Priv.-Doz. Dr. phil. habil. Hans Friesen

 

 

 

   
   
1.    Überblick über die berufliche und wissenschaftliche Laufbahn:  
 

 

Ausbildung: Studium der Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik, Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum von 1979 bis 1985, Magister 1986, Promotion 1990-1991 in Bochum. Habilitation 2000-2001 an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der Universität Potsdam, Mai 2001 Erteilung der Lehrbefugnis in Potsdam, Februar 2002 Ernennung zum Privatdozenten an der BTU Cottbus.

 

Stellen und Projekte: Seit 1990 Mentor für Philosophie am Fernstudienzentrum der Universität Oldenburg. 1991-1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karl Ernst Osthaus-Museum in Hagen. 1994-2000 Wissenschaftlicher Assistent an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus. 1999-2001 wissenschaftliche Leitung eines Forschungsprojekts zum Thema „Philosophische Dimensionen der Virtualität in einer globalen Mediengesellschaft“ an der Arbeitsstelle Fernstudienforschung der Universität Oldenburg. Ab SS 03 Lehrbeauftragter für Philosophie und Architekturtheorie an der Hochschule Vechta.

 

Überblick über meine berufliche und wissenschaftliche Laufbahn:

 

ab 1990                        Tätigkeit als Mentor für Philosophie an der Universität Oldenburg

                                   - Durchführung von Seminaren zur Ethik, Ästhetik, Erkenntnistheorie etc.

 

1991-1993         Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karl Ernst Osthaus-Museum in Hagen,

verantwortlich für den Bereiche „Kunst am Bau“ und „Kunst im öffentlichen Raum“

Aufgabenbereiche:

- Erfassung des Kunstbestandes im öffentlichen Raum der Stadt Hagen

- Rekonstruktion der Geschichte der Kunst im Hagener Stadtraum

- Mitarbeit an der Vorbereitung von Ausstellungen des Osthaus-Muse

 

1994-2000         Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl „Theorie der Architektur“ der Technischen Universität in Cottbus

                        Aufgabenbereiche:

                                    - Durchführung von Lehre mit Lehrauftrag zur Ästhetik, Kunst- und Architekturtheorie

                        Arbeitsschwerpunkte:

                                   - Weltgeschichte der Architektur und Kunst

                                   - Architektur- und Kunsttheorie, insbesondere des 20. Jahrhunderts

                                   - Philosophische Ästhetik, Kulturphilosophie, Kulturgeschichte

                                   - Theorie der Stadt, Verhältnis Stadt und Land

                        Eigene Forschung:

                                   - Vermittlung von Ästhetik in der Architekten- und Künstlerausbildung

                                   - Habilitation über philosophische Kunst- und Architekturtheorie im 20. Jahrhundert

 

1995-2000         Mitarbeit an der Redaktion der Internet-Zeitschrift „Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur“

(/theoriederarchitektur/wolke)

Mitarbeit an der Vorbereitung und Durchführung folgender Autorenkonferenzen der Zeitschrift:

- Architektur im Zwischenreich von Kunst und Alltag (1996)

- Modernität von Architektur (1997/1)

- Architektur, Sprache, Wissenschaft (1997/2)

- Architektonik und Ästhetik künstlicher Welten (1998/1)

- Auseinandersetzung mit Heideggers Bauen, Wohnen, Denken (1998/2)

- Entwerfen. Kreativität und Materialisation (1999/1)

- Neue Kulturlandschaft. Arbeits- und Lebenswelt für die Zukunft (2000/1)

- Weltausstellungen und Architektur (2000/2)

 

2000                 Habilitation an der BTU Cottbus und der Universität Potsdam

 

Februar 2001     Erteilung der Lehrbefugnis für Philosophische Kunst- und Architekturtheorie

 

Februar 2002     Ernennung zum Privatdozenten für Philosophische Architektur- und Kunsttheorie an der BTU Cottbus

 

Ab SS 03          Lehrbeauftragter für Philosophie und Architekturtheorie an der Hochschule Vechta

 

 

 

2.    Verzeichnis der wissenschaftlichen Publikationen:

 

 

1993     im Heimatkalender des Kreises Warendorf 1994 als Gemeinschaftsarbeit:

- Haidrun Brauner, Hans Friesen, „Kunst im öffentlichen Raum in Beckum. ‚Maßvolle Beschränkung‘ auf Heimatbekenntnisse“, S. 68-71.

