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Martin Kläschen |
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Titel |
Das Problem der Unerfassbarkeit von Erleben und seine Rolle im architektonischen Entwerfen.
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Zusammenfassung |
Die Dissertation geht von der Feststellung aus, dass Laien für Ihre Bewertung von Architektur primär Ihr räumliches Erleben heranziehen. So präsentieren Bauherren und Nutzer Raumidentitäten die durch Qualitäten des Verweilens bestimmt sind, wie z.B. „zu Hause sein, frei sein, bei der Arbeit sein, im Grünen leben, langweilig, vertraut, intim, persönlich, beschützend“ usw.
Ob so ein Erleben, das in einem subjektiven Zusammenhang mit einem Raum, einem Haus, einer Wohnung oder einem Umfeld steht, von jedermann gleichsam geteilt wird, ist schwer festzustellen. Tatsache ist jedoch, dass diese, an Architektur gekoppelten Erleben stattfinden und damit ein Merkmal von Architektur präsentieren, das für die Entwurfsarbeit des Architekten grundlegend ist.
Auch wenn das Erleben eine Tatsache ist, so bleibt es dennoch schwer erfassbar. Diese Arbeit greift dieses Problem auf, indem sie zunächst auf theoretischer Ebene untersucht, was Erleben ist.
Dabei steht in diesem Zusammenhang jedoch nicht die Beantwortung der philosophischen Frage nach dem Erlebtsein von Erleben im Vordergrund, sondern vielmehr verfolgt die theoretische Untersuchung das Ziel, ein Verständnis von Erleben zu erarbeiten, welches eine brauchbare Grundlage für das Entwerfen bildet. Entsprechend stelle ich aus den unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen von Erleben eine handhabbare Definition zusammen, deren Rolle und Anwendbarkeit ich darauffolgend in Bezug auf die Entwurfsarbeit des Architekten prüfe.
In diesem Zusammenhang untersuche ich vorerst erfolgreiche Methoden aus der Kunst, Erleben zu präsentieren, die ich dann mit unterschiedlichen Beispielen der Handhabung von Erleben im architektonischen Entwerfen vergleiche.
Um die unterschiedlichen Qualitäten des Verwirklichens von Erleben in Architektur zu bestimmen, betrachte ich jene Architekturen näher, die als Produkte aus den von mir beleuchteten Entwurfsprozessen hervorgegangenen sind.
Aus dem Vergleich erfolgreicher Entwurfsprozesse lässt sich eine allgemeine Struktur ableiten, die den Ablauf und das Ineinandergreifen bestimmter Vorgänge eines Entwerfens erklärt, welches Erleben als architektonischen Anspruch berücksichtigt. Als eine Ergänzung zur Gliederung der Leistungsphasen der HOAI bildet diese Struktur eine Grundlage, auf der Architekten ihre eigenen Entwurfsmethoden individuell weiterentwickeln können.
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english title |
The Problem of grasping "Erleben" and its Role in Architectural Designing.
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abstract |
This dissertation builds up on the conclusion, that laymen evaluate architecture primarily based on their own spatial “erleben” – their own spatial sensations as a state of being. For example, clients and users communicate spaces as “being at home, being comfortable, being free, being at work, living in the woods, intimate, personal, save” etc.
It will be difficult to determine if such subjective connections to spaces, houses or flats, are shared by every individual in the same way. But, it is a fact that those architecturally linked sensations take place and they present to us a distinguished mark of architecture, which is a fundamental parameter for the architectural design work. However, even if sensations are facts, they still remain hard to grasp.
This investigation takes on this problem on a theoretic level by examining the question: What is sensation? Here, the inquiry does not focus on the philosophical question about the matter of sensation. This theoretical investigation aims rather at establishing an understanding of sensation that serves as a useful basis for the design process. Considering its distinct qualities, I am putting together a definition of sensation as well as studying its role and applicability within the architectural design process.
On a practical level I am comparing successful methods of “making” sensations in fine arts with different examples of architectural design processes that are emphasised on sensational aspects.
An analysis of the architectural examples that were produced by the investigated design processes, allows researching different qualities of realising sensations in architecture.
Comparing design processes that had successfully realised sensations in architecture, allows finding their general structure and clarifies order and interaction of the different design phases.
This structure will serve as a platform for architects to further develop their individual design methods additionally to the conventions of designing architecture.
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Zur Person |
Ausführlicher Lebenslauf mit Projektliste und Publikationen unter www.househaus.com |
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Kontakt |
Klaeschen(at)househaus.com |
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