Es gibt Labor- und Industriepraktika. Die Bestimmungen in dieser Ordnung beziehen sich nicht auf die Experimente und Versuche zu Chemie oder Thermodynamik usw.(mehr dazu weiter unten), sondern auf die Arbeitserfahrung in Betrieben.
Die Bestimmungen umfassen meist nur 2 Seiten und man sollte sich die Praktikumsordnung und den Paragraphen der fachspezifischen Studienordnung, der darauf verweist durchlesen. Es kann zum Beispiel vorgeschrieben sein, dass man das Industriepraktikum vor der Bachelorarbeit ableistet, oder auch, dass sich das Unternehmen hauptsächlich mit biogenen Rohstoffen beschäftigt.
Man kann auch gerne den Praktikumsbeauftragten ansprechen. Allerdings sollte man dann schon wissen was in der Ordnung steht und sich nicht von der Sekretärin verjagen lassen ;-) }
Wichtig ist der Bericht, in dem du deine Erfahrungen dokumentierst. Du solltest diesen während des Praktikums anfertigen. Sonst vergisst du vieles wieder und weißt dann nicht, was du schreiben sollst. Der Bericht muss vom Unternehmen genehmigt werden (z.B. durch Unterschrift des Betreuers auf dem Titelblatt.)
Die Anerkennung des Praktikums erfolgt durch formlosen Antrag beim Praktikumsbeauftragten. Dem Antrag sind die Kopien der Berichte und des Tätigkeitsnachweises beizufügen.
Das Praktikum ist eine gute Chance, etwas über die Anwendung des theoretisch Erlernten zu erfahren. Oft begreift man erst dort, was der eine oder andere Begriff oder Zusammenhang aus der mechanischen Verfahrenstechnik oder technischen Thermodynamik wirklich bedeutet. Bei Praktikumsplätzen hast du eine sehr freie Auswahl.
{Die Bewerbungsfristen liegen bei 4-6 Monaten.
Für Praktika in Werkstätten sind Große Konzerne und Berufsschulen sehr empfehlenswert,
da man hier mehr lernt als in der Schlosserei nebenan.}
Solltest du nicht so richtig wissen, wo du das Praktikum machen willst, ist es empfehlenswert bei Lehrstühlen, höheren Semestern usw. nachzufragen. Erfahrungsberichte helfen oft weiter.
Um zu den Klausuren zugelassen zu werden, benötigt man in einigen Fächern, wie z.B. Chemie und Physik, eine Prüfungsvorleistung in Form eines Laborpraktikums.
Dieses Praktikum findet in den Unieigenen Laboren statt. Wie man einen Platz in dem Praktikum bekommt, wird dir am Semesteranfang in der Vorlesung gesagt. In der Regel gibt es einen bestimmten Termin, an dem Du Dich für das Praktikum einschreibst.
Wenn man dann eingeschrieben bist und der Termin an dem das Praktikum stattfindet feststeht, ist es leider nicht damit getan einfach nur anwesend zu sein. In fast jedem Praktikum wird ein Protokoll verlangt. Wie der Inhalt gestaltet werden soll, wird vom Praktikumsbetreuer angegeben oder steht in der Arbeitsanweisung.
{Das Laborpraktikum bietet die Chance sich durch Experimente eingehender mit dem Stoff zu beschäftigen und sich in Gruppenarbeit zu üben. Alles in allem viel Arbeit, aber gut zum Lernen!}
Vor jedem Praktikumstermin werden die Versuchsdurchführungen bekannt gegeben, entweder in Form eines Skripts oder im Internet. Wie das gehandhabt wird, wird einem in der Vorlesung mitgeteilt.
Bei einigen Praktika gibt es Antestate. Die Praktikumsbetreuer wollen sicher gehen das du die Aufgabenstellung verstanden und dich mit der Theorie beschäftigt hast. Nur in Chemie gibt es einen schriftlichen Test für die Zulassung zu den Praktika.