 

- Hans Friesen, „Eva Niestraths konkrete Kunst im Hagener Stadtraum“, in: Hagen + Mark. Hagener Heimatkalender 1994, S. 79-82.

 

1994     - Hans Friesen, „Netz-Werk. Zu den Bildern von Andrea Abstiens“, in: W. Gutzmer (Hg.), Das Projekt Arachne. Andrea Abstiens, Witten, S. 12-16.

 

1995     - Hans Friesen, Die philosophische Ästhetik der postmodernen Kunst, Würzburg.

 

1996     - Hans Friesen, „Autonomie und Entdifferenzierung in der Kunst“, in: Wissenschaftsmagazin. Brandenburgische Technische Universität Cottbus. Forum der Forschung, Heft 4, Juni, S. 118-122.

 

- Hans Friesen, „An den Grenzen der Kunst in der Moderne“, in: Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur, 1. Jg., Heft 1, Oktober.

 

- Hans Friesen, „Autonomie und Öffentlichkeit in der Kunst“ (in russischer Fassung), in: Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur, 1. Jg., Heft 1, Oktober.

 

Mitautor eines sechssprachigen Bildwörterbuchs der Architektur:

- Architekturbildwörterbuch. Hochbau, Stadtplanung und Städtebau, hrsg. von Eduard Führ, (Englisch, Deutsch, Ungarisch, Polnisch, Russisch, Slowakisch), Düsseldorf, Werner Verlag.

 

- Hans Friesen, „Bericht über das Symposion ‚Architektur im Zwischenraum von Kunst und Alltag‘“, in: kommunikation, information, berichte. Mitteilungen für die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik e. V., Heft 1, S. 10-13.

 

1997     - E. Führ, H. Friesen, A. Sommer (Hg.), Architektur im Zwischenreich von Kunst und Alltag, Münster.

Darin als eigene Arbeit:

- Hans Friesen, „Grenzüberschreitungen der Kunst. Über Bildfunktion und ästhetische Grenze in der Kunst der Moderne“, S. 167-197.

- Hans Friesen, „Einleitung“, S. 9-12.

 

- Hans Friesen, „Von der Moderne zur Postmoderne. Zur Genealogie der Architektur im 20. Jahrhundert“, in: Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur, 2. Jg., Heft 2, November.

 

- Hans Friesen, „Autonomie, Öffentlichkeit, postmoderne Kunst“ (in russischer Übersetzung) , in: Waterpas. Ukrainische Zeitschrift für Bauwesen und Architektur, No 3 (11), S. 66-67.

 

1998     - E. Führ, H. Friesen, A. Sommer (Hg.), Architektur – Sprache. Buchstäblichkeit, Versprachlichung, Interpretation, Münster.

 

- Hans Friesen, „Heideggers Architekturtheorie und die Moderne“, in: Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur, 3. Jg., Heft 2, Juni.

 

1999     - Hans Friesen, Anette Sommer, „Entwerfen – Kreativität und Materialisation. Autorenkonferenz in Cottbus“, in: Bauwelt, 21, Mai, 90. Jg., S. 1126.

 

2000          - Hans Friesen, „Heideggers Architekturtheorie und die Moderne“, in: E. Führ (Hg.), Bauen und Wohnen. Martin Heideggers Grundlegung einer Phänomenologie der Architektur, Münster u. a., S. 177-188.

 

- Hans Friesen, „‚Dichterisch wohnet der Mensch‘. Ein Balance-Akt zwischen Stadt und Land?“, in: POIESIS. Praktisch-theoretische Wege ästhetischer Selbsterziehung, (hrsg. v. R. zur Lippe), Nr. 12/2000, S. 79-93.

 

2001          - Hans Friesen u. a., Philosophische Dimensionen des Problems der Virtualität in einer globalen Mediengesellschaft, Oldenburg.

 

- Hans Friesen, Eduard Führ (Hg.), Neue Kulturlandschaften, Cottbus.

 

- Hans Friesen, „Milly Steger und Johan Thorn Prikker in Hagen. Die Stellung ihrer Kunst in der Moderne“, in: Heimatbuch Hagen + Mark. Hagener Heimatkalender 2002, 43. Jg., S. 95-102.

