Praxis
Entsorgungsmanagement
gefördert von:
Jakob Becker
Entsorgungs-GmbH
An der Heide 10
67678 Mehlingen
Forschungsvorhaben:
Entwicklung eines Entsorgungs-Verfahrenskonzeptes vor dem Hintergrund der TA Siedlungsabfall und ihrer aktuellen Entwicklung unter Berücksichtigung bereits vorhandener Verfahrensbausteine bei den Unternehmensgruppen Becker und Nehlsen
Projektbetreuung: Dr.-Ing. Anke Heinze
Beginn: Juli 2000
Dauer: 3 Jahre
Das Projekt ist abgeschlossen.
Projektbeschreibung
Ausgangspunkte des Projektes sind die aktuelle Entwicklung der TA Siedlungsabfall, die sich gegenwärtig in einer Änderungsphase befindet, sowie die Gesetzgebung im Bereich des Umweltrechts auf nationaler und europäischer Ebene. Weiterhin maßgeblich ist der derzeitige Stand der Technik bei der Entsorgung von Abfällen. Folglich stellen der umweltrechtliche Rahmen einerseits und die verfahrensbezogene, technische Komponente die Ausgangspunkte bei der Bearbeitung des Forschungsprojektes dar. Das Projekt umfasst derzeit vier Schwerpunktbereiche, die für die Unternehmen von vordringlichem Interesse sind:
Aktueller Entwicklungsstand der TASi sowie des Abfallrechts insbesondere im Hinblick auf die EU
In bestimmten Abständen wird ein umfassender Überblick zur aktuellen Entwicklung, Rechtssprechung etc. gegeben, um die Unternehmen auf dem neuesten Stand zu halten und im Hinblick auf neue Entwicklungen bzw. " Richtungen" , die das Abfallrecht auf nationaler und europäischer Ebene geht, zu informieren.
Entsorgungsdienstleistungen
Die Ausschreibung und Vergabe von Dienstleistungen beruht auf " Verdingungsordnung für Leistungen" (VOL). Sie hat sich in der Entsorgungsbranche vor allem dahingehend entwickelt, dass heutzutage vom Auftraggeber i.d.R. keine konkreten Verfahrenswünsche oder sonstige Vorgaben mehr angegeben werden, d.h. die entsprechende Dienstleistung, z.B. " Abfallentsorgung" , wird ohne zusätzliche Angaben ausgeschrieben, so dass der Entsorger selbst Abläufe und Verfahren festlegen muß. Es sind somit selbständige Konzepte zu entwickeln, die einerseits aus betrieblicher Sicht tragfähig und andererseits rechtskonform sowie kostengünstig sind und somit gute Chancen im Vergabeverfahren haben. Dabei ist in erster Linie von den vorhandenen betrieblichen Möglichkeiten (vorhandene Anlagen, Logistik etc.) auszugehen. (Fortführung in Thema 3)
Ist-Stand-Analyse vorhandener Verfahren und Verfahrensbausteine
Hier erfolgt eine umfassende Bestandsaufnahme zu den in den Unternehmen und ihren Niederlassungen (überhaupt vorhandenen) technischen und anderen Möglichkeiten und Methoden. Oft ist nicht genau bekannt, was aus Sicht der Entsorger alles vorhanden und machbar ist. Zugleich beinhaltet diese Ist-Stand-Erhebung eine kritische Überprüfung bestimmter Verfahren oder Anlagen im Hinblick auf den " Stand der Technik" und zeigt hierbei mögliche Mängel oder Schwachstellen auf, die zu beheben sind.
Ersatzbrennstoffe
Im Mittelpunkt steht hier die Frage nach einer maximalen Substitution von primären Energieträgern durch Ersatzbrennstoffe und nach der wirtschaftlichen Herstellung eines homogenen Brennstoffes, der von Seiten der Abnehmer bestimmte Parameter zu erfüllen hat. Daraus sollen für die Unternehmen Verfahrensansätze entwickelt oder ausgebaut werden, die die Herstellung solcher Ersatzbrennstoffe in einer wirtschaftlichen und TASi-konformen Art und Weise gestattet.
E-Commerce und Rechtssicherheit
gefördert von:
Erco Leuchten GmbH
Brockhauser Weg 80-82
58507 Lüdenscheid
Forschungsvorhaben:
Entwicklung eines Konzepts zur Haftungsminimierung unter Berücksichtigung der bestehenden und zukünftigen unternehmerischen Aktivitäten der ERCO Leuchten GmbH im Bereich des Internets.