In den Bachelor- und Masterstudiengängen werden diese beiden Regelungen meist zusammengefasst und auch die Praktikumsordnung befindet sich oft im Anhang dieses Dokuments.
Nun aber mal eins nach dem anderen. Man muss natürlich während seines Studiums nachweisen, dass man etwas gelernt hat und dieses Wissen auch anwenden kann. Dazu muss man für jedes Fach entweder eine Prüfung ablegen oder eine Hausarbeit schreiben. Eventuell kommen dann noch verpflichtende Exkursionen, Laborpraktika, Vorträge oder ähnliches hinzu. Zusammen mit der Vorlesung oder dem Seminar nennt man das dann Modul.
Besteht man eine Modulprüfung nicht, darf man sie 2 mal wiederholen, wobei die 2. Wiederholungsprüfung in der Regel mündlich ist.
Besteht man 3 mal die Modulprüfung nicht, wird man exmatrikuliert, das bedeutet, man ist Bundesweit für dieses Modul gesperrt.
Laut der allgemeinen Prüfungs- und Studienordnung gilt, dass nur die aufgeführten Leistungsnachweise zu erbringen sind. Es sollte nicht, in die Bewertung einfließen, wie oft man geistig und körperlich anwesend war und was man noch so alles zu Hause getan hat.
{Prinzipiell könnte man sich in vielen Fächern einfach selbstständig auf die Prüfung vorbereiten und wenn man diese dann besteht, ist das völlig in Ordnung. Empfehlenswert ist das aber selten.}
Der Arbeitsaufwand zählt dennoch – aber nur der eines fiktiven Durchschnittsstudenten.
Student Bürokratiemuster studiert im Semester 900 Stunden. Eine Musterstunde hat 45 min. 2 Vorlesungsstunden werden meist zur Doppelstunde à 90 min zusammengefasst.
Jedenfalls bekommt man für alle diese Leistungsnachweise sogenannte Creditpoints. Einen Creditpoint gibt es für 30 Stunden Durchschnittsarbeit.
Das sind für Bürokratiemusterstudenten 30 Leistungspunkte pro Semester.
Jedem Fach, den Abschlussarbeiten (Bachelor- bzw. Masterarbeiten)
und den Industriepraktika sind dann eine bestimmte Anzahl von Creditpoints zugeordnet.
Also z.B. 4 bis 8 für Fächer wie Physik oder Mathe I. Insgesamt sind das dann
180 für das Bachelorstudium bzw.
Vorgeschrieben ist, dass man nach 4 Semestern 40, nach 6 80, nach 8 120 und nach 10 180 Creditpoints erreicht haben muss (Dies bezieht sich auf das Bachelorstudium).
Ausnahmeanträge kann man zum Beispiel stellen, wenn man längere Zeit krank ist oder sich in der studentischen oder akademischen Selbstverwaltung engagiert.
Nun muss und darf man sich das nicht alles frei nach Schnauze zusammenstellen und -rechnen. Alle zu erbringenden Pflicht- und Wahlpflichtleistungen sind im Studienablaufplan zusammengestellt. Die Reihenfolge ist dabei in der Regel nicht festgelegt.
{Einige Reihenfolgen sollte man dann aber doch nicht ändern, Mathe1 sollte man z.B. schon vor Mathe2 hören}
Darüber hinaus steht einem das gesamte Studienangebot der BTU Cottbus offen. Reicht einem das nicht, kann man sich als Gasthörer an einer anderen Uni oder auch für Auslandssemester bewerben. Zusätzliche Leistungen können auf dem Bachelorzeugnis vermerkt werden.
Am Ende jedes Semesters wird eine Fachprüfung für jedes Modul (Fach) geschrieben. Diese werden im so genannten Prüfungszeitraum geschrieben. Der Prüfungszeitraum (2 Wochen) ist immer zu Beginn und zum Ende der Semesterferien. Wann welche Klausur geschrieben wird, wird entweder in der Vorlesung angesagt oder es ist bereits ein Termin im Computer bei der Online-Anmeldung zu sehen.