 

2002     - Hans Friesen, „Zur Geschichte der Utopie in der Architektur“, in: werk und zeit, Heft 1, April 2002, S. 10f.

 

2003          - Hans Friesen, Karsten Berr (Hg.), Dimensionen Praktizierender Philosophie. Lebenskunst, Philosophische Praxis, Angewandte Ethik, Essen.

Darin als gemeinsame Arbeit:

- Hans Friesen, Karsten Berr, „Einleitung“, S. 7-11.

Darin als eigene Arbeit:

- Hans Friesen, „Neurose und Lebenskunst. Psychoanalyse und die Ethik der philosophischen Existenz“, S. 39-48.

 

- Hans Friesen, Karsten Berr, „Die Naturgeschichte der Erde“, in: Der Gartenbau, 49/03, S. 22-24.

 

2004     - Hans Friesen, Karsten Berr, „Technik und Bewusstsein. Einige kritische Überlegungen zur Ontologie des künstlichen Geistes“, in: K. Kornwachs (Hg.), Technik – System – Verantwortung, Münster, S. 233-244.

 

- Hans Friesen, Karsten Berr, „Die Naturgeschichte der Landschaft“, in: Der Gartenbau, 13/04, S. 26-28.

 

- Hans Friesen, „Die Zukunft der Stadt in der Medienkultur“, in: Die alte Stadt, 31, 3/04, S. 199-209.

 

- Hans Friesen, Karsten Berr (Hg.), Angewandte Ethik im Spannungsfeld zwischen Begründung und Anwendung, Frankfurt am Main.

Darin als gemeinsame Arbeiten:

- Hans Friesen, Karsten Berr, „Einleitung. Über einige Kontroversen in Philosophie und Ethik und die Problematik von Begründung und Anwendung“, S. 13-31.

- Hans Friesen, Karsten Berr, „Zur Vermittlung von Begründung und Anwendung. Versuch einer sozialphilosophischen Betrachtung“, S. 233-253.

 

- Hans Friesen, Karsten Berr, „Die Kulturgeschichte der Landschaft“, in: Der Gartenbau, im Erscheinen.

 

- Hans Friesen, „Das Erhabene in und vor Friedrichs Mönch am Meer“, in: B. Baumüller (Hg.), Zwischen Traum und Wissenschaft – Aspekte zum Zeitalter der Romantik, in Vorbereitung.

 

- Hans Friesen, „Hegels Theorie der Architektur. Zwischen historisch ansetzender Systemtheorie und lebensweltlich orientierter Einzelanalyse von Bauwerken“, in: A. Gethmann-Siefert (Hg), Zwischen Philosophie und Kunstgeschichte, in Vorbereitung.

 

- Hans Friesen, Zum Status von Ästhetik, Kunst und Architektur im 20. Jahrhundert. Ansätze einer philosophisch orientierten Kunst- und Architekturtheorie, in Vorbereitung.

 

- Hans Friesen (Hg.), Kunst im Hagener Stadtraum, Hagen, in Vorbereitung.

Darin als eigene Arbeit:

- Hans Friesen, „Untersuchung zur Geschichte der Kunst im Hagener Stadtraum“.

 

 

 

3.    Verzeichnis der wissenschaftlichen Vorträge

 

 

1988                 Duisburger Akzente (Juni 1988)

Vortrag:

Postmoderne in Architektur und Kunst der Gegenwart

 

1991                 Studientag Philosophie im Fernstudienzentrum der Fachhochschule Ostfriesland in Emden am 13. April

Vortrag:

Postmoderne - Versuch einer Bestimmung der Gegenwart

 

1992                 Treffen ehemaliger Studenten des wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichs im Fernstudienzentrum der

                        Universität Oldenburg in Aurich am 29. 2. 1992

Vortrag:

Wirtschaft und Kunst

 

                        Universität Oldenburg, Fernstudienzentrum (Juni 1992)

                        Vortrag:

                        Zur Entwicklung der Frankfurter Schule

 

1993                 Vortragsreihe des Hagener Kunstvereins (Juni 1993)

                        Vortrag:

                        Zur Geschichte der Kunst im Hagener Stadtraum

 

