Aktuelles

Begutachtertermin

Am 10./11.12.2009 fand das Begutachtungskolloquium zur zweiten Phase des Schwerpunktprogramms in Bonn statt.

Arbeitsgruppentreffen Herstellungsverfahren

Am 29./30.06.2009 traf sich die Arbeitsgruppe Herstellungsverfahren in Cottbus.

4. SPP-HAUT-Treffen

Unsere 4. Arbeitsgruppensitzung fand am 27./28.Mai 2009 in Frankfurt bei der DECHEMA statt.

Arbeitstreffen "Haifischhaut"

Am 18./19. Februar fand ein Arbeitstreffen der Projektgruppe "Haifischhaut" an der TU Ilmenau statt.

3. SPP-HAUT-Treffen

Unsere 3. Arbeitsgruppensitzung fand am 3./4. November 2008 in Berlin statt.

2. SPP-HAUT-Treffen

Am  4./5. März 2008 fand das zweite SPP-HAUT-Treffen in Stuttgart statt. Dieses Treffen stand in Verbindung mit einem Workshop „Sicherung des geistigen Eigentums“.

Werkzeuge simulieren menschliche Haut

Göttinger Physiker erforschen neue adaptive Oberflächen
(das Göttinger Tageblattt berichtete, lesen Sie hier (pdf)

"Haifischhaut" für Turbinen

DFG fördert Materialforschung an der BTU-Cottbus / Neue Beschichtungsverfahren
(die Märkische Allgemeine Zeitung berichtete, lesen Sie hier jpg/pdf)

Lernen vom Lotusblatt

An der Brandenburgischen Technischen Universität beginnt das bundesweit einmalige Projekt "Haut"
(die Lausitzer Rundschau berichtete, lesen Sie hier jpg)

Schwerpunktprogramm 1299: Adaptive Oberflächen für Hochtemperatur-Anwendungen – Das „Haut“-Konzept

Metallische und keramische Werkstoffe werden i.d.R. als „tote“ Materie betrachtet. Insbesondere bei erhöhten und hohen Temperaturen (ca. 650 – 1100°C) besitzen jedoch maßgeschneiderte Werkstoffoberflächen das Potential, wie lebende Hautsysteme auf ihre Umwelt mit spezifischen Eigenschaften zu reagieren und somit einem technischen Bauteil zu besonderen Funktionalitäten zu verhelfen.

Als Beispiele für solche Funktionalitäten, die aus einer aktiven Reaktion auf Umgebungseinflüsse bei hohen Temperaturen resultieren können, seien genannt:

  • Ausbildung einer definierten Oberflächenmikrostruktur durch lokale oder integrale Schwellung/Schrumpfung, die u.a. den Gasströmungswiderstand beeinflussen kann („Haifischhauteffekt“). 
  • Aufbau von Schutzfunktionen gegen Wärmedurchtritt und chemischen Angriff. 
  • Selbstreinigung bzw. Abstoßung von Ablagerungen durch mikrostrukturelle und/oder chemische Effekte. 
  • „Atmung“ bzw. „Transpiration“ durch Membranfunktionen (Aufnahme bzw. Abgabe von Schmierstoffen, Freisetzen von Depotphasen, selektiver Durchtritt von Elementen bzw. Verbindungen). 
  • Erfassung von physikalischen und chemischen Parametern (Druck, Temperatur, Strömungsgeschwindigkeit, Barrierewirkung bzw. Unversehrtheit, chemische und physikalische Indikatorfunktionen).
  • Regeneration (Selbstheilung bei Oberflächenschädigungen).

Alle diese Eigenschaften lassen sich durch geeignete vorbereitende chemische und/oder physikalische Behandlung der Oberflächen gefolgt von einer anschließenden (betrieblichen) Exposition bei hohen Temperaturen erreichen („Hochtemperaturaktivierung“). Die Wege können hierbei über eine generelle oder mikro-/nanostrukturierte Modifizierung der Zusammensetzung bzw. Geometrie der Werkstoffoberflächen und/oder –randzonen durch z.B. Mikrolegieren, Ionenimplantation, Sputtern, PVD, CVD, thermisches Spritzen und andere Depositionsverfahren (maskiert, räumlich gesteuert, zeitgesteuerte bzw. gepulste, lokale und globale Variation der physikalisch chemischen Prozeßparameter) führen, um Precursorsysteme für den Hochtemperaturaktivierungsprozeß herzustellen.

Die wichtigsten Ziele des Schwerpunktprogramms sind:

  • Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen zur Herstellung adaptiver („lebender“) Oberflächen mit unterschiedlichen Funktionalitäten für Hochtemperaturanwendungen durch vorbereitende Oberflächenmodifizierung und anschließende Hochtemperaturaktivierung. 
  • Entwicklung von Strategien und Methoden zum dauerhaften Erhalt der Funktionalitäten beim Hochtemperatureinsatz.