Projektbereich A „Abiotisch gepägte Strukturen und Prozesse“
(Leitung: Prof. Dr. Kögel-Knabner, Prof. Dr. Hüttl)
Zur Charakterisierung der abiotischen Kompartimente eines natürlichen Systems dienen die Hauptstandortsfaktoren
„Ausgangssubstrat/Boden“ und „Wasser“. Hinter diesen Oberbegriffen stehen verschiedene Strukturen und Prozesse, die die Systementwicklung
determinieren, gleichzeitig aber auch Ausgangs- und Genesebedingungen für die biologische Besiedlung und Entwicklung darstellen. Die Ausprägung dieser Strukturen und Prozesse sowie deren
Wechselwirkungen kann zudem auch als ein Indikator für den Entwicklungszustand des
Gesamtsystems interpretiert werden.
Gerade in der Anfangsphase der Ökosystemgenese tragen sowohl die Verwitterung des Ausgangssubstrats und die Wechselwirkung der Bodenfest- mit der -lösungsphase
(TP A2) als auch die Akkumulation organischer Substanz in Form von Humus im und auf dem Boden (TP A3) entscheidend zur
Ausbildung erster initialer Bodenmerkmale und zur Besiedlungsfähigkeit des Standorts bei. Sie schaffen sowohl die Nährstoff- als auch die Nahrungsgrundlage für die im Lauf der Ökosystementwicklung komplexer werdenden Lebensgemeinschaften. Mit der abiotisch geprägten räumlichen Strukturierung auf der einen Seite und der Besiedlung der Standorte mit Pflanzen,
Mikroorganismen und Tieren auf der anderen Seite geht die Entwicklung von
mikro- bis makroskaligen Fließwegen im und auf dem Boden einher (TP A4). Während der Initialphase entstehen Fließwege für Wasser, die wiederum Einfluss auf die Bodenbildung und die Besiedlung der Fläche
nehmen. Der Projektbereich A steht entsprechend in einem sehr engen Austausch mit dem
Projektbereich B.
Teilprojekte
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