                        Ausstellung „Vier ungarische Künstler“ in Hagen (Juli 1993)

                        Einführungsrede:

                        Vier ungarische Künstler zwischen Postmoderne und Tradition

 

                        Ausstellung „Andrea Abstiens“ im Kulturverein Kardo, Witten

                        (2. Oktober 1993)

                        Einführungsrede:

                        Andrea Abstiens’ informelle Kunst

 

                        „Theorien der Moderne“ – Veranstaltung im Oktober 1993 im Fernstudienzentrum der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der FernUniversität Hagen

                        Vortrag:

                        Adornos ästhetische Theorie

 

1995                 FernUniversität Hagen, Vortragsreihe: Philosophisches Forum, Juni 1995

                        Vortrag:

                        Kant und das Erhabene zwischen Ethik und Ästhetik

 

                        Brandenburgische Technische Universität Cottbus (Oktober 1995)

                        Vortrag:

                        Lyotards Ästhetik der Postmoderne

 

1996                 Ausstellung „Frank Richter“ in der Galerie Art-In in Meerane am 8. 5. 1996

                        Eröffnungsrede:

                        Frank Richters Kunst: Hyperraum und Cyberspace

 

                        Lausitzer Wissenschaftstage in Cottbus, Juni 1996

                        Vortrag:

                        An den Grenzen der Kunst in der Moderne

 

                        BTU Cottbus, Symposion: Architektur im digitalen Zeitalter, im Dezember

                        Vortrag:

Die Lebenswelt im Zeichen des Cyberspace

 

                        BTU Cottbus. Aus Anlaß der 6. Architektur-Biennale in Venedig: „Der Architekt als Seismograph“

                        Vortrag:

                        Seismographen-Architektur. Wie kann Architektur ihre Zeit in Gebäuden erfassen?

 

1997                 Auf Einladung der Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen in St. Petersburg, im Oktober

Vortrag:

Von der Moderne zur Postmoderne. Zur Genealogie der Architektur im 20. Jahrhundert

 

Autorenkonferenz der Zeitschrift „Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur“ zum Thema: „Architektonik und Ästhetik künstlicher Welten“ am 24. April

Vortrag:

Der Körper in der Welt des Cyberspace

 

Autorenkonferenz der Zeitschrift „Wolkenkuckucksheim. Internationale Zeitschrift für Theorie und Wissenschaft der Architektur“ zum Thema: „Bau und Wohnung. Eine Auseinandersetzung mit Heideggers Aufsatz ‚Bauen Wohnen Denken‘“ am 11. Juni

Vortrag:

Heideggers Architekturtheorie und die Moderne

 

Fachhochschule Anhalt, am 2. Juli

Vortrag:

Zur Ästhetik der Zweiten Moderne in der Architektur

 

Kongreß: „Die Stadt und ihre Sprache“, Veranstalter: Akademie der Wissenschaften in Bratislava, am 23. September

Vortrag:

„Dichterisch wohnet der Mensch“: Nur auf dem Land oder doch auch in der Stadt? Heidegger versus Le Corbusier

 

Oldenburger Kunstverein, am 22. Oktober

Vortrag:

Ausblick im Rückblick auf eine Architektur. Zur Entwicklung von Architektur und Architekturtheorie im 20. Jahrhundert

 

1998                                 BTU Cottbus (Januar)

Vortrag:

Von der Postmoderne zur Zweiten Moderne. Zur Entwicklungslogik der Architektur

 

Technische Universität Dresden, im Mai

Vortrag:

Zwischen Stadt und Land. Kritisch-philosophische Erwägungen zur Architekturtheorie der Zweiten Moderne

 

Universität Oldenburg, Fernstudienzentrum, 17. Dezember

Vortrag:

Ästhetische Dimensionen des Problems der Virtualität

 

1999                                 BTU Cottbus, Probevorlesung im Rahmen des Habilitationsverfahrens, 2. Mai

Vortrag:

Hegels Theorie der Architektur. Zwischen historisierender Systemtheorie und lebensweltlich orientierter Einzelanalyse von Bauwerken

 

BTU Cottbus, Ringvorlesung: Aufklärung über Postmoderne, 14. Juni

Vortrag:

Mit dem Pluralismus leben lernen

 

2000                                 BTU Cottbus, Habilitationsvortrag im Rahmen des Habilitationsverfahrens, 11. Januar

Vortrag:

