Amerikanischer Tulpenbaum
Liriodendron tulipifera
Magnoliaceae (Magnoliengewächse)
Der Amerikanische Tulpenbaum ist im Osten Nordamerikas heimisch und kommt dort von den Großen Seen bis in den Norden Floridas vor. Er ist auf nährstoffreiche, tiefgründige Böden und höhere Lichtintensitäten angewiesen.
Neben den auffällig gestalteten vierlappigen Blättern, die sich deutlich von denen der Magnolien unterscheiden, ist die zwittrige Blüte mit drei zurückgebogenen grünen Kelchblättern, zwei mal drei grünlich-gelben (an der Basis orangefarben gefleckten) Kronblättern, zahlreichen Staublättern und vielen, spiralig an einer zapfenartigen Achse angeordneten Fruchtblättern sehr markant. Die Antheren (Staubbeutel) der Staubblätter sind wesentlich länger als ihre Filamente (Staubfäden). Es werden Sammelfrüchte mit geflügelten Samen gebildet.
Amerikanische Tulpenbäume können bis zu 60 m hoch werden. Die Pflanze ist in allen Teilen für den Menschen giftig. Wegen seines attraktiven Erscheinungsbildes und seiner Frosttoleranz wird der Tulpenbaum auch außerhalb seines Herkunftsgebietes gern in Park- und Gartenanlagen angepflanzt.
Eine weitere, weitaus seltenere Art des Tulpenbaums (Liriodendron chinense) ist in Zentralchina beheimatet. Fossil sind die Tulpenbäume seit der Kreide bekannt, in Europa starben sie im Oberpliozän aus.

