulturen zu verstehen, was z. B. in interdisziplinären Arbeitszusammenhängen unabdingbar ist.
Projektarbeit
Master-Arbeit
Zulassungsvoraussetzungen
Die Immatrikulation in den Master-Studiengang erfogt beim Nachweis eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (mindestens Bachelor-Grad) in einem ingenieurwissenschaftlichen, idealerweise stoff- und/oder energiewirtschaftlich ausgerichteten Studiengang (z. B. Technologien biogener Rohstoffe, Verfahrenstechnik, Umweltingenieurwesen, Energieverfahrentechnik, Umwelttechnik oder Biotechnologie). Auf der Basis eines Bachelor-Abschlusses in einem anderen naturwissenschaftlich-technisch orientierten Studiengang (z. B. Agrartechnik) erfolgt die Zulassung nach einer individuellen Überprüfung der eingereichten Unterlagen. Auf die Überprüfung der Unterlagen finden nachstehende Regelungen Anwendung:
Die Zulassung erfolgt, wenn mit dem erreichten Bachelor-Abschluss hinreichende Kenntnisse der allgemeinen mathematischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen sowie technologische oder verfahrenstechnische Grundkenntnisse nachgewiesen werden. Die Prüfung erfolgt durch die Studiengangsleitung.
Studienbeginn
Das Studium kann in jedem Semester begonnen werden.
Vorpraktikum
nicht notwendig
Regelstudienzeit
Der Master-Studiengang Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien umfasst eine Dauer von vier Semestern.
Abschluss
Bei erfolgreichem Abschluss des Master-Studiengangs Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien wird der akademische Grad "Master of Science" (M. Sc.) verliehen. Dieser ermöglicht den Zugang zum Promotionsstudium.