Adornos Theorie einer konstellationären Ästhetik. Die Utopie der Kunst in der antagonistischen Gesellschaft

 

BTU Cottbus, Forschungskolloquium des Lehrstuhls Technikphilosophie, 31. Januar

Vortrag:

Virtualität – Versuch einer Theorie

 

ICDE-Weltkongreß (International Council for Open and Distance Education) in Düsseldorf, 2. April

Vortrag:

Der Charakter sozialer Beziehungen in der virtuellen Realität. Die Grenzen des Einsatzes Neuer Informations- und Lerntechnologien im Hochschulstudium

 

Universität Potsdam, Habilitationsvortrag im Rahmen des Habilitationsverfahren, 10. Mai

Vortrag:

Die Problematik des Ideals der Pluralisierung. Kontingenz versus Totalität in Kunst und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts

 

2001                                 Kulturkreis Auburg, Wagenfeld, 14. Februar, im Anschluss an die Eröffnung der Ausstellung: „Skulpturen und Photograttagen“ von Louis Niebuhr

Vortrag:

Das Schöne und die Kunst

 

Wissenschaftliche Tagung: „Technik – System – Verantwortung“, 10.-13. Juli in Cottbus, XIII. Workshop der Deutschen Gesellschaft für Systemforschung e. V. (DGSF)

Vortrag am 11. 7.:

Technik und Bewusstsein. Einige kritische Überlegungen zur Ontologie des künstlichen Geistes

 

Kolloquium: „Zwischen Philosophie und Kunstgeschichte“, 18.-21. September in Hagen, Institut für Philosophie der FernUniversität Hagen

Vortrag am 20. 9.:

Hegels Theorie der Architektur und die Architekturtheorie heute

 

Tagung: „Zwischen Traum und Wissenschaft. Aspekte zum Zeitalter der Romantik“, 11.-13. Oktober in Cottbus, BTU Cottbus und Carl Blechen Gesellschaft e. V.

Vortrag am 12. 11.:

Das Erhabene in der romantischen Kunst am Beispiel von Friedrichs ‚Seelandschaft‘

 

Vorträge im Kulturspeicher Oldenburg: 6 Vorträge zum Thema Stadt und Land

Vortrag am 28. 10.:

Die Entdeckung der Landschaft bei Petrarca

Vortrag am 04. 11.:

Von der Wildnis zur Kulturlandschaft

Vortrag am 11. 11.:

Die Zukunft der Landschaft

Vortrag am 18. 11.:

Die Geschichte der europäischen Stadt

Vortrag am 09. 12.:

Die Großstadt und das Menschsein

Vortrag am 16. 12.:

Die Zukunft der Stadt

 

2004                 Antrittsvorlesung als Privatdozent an der BTU Cottbus am 14. 04. 04

Vortrag:

Was ist die Theorie der Architektur? Leitlinien einer philosophischen Bestimmung der Architekturtheorie

 

Probevorlesung im Rahmen der Besetzung einer C4-Professur für Kulturgeschichte an der Universität der Künste in Berlin

Vortrag am 24. 05.:

Die Zukunft der Stadt in der Medienkultur

 

 

 

4.    Verzeichnis meiner Lehrveranstaltungen an der BTU Cottbus von 1994 bis 2000 als Wissenschaftlicher Assistent und ab WS 2001/02 als Privatdozent

 

 

WS 94/95         - Neuere Theorien der Stadt (gemeinsam mit Prof. Eduard Führ und Frau Anette Sommer)

 

SS 95               - Einführung in die Ästhetik der Moderne und Postmoderne (gemeinsam mit Prof. Führ)

                        - Theorien des Raums (gemeinsam mit Prof. Führ und Frau Anette Sommer)

 

WS 95/96         - Postmoderne und Dekonstruktion in der Architektur und Philosophie

                        - Moderne Klassiker der Raumtheorie (gemeinsam mit Prof. Führ und Frau Anette Sommer)

 

SS 96               - Architekturtheorien der Moderne (gemeinsam mit Prof. Führ)

                        - Praktische Ästhetik (gemeinsam mit Prof. Führ)

 

WS 96/97         - Klassiker der neueren Ästhetik

                        - Heidegger über Bauen, Wohnen und Denken

 

