Termische Fügeverfahren
Grundlage der Untersuchungen in diesem Arbeitspaket bilden Schweiß- und Lötverfahren:
- Konventionelle WIG- und MIG/MAG-Schmelzschweißerfahren
- Konventionelle MIG-Lötverfahren.
Es werden Werkstoff, Blechdicke, Strukturgröße, Verbindungsart, Blechkombination, Spaltbreite, Fügeposition und Fügeparameter systematisch variiert. Durch die vollständige Aufzeichnung aller Prozessparameter und des Prozessverlaufs mit den digitalisierten Schweiß- und Lötvorrichtungen wird ein grundlegendes Prozessverständnis gewonnen. Gleichzeitig werden die vorhandenen Fügetechnologien hinsichtlich ihrer Eignung und Übertragbarkeit auf strukturierte Materialien untersucht und geeignete Prozessparameterfenster erarbeitet. Durch die Untersuchungen ergeben sich darüber hinaus die Einsatz- und Anwendungsgrenzen der einzelnen Fügeverfahren. Es ist anzunehmen, dass unter spezifischen Prozessparametern die für ebene Bleche bewährten Schweiß- und Löttechnologien verwendet werden können. Als Ergebnis dieser Untersuchungen werden weiterhin die zulässigen Fügespalte bestimmt und dienen als Toleranzanforderung bei der Herstellung der replattierten Blechränder.
Nichttermische Fügeverfahren
Schwerpunkt der Untersuchungen bilden die nichtthermischen Fügeverfahren wie Kleben, Nieten sowie Durchsetzfügen. Im Vordergrund der Arbeiten stehen die Ermittlung von zulässigen Fügespalte, die Auswahl geeigneter Fügehilfsmittel (z. B. Klebstoffe, Nieten), die erforderliche Vorbereitung der Fügestellen und die Bestimmung der Prozessparameterfenster.

