Amurahorn, Feuerahorn
Acer tataricum ssp. ginnala
Sapindaceae (Seifenbaumgewächse)
Der Amurahorn ist ein kleiner Baum oder großer Strauch, der eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen kann. Er ist sommergrün und stammt ursprünglich aus dem nördlichen China, der Mandschurei, der Mongolei, dem Amurgebiet, Korea und Japan. Bei uns wird er vor allem wegen seiner intensiv roten Herbstlaubfärbung als Park- und Gartengehölz gern angepflanzt. Der Amurahorn gilt als sehr frosthart (USDA hardiness zone 2).
Die Blattform ist tri- oder pentalobat (drei- oder fünflappig) längselliptisch mit serraten (gesägten) Blatträndern, wobei der mittlere Lobus deutlich länger als die anderen ist. Die Blätter dieser Art unterscheiden sich damit merklich von den in Mitteleuropa als »typisch« empfundenen Ahornblättern. Die Blattoberseite ist im Gegensatz zu anderen Unterarten von Acer tataricum glänzend, auch die deutlich lobate Blattform ist für diese Unterart charakteristisch.
Als Blütenstand wird eine Schirmrispe (Corymbus) ausgebildet, die aus ca. 50 duftenden gelblichen Einzelblüten besteht. Nach der Befruchtung entstehen aus ihnen die bekannten geflügelten Spaltnussfrüchte. Die beiden Fügel bilden beim Amurahorn einen sehr engen Winkel und können nahezu parallel stehen.
Fossile Verwandte von Acer tataricum ssp. ginnala sind in Mitteleuropa aus oligozänen und miozänen Ablagerungen bekannt geworden.