SS 97               - Vorlesung über Ästhetik (in Vertretung von Prof. Führ)

                        - Die konstruktivistischen Wurzeln des Dekonstruktivismus

                        - Architektur und Philosophie

 

WS 97/98         - Kunst und Architektur im 20. Jahrhundert

                        - Hegels Sicht der Architektur

 

SS 98               - Grundpositionen der Architektur im frühen 20 Jahrhundert (gemeinsam mit Anette Sommer)

                        - Ästhetik im 20. Jahrhundert

 

WS 98/99         - Die Pariser Weltausstellungen von 1867 und 1878

                        - Heidegger und Flusser über Bauen Wohnen Denken im 20 Jahrhundert

 

SS 99               - Ästhetik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

                        - Stadt und Land

                        - Überblick über klassische Architekturtheorien von der Antike bis zum 19. Jahrhundert

 

WS 99/00         - Ästhetik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

                        - Neue Kulturlandschaft (gemeinsam mit Prof. Führ)

                        - Landschaft. Geschichte, Ästhetik, Gestaltung (gemeinsam mit Frau Prof. Daldrop)

 

SS 00               - Architekturtheorie des 20. Jahrhunderts

- Philosophische Architekturbetrachtung im 19. Jahrhundert

 

SS 01               - Leben in der Stadt des 21. Jahrhunderts. Architektur und Cybersociety

 

 

Im Rahmen der Privatdozentur:

 

WS 01/02         - Einführung in die Ästhetik: Schönheit, Bildlichkeit, Wirklichkeit

 

SS 02               - Einführung in die Ästhetik: Das Schicksal der Idee des Schönen

 

WS 02/03         - Einführung in die Kunst- und Kulturtheorie

 

SS 03               - Neuere Positionen der Kunst- und Architekturtheorie

 

WS 03/04         - Kunst-, Architektur- und Kulturtheorie des 20. Jahrhunderts

 

SS 04               - Neueste Architekturtheorien

 

WS 04/05         - Utopien in der Architektur

 

 

 

Erscheint demnächst !

 

Hans Friesen

Der Status von Ästhetik, Kunst und Architektur im 20. Jahrhundert

Ansätze einer philosophisch orientierten Kunst- und Architekturtheorie

 

Kurze Darstellung des Inhalts und der Zielrichtung des Werkes

 

Es geht in dieser Schrift nicht darum, den Begriff einer „aisthetisch“ ansetzenden Ästhetik, d.h. einer von der Sinnlichkeit ausgehenden, noch einmal grundsätzlich zu klären. Diese Arbeit der Begriffsklärung ist bereits von anderen Philosophen und Kunstwissenschaftlern geleistet worden. Zentrale Aufgabe dieser Arbeit ist es, Entwicklungslinien einer solchen Ästhetik aufzuzeigen und die Hauptprobleme zu diskutieren, die damit in Zusammenhang stehen. Diese Probleme betreffen zum einen die Mésalliancen von Sinnlichkeit und Schönheit und deren Aufhebung in der Geschichte der abendländischen Ästhetik und zum anderen die Klärung der Begriffe Moderne, Postmoderne und Zweite Moderne.

Die These des Werkes ist nun, dass die Entscheidung über die Bedeutung und Relevanz dieser Begriffe auf keinen Fall ausschließlich in die Zuständigkeit der philosophischen Ästhetik fallen kann, sondern dass hier der spezifische Blick auf die konkreten Entwicklungen in Kunst und Architektur zu berücksichtigen ist und wesentlich in die Entscheidung einzufließen hat. Aus diesem Grunde wurde der erste Abschnitt, der die ästhetischen und philosophischen Aspekte des Themas diskutiert, durch zwei weitere Abschnitte über eine theoretische Betrachtung der Entwicklungen in der Kunst und Architektur, insbesondere des 20. Jahrhunderts, ergänzt. Eine solche theoretische Betrachtung soll aber nicht als lästiges Anhängsel der philosophischen Ästhetik missverstanden werden. Andererseits ist eine Kunst- und Architekturtheorie abzulehnen, die sich der philosophischen Ästhetik verweigert.

