
PROFEM – professura feminea
Coaching Projekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der Hochschule Lausitz (FH) für Frauen mit dem Berufsziel Professorin
Trotz der Tatsache, dass Erziehungs- und Bildungsinstitutionen heute allgemein mehr auf die Förderung und gleiche Chancen für Mädchen und Frauen achten, ist die wissenschaftliche Elite in Deutschland größtenteils männlich. Frauen mit dem Karriereziel Professorin werden oft damit konfrontiert, dass eine hervorragende wissenschaftliche Qualifikation nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Erschwerend für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Professuren wirken sich insbesondere fehlende oder unzureichende persönliche Förderung, mangelnde Einbindung in die Scientific Community und nicht zuletzt tradierte Rollenbilder aus.
Die Ergebnisse der aktuellen Fortschreibung des Hochschulrankings des CEWS (Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung) unter Gleichstellungsaspekten zeigen, dass sich die BTU Cottbus seit der letzten Fortschreibung aus dem Jahr 2007 auf einem sehr guten Weg befindet. Sie nimmt nunmehr den 13. Platz für Universitäten ein und ist nach der TU Berlin und der TU München die drittbeste Technische Universität. Im Vergleich der brandenburgischen Universitäten rangiert die BTU Cottbus noch vor der Europa-Universität Viadrina und der Universität Potsdam. So sind an der BTU Cottbus jedoch immerhin von 98 ordentlichen Professuren 15 mit einer Frau besetzt. (Stand: März 2011), was einem Frauenanteil von 15,3 % entspricht. Nimmt man zu den ordentlichen Professuren noch die Juniorprofessuren, Professoren-Vertretungen und Gastprofessuren hinzu, sind derzeit 133 Hochschullehrer an der BTU beschäftigt, von denen 19 Frauen sind. Dies bedeutet einen Frauenanteil von 14,3 %.
An der Hochschule Lausitz sind es 16 Professorinnen von 106 Professuren beziehungsweise rund 15,1%.
Die Durchgänge des Projektes PROFEM – professura feminea unterstützen den wissenschaftlichen Werdegang von Frauen, die sich das Karriereziel Professorin gesetzt haben. Langfristiges Ziel des Projektes ist eine Steigerung des Frauenanteils bei den Professuren, vorrangig an den beiden veranstaltenden Hochschulen. Dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist eine Weiterführung des Projektes PROFEM – professura feminea über das Jahr 2012 dringend erforderlich. Die Nachfrage der beiden Durchgänge bestätigt neben dem beschriebenen Bedarf auch das Problembewusstsein bei den Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen mit einer anhaltenden Nachfrage. Auf den ersten und zweiten Durchgang bewarben sich auf die acht Projektplätze jeweils 15 Postdoktorandinnen, Juniorprofessorinnen, weibliche Lehrbeauftragte, Habilitandinnen, die sich das Karriereziel Professorin gesetzt haben.