Zu den Fachprüfungen meldet man sich im Steinhaus im Raum 118 an den Computerterminals an.
Der Anmeldezeitraum für die Fachprüfungen ist in den ersten 2(3) Wochen nach Vorlesungsbeginn.
Versäumt man die Anmeldung in diesem Zeitraum, kann man die Klausur erst wieder im nächsten Semester mitschreiben, in dem das Modul angeboten wird, meist also erst ein Jahr später, wo du dich natürlich wieder im gleichen Zeitraum anmelden musst.
Es klingt erstmal hart, sich für eine Prüfung anzumelden, von der man nicht mal weiß ob man das Fach überhaupt versteht und die Klausur bestehen würde. Aber keine Panik. Ist die Anmeldefrist abgelaufen und Du hast Dich angemeldet, hast Du noch mal 5 Wochen Zeit dich wieder abzumelden. Dieses geschieht wieder im Steinhaus im Raum 118 an den Computerterminals.
So gesehen hat man fast 2 Monate Zeit um sich selbst zu fragen, verstehe ich das, was die mir in der Vorlesung oder Übung erzählen und kann ich die Klausur bestehen? Denn nach diesen 2 Monaten, sind es noch mal 2-3 Monate bis die Klausur tatsächlich geschrieben wird. Man kann schon gut einschätzen ob man sich zutraut den Stoff verstanden zu haben oder nicht.
Zur Anmeldung selbst, brauchst du deinen BTU-Account, den man an den selben Terminals aktiviert haben musst. Irgendwann findet man an diesen Computern im Raum 118 des Steinhauses auch die Noten.
{Nur gibt es dafür keine so festen Fristen und teilweise kann man sie lange vorher auf Aushängen oder ähnlichem lesen. Die Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse soll eigentlich spätestens 4 Wochen nach der Prüfung erfolgen. Wenn’s mal wieder länger dauert, ist’s wieder mal ne Ausnahme.}
Ist man durch eine Prüfung durchgefallen, hat man noch 2 weitere Versuche die Prüfung zu bestehen. Die erste Nachprüfung ist noch mal schriftlich.
Nachschreibetermine werden meist kurz vor oder zu Beginn des nächsten Semesters angeboten. Man kann die Klausur aber auch einfach beim nächsten mal, wenn das Modul ein Jahr später wieder angeboten wird, nachschreiben.
Für die Wiederholung kann man sich zwei Wochen vorher einschreiben. Die Bachelorprüfung darf man aber nur einmal wiederholen.
Fällt man jedoch auch durch diese Prüfung, hast man nur noch eine Chance in Form einer mündlichen Prüfung.
Bestehst man 3 mal die Modulprüfung nicht, wird man sofort exmatrikuliert, das bedeutet, man wird Bundesweit für dieses Modul gesperrt.
Fällst man z.B. 3 mal durch die Modulprüfung Höhere Mathematik I, wird man bundesweit für dieses Modul gesperrt. Und da man das Modul Höhere Mathematik für jeden Ingenieurstudiengang benötigt, kann man nicht weiter studieren und wird exmatrikuliert. Dann bleibt einem nur noch ein Studiengang, der dieses Modul nicht besitzt. Das gilt für alle Modul Prüfungen.
Die Anmeldung selbst findet im Prüfungsamt statt. Das befindet sich ebenfalls im Steinhaus und zwar im Zimmer 115, bei der Fr. Schmidt. Dazu bringt man seinen Studentenausweis mit und füllt ein Formular aus. Alles weitere erklärt einem Fr. Schmidt.
Wenn man mit einer Note nicht zufrieden ist gibt es in einigen Studiengängen einen Freiversuch (nur für bestandene Prüfungen). Man darf die Arbeit noch einmal schreiben und die bessere Note zählt.
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» Zen-Garden-Seiten inspirieren lassen.
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