Die bereits von Nietzsche aufgeworfene These, dass der lineare Fortschrittsbegriff der Moderne äußerst problematisch ist und daher durch eine pluralistische Auffassung in den Künsten ersetzt werden sollte, die keine eindeutige geschichtsphilosophische Verortung und einheitliche Interpretation der Kunst mehr erlaubt, wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum zentralen Motiv für die Verabschiedung der Moderne und den Eintritt in die Postmoderne. Heute, also bereits nach ein paar Jahrzehnten im Bewusstsein der Differenz scheint sich das Bewusstsein der Identität nahezu vollständig aufgelöst zu haben und in Vergessenheit zu geraten. Aus diesem Grunde ergibt sich eine Reihe von Fragen: Wodurch genau ersetzt die Postmoderne die Grundidee der Moderne? Worin besteht oder bestand diese Grundidee eigentlich? Existiert sie heute noch? Oder leben wir bereits unwiderruflich in einem postmodernen Zeitalter? Diese Fragen erfordern nicht nur die Klärung der Frage nach der Entwicklung von Moderne und Postmoderne in der Philosophie, sondern auch in der Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts.

Die Moderne in der Malerei, die aus dem Bruch mit der Abbildfunktion der traditionellen Malerei hervorgegangen ist, hat das Gemälde auf seine dingliche Realität zurückgeführt. Die Postmoderne, die nach dem Ende der modernen Malerei Anfang der 80er Jahre für eine Refiktionalisierung des Bildes eintritt, erneuert damit nicht wirklich die Malerei, sondern knüpft an Tendenzen an, die bereits bei Max Beckmann, beim späten Picasso und beim späten de Chirico vorzufinden waren und vollendet damit endgültig die Malerei des figurativen Standbildes, d.h. des „unbewegten Bildes“. Die Postmoderne ist also neu und zugleich auch alt, insofern nichts wirklich Neues „nach“ der Moderne, sondern lediglich eine alternative Phase in der Moderne selbst. Erst die Medienkunst der 90er Jahre, die vor dem Hintergrund der Tradition der Malerei seit der Renaissance nicht mit dem Illusionismus, sondern mit der Bewegungslosigkeit des Tafelbildes bricht und das „bewegte Bild“ zur neuen Kunst erhebt, ist damit zur Kunst nach dem Ende der Malerei geworden. Aber diese Kunst nach dem Ende der Malerei ist nicht etwas absolut Neues. Denn die Medienkunst hat die Grenze, die die Moderne sich selbst gesetzt hat, nur wieder einmal überschritten. Und damit ist sie nichts mehr und nichts anderes als eine „Zweite Moderne“.

Blicken wir heute, am Anfang des 21. Jahrhunderts, auf die architekturale Welt des letzten Jahrhunderts zurück, können wir ein Nebeneinander moderner, spätmoderner, postmoderner und dekonstruktiver Stilrichtungen beobachten, wobei in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts im klassischen Sinne „modern“ kaum noch gebaut wurde (die berühmteste Ausnahme bildeten die weißen Bauten von Richard Meier). Dennoch kann die klassische Moderne nicht als abgeschlossen bezeichnet werden, denn alle Richtungen nach der Moderne des Neuen Bauens und des Bauhauses am Anfang des letzten Jahrhunderts bleiben in positiver oder negativer Weise auf diese bezogen. Die Postmoderne beispielsweise ist nicht nur als radikal neuer Stil, sondern auch als Revision einer Moderne, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf einen Bauwirtschaftsfunktionalismus hinausgelaufen war, verstanden worden. Auch der Dekonstruktivismus orientierte sich in kritischer Durcharbeitung an Ideen einer Nebenentwicklung der Moderne, am russischen Konstruktivismus. Damit ergibt sich für das gesamte Jahrhundert ein Bild, das man vielleicht als „Abarbeiten an der Moderne“ designieren könnte. Wenn man davon ausgeht, dass die Architektur ihre Zeit in Gebäuden erfasst ist oder dass sich in der Stilentwicklung die Epochenentwicklung spiegelt, dann kann man sehr wohl erkennen, dass der gegenwärtige Entwicklungsstand in der Architektur deutlichere Anzeichen dafür gibt, in der Frage der Epochenentwicklung eher auf eine „Zweite Moderne“ als auf eine Postmoderne zu setzen.

 

 


Dr.Hans.Friesen@t-online.de