Vielfalt@BTU

Warum Diversity Management an der BTU?

Die BTU Cottbus konnte sich bereits erfolgreich im internationalen Feld etablieren – zahlreiche internationale Kontakte und auch so viele internationale Studierende (15,6% - vgl. Abbildung zu Zahlen, Daten, Fakten) wie fast kaum eine Universität in Deutschland sind der Beleg dafür. Die Internationalisierungsstrategie wird auch die Basis des zukünftigen Erfolgs der BTU sein, wenn es darum geht, im immer härteren Wettbewerb um Studierende, qualifizierte Wissenschaftler und schließlich Forschungsgelder die Nase vorn zu halten.

Ein zweites Pfund: Auch der Anteil an studierenden Frauen für eine technische Universität liegt unglaublich hoch: bei 35,7 %. Betrachtet man deren Weg nach oben, sieht man jedoch auch, dass unter der Professorenschaft Frauen (noch) wenig vertreten sind – nur mehr 15,8%. Dies birgt im aktuellen Fachkräftemangel weiteres Potenzial.

Und hier setzt nun Diversity Management an: Das vorhandene Potenzial ist zu erkennen und noch besser einzusetzen. Das gilt einerseits für Frauen, für ausländische Angehörige der BTU, aber auch für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, Väter und Mütter, den Angehörigen der verschiedenen Disziplinen, den befristet Angestellten, den Beschäftigten der verschiedenen Organisationseinheiten usw. Diversity Management ist kein Minderheitenprogramm, sondern ein Instrument, um die Talente und Kompetenzen jedes Einzelnen ins große Ganze einzubinden.

Es ist kein Geheimnis, dass die BTU unter dem Standortfaktor leidet, doch kann sie mit einer Forcierung ihrer Internationalität, ihrer Innovationsleistung durch Vielfalt, ihrer Arbeitgeberattraktivität dies nicht nur ausgleichen, sondern sich im internationalen Umfeld ganz vorne positionieren.

Dazu gehört die Anpassung von Strukturen, Prozessen und Kompetenzen, um die vorhandenen Talente besser zu erkennen, Vielfalt zielorientiert weiter zu fördern und eine allgemeine Wertschätzung für Vielfalt herbeizuführen.

Daher ist das neue Projekt "Diversity Management - in Vielfalt zum Erfolg" als Change Projekt zu verstehen, das angestoßen durch Prof. Zimmerli und gemeinsam mit Führungskräften, aber auch den MitarbeiterInnen Lehre, Forschung, Weiterbildung und Verwaltung gestalten möchte.

 

Gelebte Vielfalt

Ungenutztes Potential

Das Forschungsteam zum Thema Technikstress am Lehrgebiet Arbeitswissenschaft/ Arbeitspsychologie setzt sich aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Ausbildungen (z.B. Psychologie, Ingenieurwesen, Informations‐ und Medientechnik,) zusammen. Dadurch kann ein Gegenstand aus verschiedenen
Wissenschaftsrichtungen und intensiver erforscht werden.

Externe Doktoranden aus dem Ausland, die wertvolle Kenntnisse mitbringen, werden häufig schlichtweg vergessen, auf den Lehrstuhlverteiler gesetzt und regelmäßig informiert zu werden – damit sind sie abgeschnitten und können sich nur schwer einbringen.

In der Kindertagesstätte „Anne Frank“ des Studentenwerks können Väter und Mütter aus der Studierenden- und Belegschaft ihre Kinder (wenn sie mindestens 8 Wochen alt sind und noch nicht in die Schule gehen) in liebevolle Betreuung geben und sich somit ganz ihren Aufgaben widmen und Studium bzw. Beruf mit Familie vereinbaren.

Der Kindergarten schließt um 17.30 Uhr. Wohin dann mit den Kindern, wenn der Arbeitstag noch lange nicht zu Ende ist bzw. noch wichtige Vorlesungen anstehen?

Am 23.06.2009 unterschrieben der Präsident, die Schwerbehindertenvertretung, der Behindertenbeauftragte und die Personalräte die Integrationsvereinbarung, um Chancengleichheit an der BTU Cottbus zu gewährleisten und die konkreten Arbeitsbedingungen der schwerbehinderten Beschäftigten in einem stetigen Prozess weiter zu verbessern.

Am LG10 gibt es vorbildlicherweise eine Rampe für Rollstuhlfahrer. Jedoch ist sie mit einer Kette abgeschlossen – und keiner weiß, wer den Schlüssel hat.

Die internationalen Studiengänge World Heritage Studies und Environmental Resource Management sowie der studienvorbereitende Deutschkurs ziehen Studierende aus aller Welt an und bereichern die Studienlandschaft in Cottbus! 15,6% der Studierenden stammen aus dem Ausland, die größte Gruppe aus China (229), gefolgt von Studierenden aus Kamerun (93) und aus Polen (83).

Wer hat schon mal mit einem der
chinesischen Studierenden gesprochen? Warum nicht Tandems zwischen deutschen und internationalen Studierenden bilden, um Sprachen zu lernen, andere Länder kennenzulernen
und gemeinsam um die Ecken zu ziehen?

An der Seniorenuniversität der BTU Cottbus können sich Ältere Erwachsene weiterbilden,
entweder in speziellen Veranstaltungs- und Bildungsangeboten oder Seite an Seite mit jungen Studenten als Gasthörer in Lehrveranstaltungen
aus dem regulären Studienangebot.
Ebenso bringen sie als Dozenten ihre Erfahrungen ein bzw. nehmen an Projekten teil – zuweilen sogar als Projektleiter. Damit wird für den generationsübergreifenden Austausch als auch für Bildung und Beschäftigung für Senioren gesorgt.

Zu Ihrem 65. Lebensjahr scheiden
qualifizierte und erfahrende
MitarbeiterInnen aus der Universität aus. Warum bietet man ihnen nicht unmittelbar an, als BeraterIn oder externe/r DozentIn der Seniorenuniversität ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben?

Wir leben Vielfalt an der BTU Cottbus, …

- weil knapp 14,8 % [1] unserer Studierenden aus anderen Nationen zu uns kommen,

- weil es an der BTU Cottbus viele Studierende und Beschäftigte mit Familienaufgaben (Kinder, pflegebedürftige Angehörige) gibt

- weil verschiedene Religionen hier zu Hause sind,

- weil Menschen mit Behinderungen hier gute Bedingungen vorfinden,

-   weil der Frauenanteil bei den Studierenden inzwischen bereits 36,86 % [1] beträgt und bei den Beschäftigten 40,05 % [2],

- weil es hier einen Stammtisch für Queer-Lesbian-Gay-Trans* gibt,

-   weil die Belange der sorbischen/wendischen Minderheit hier Beachtung finden,

-   weil viele studentische Vereine das Studien- und Arbeitsleben bereichern,

- weil …

Es gibt noch so viele Gründe. Deshalb heißt unser Motto - In Vielfalt zum Erfolg!

[1] Stand 17.09.2010

[2] Stand 15.06.2010

Zahlen, Daten, Fakten zu Vielfalt