Ringveranstaltung im Projekt Diversity Management im Sommersemester 2012

13.06.2012 um 17:30Uhr im HG, Seminarraum 0.16

Vortragende: Dr. Daniela De Ridder

Thema: Diversity Management und Barrierefreiheit an Hochschulen

Vortrag mit anschließender Diskussion

Eine Dimension von Diversity beinhaltet die geistigen sowie körperlichen Fähigkeiten. Beim Thema „Barrierefreiheit“ geht es um diejenigen, die darin eingeschränkt sind und dennoch Zugang zu allen Bereichen der Universität haben sollen, ohne dabei in Schubladen gesteckt zu werden. Der Vortrag von Dr. Daniela De Ridder setzt sich damit auseinander und versucht, pragmatische Antworten auf Fragen zu liefern, die sich automatisch ergeben, wenn man sich damit beschäftigt.

Frei von Barrieren und „enthindert“? Wie kann Barrierefreiheit im Hochschulalltag aussehen? Barrierefreiheit bedeutet, dass Gegenstände, Medien und Einrichtungen so gestaltet werden, dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer eventuell vorhandenen Behinderung uneingeschränkt benutzt werden können.

Nimmt man allerdings den Hochschulalltag unter dem Gesichtspunkt Barrierefreiheit in den Blick, so wird die Komplexität der möglichen Handlungsfelder deutlich, denn nicht nur Mobilität, Bau, Liegenschaften, IT, Kommunikation bieten Umsetzungschancen.

Aber kann es überhaupt Lebensbereiche geben, auf die das Thema „Barrierefreiheit“ keine Anwendung findet?

Zudem bleibt offen, wer als „behindert“ zu betrachten ist. Sind Blinde gemeint, Gehörlose, Menschen im Rollstuhl oder jene, die ohne Alkohol ihr Dasein nicht glauben bewältigen zu können? Und was kann im Hochschulalltag verändert werden, um mehr Barrierefreiheit zu erreichen?

Auf diese komplexen Fragen will der Vortrag von Frau Dr. Daniela De Ridder pragmatische Antworten liefern

Die BTU Cottbus ist die einzige Universität im sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet. Viele Studierende und Mitarbeitende haben sorbische/wendische Wurzeln. Dennoch kennen sie und die von weiter her kommen nicht die Hintergründe, was „Sorbisch“ oder „Wendisch“bedeutet? Gibt es hier Unterschiede oder ist es gar das gleiche? Die heutige Veranstaltung widmet sich der insbesondere der„ethnischen Herkunft“, als einer Dimension von Diversity, der Vielfältigkeit von Lebensentwürfen und -stilen.

Sorbische/Wendische Geschichte und Kultur in der Niederlausitz

Vortrag mit anschließender Diskussion

25.04.2012, 17:30 - 19:00 Uhr, ZHG, Seminarraum 4

Referent: Dr. Peter Schurmann, Sorbisches Institut Bautzen, Zweigstelle für Niedersorbische Forschungen Cottbus

Das Wissen über die Geschichte und Kultur des sorbischen Volkes ist allgemein erschreckend gering. Und dies betrit nicht nur Menschen, die weit außerhalb der Lausitz wohnen. Der Vortrag will vermitteln, was man über die Sorbinnen und Sorben, die sich selbst auf Deutsch auch als Wendinnen und Wenden bezeichnen, wissen sollte. Immer wieder stellt sich Interessierten die Frage, wie es möglich war, die sorbische ethnisch-nationale Eigenart bis in die Gegenwart zu erhalten.
Äußerlich unterscheiden sich die sorbischen Menschen im Alltag nicht von ihren deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, es sei denn, sie sprechen ihre Muttersprache. Wenigen ist aber nur bewusst, was neben den Trachten und Bräuchen auf die Existenz des sorbischen Volkes hinweist. Die Vielfalt an Zeugnissen über dieses Volk insbesondere in Cottbus belegt, wie es die kulturelle Entwicklung mitgeprägt hat.