Projektbetreuung: Dipl.-Wirtschaftsjur. (FH) Sascha Bier
Beginn: Dezember 2001
Dauer: 2,5 Jahre
Das Projekt ist abgeschlossen.
Projektbeschreibung
Ausgangspunkt des Projektes sind die ständigen Weiterentwicklungen im Bereich des E-Commerce, die ein Konzept zur Erhöhung der Rechtssicherheit für Unternehmen unumgänglich machen. Vor dem Hintergrund eines ständig wachsenden internationalen Marktes wird rechtssicheres Handeln zur Vermeidung haftungsrechtlicher Konsequenzen eine entscheidende Rolle spielen. Hieraus entwickelte sich der Vorschlag der Durchführung einer Industriepromotion mit dem Ziel, in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ein Modell zu erarbeiten, das die Rechtssicherheit im Bereich E-Commerce erhöht und Haftungsrisiken minimiert. Das Projekt behandelt aufgrund seiner Bandbreite Fragestellungen aus allen Bereichen des nationalen und europäischen Haftungsrechts, insbesondere des Produkthaftungsrechts und des Internetrechts. Darüber hinaus soll auch der Bereich der betriebsorganisatorischen Risikosteuerung beleuchtet werden, was aus der zunehmenden Internetpräsenz des Unternehmens resultiert. Dabei soll die Gesamtheit des unternehmerischen Handelns in diesem Bereich erfasst und ein Überblick über die Rechtsgrundlagen in Form eines Handlungsplans erarbeitet werden.
Einführung von UMS bei KMU’s nach EG-Umwelt-Audit-Verordnung bis zur Validierungsreife
Hier: Entsorgungsbetrieb mit einem Schwerpunkt der Entsorgung von Sonderabfällen, Sprengstoffverbrennung.
Förderhilfe durch RKW Sachsen.
Forschungsvorhaben: Durchführung der Verfahrensschritte, insbesondere der Umweltbetriebsprüfung nach EG-Umwelt-Audit-Verordnung.
Betreuer: Prof. Dr. L. Knopp
Mitarbeiter: Dipl.-Wirtschaftsjur. (FH) Sascha Bier, Dipl.-Wirtschaftsjur. (FH) Nicole Rütz
Unternehmensstandort: E.S.T. Entsorgungsanlagen Betriebsgesellschaft mbH, Steinbach (Sachsen)
Das Projekt ist abgeschlossen (Validierung ist erfolgt).
Lokale Agenda 21 der Stadt Cottbus – Ökoprofit
Bildungskonzept für die Stadt Cottbus im Rahmen des Lokalen Agenda 21-Projekts ÖKOPROFIT
Betreuer: Prof. Dr. L. Knopp, Dr. iur. Eike Albrecht
Mitarbeiter: Prof. Dr. Th. Bonart, Dipl.-Wirtschaftsjur. (FH) Nicole Rütz, Dipl.-Wirtschaftsjur. (FH) Sascha Bier, Tanja Häntsch
Das Projekt ist abgeschlossen.
Projektbeschreibung
ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelttechnik) ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommune und Wirtschaft, mit dem die Beteiligten im Rahmen der Lokalen Agenda 21einen Beitrag zum zukunftsorientierten und nachhaltigen Wirtschaften leisten. Ziel von ÖKOPROFIT ist es, insbesondere klein- und mittelständischen Unternehmen beim Aufbau eines Umweltmanagementsystems zu unterstützen und damit den betrieblichen Umweltschutz zu verbessern. Ferner sollen bei den Unternehmen Wirtschaftsprozesse verbessert, Kosten gesenkt und die Marktfähigkeit gesichert werden. Nach Abschluss des Projekts wird jedem teilnehmenden Unternehmen eine öffentlichkeits- und werbewirksame Auszeichnung als „ÖKOPROFIT-Betrieb“ verliehen. Der Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Umweltrecht der BTU Cottbus führte mit Unterstützung von Prof. Dr. Thomas Bonart (FH Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld) die Schulungen der Teilnehmer für die nachfolgend genannten Module:
- Umweltvorsorge und Haftungsvermeidung (Prof. Dr. Lothar Knopp)
- Rechtsaspekte, gesetzliche Vorgaben und Rahmenbedingungen (Ass. jur. Eike Albrecht)
- Umweltcontrolling und Umweltmanagement: (Eike Albrecht, Sascha Bier, Nicole Rütz, Tanja Häntsch)
- Umweltorientierter Ein- und Verkauf im Betrieb – ein Schlüssel zur marktorientierten Unternehmensführung (Prof. Dr. Thomas Bonart)
